architektur berlin 2026

Zahlen – Daten – Fakten Bauherr: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Planung Dammsanierung: Fröhner Ingenieur GmbH, Brendel + Mrawietz Ingenieure PartGmbB, Schmid Ingenieure GmbH, artus GmbH, IGB Ingenieurgesellschaft mbH, Kleiningenieure, GGU GmbH, Schüßler-Plan Ingenieursgesellschaft mbH, Tractebel GmbH Planung Sanierung U-Bahnhöfe: Die Brücke PartGmbB, Klähne Bung GmbH, Ingenieurbüro Meister, WTM Engineers Berlin GmbH, Brendel + Mrawietz Ingenieure PartGmbB Planung Ersatzneubau Brücke Seidelstraße: Krebs + Kiefer Ingenieure, Berlin Generalunternehmer: Dammsanierung: Matthäi Berlin U-Bahnhöfe: Matthäi Berlin/Bleck & Söhne Ersatzneubau Brücke: ARGE Matthäi Berlin und Matthäi Magdeburg gen im Bauablauf und zusätzliche Analysen erforderte. In Kombination mit veränderten Marktbedingungen führte dies zu einer Verlängerung der Bauzeit über die ursprüngliche Planung hinaus. Grundhafte Dammsanierung der U6 Nord Unter Vollsperrung findet seit 2023 die grundhafte Dammsanierung statt, deren Umfang fast einem Neubau entspricht. Der 1958 in Betrieb genommene Damm mit einer Länge von ca. 3.000 m wurde durch Aufschüttungen mit zum Teil ungeeigneten Erdbaustoffen errichtet. Die grundlegende Erneuerung der Dammstrecke, die über 60 Jahre in Betrieb war, umfasst eine Stabilisierung des Damms durch lagenweisen Einbau von Geogittern bzw. Geotextilien, die Erneuerung des Gleisober- und -unterbaus sowie die Erneuerung der elektrotechnischen Anlagen (Stromversorgung, Kommunikation und Zugsicherung). Die Zeit der Dammsanierung wird genutzt, um die auf dem gesperrten Abschnitt liegenden Bahnhöfe ebenfalls grundinstandzusetzen und barrierefrei auszubauen. Viele dieser Arbeiten können nur außerhalb des Fahrgastbetriebs durchgeführt werden. Sanierung der U-Bahnhöfe Alt-Tegel, Borsigwerke, Holzhauser Straße, Kurt-Schuhmacher-Platz und Scharnweberstraße Die Sanierung des unterirdischen U-Bahnhofs Alt-Tegel umfasst den Abriss und den Neubau der Bahnsteigplatte, den Neubau von zwei Innentreppen, die Betoninstandsetzung der Kehranlage und nach Wiederaufnahme des Betriebs die Sanierung der beiden Schalterhallen, der Ausgangstreppen und der Hintergleiswände in der Bahnsteighalle. Analoge Arbeiten erfolgen auf dem U-Bahnhof-Borsigwerke. Hier wird zusätzlich eine Aufzugsanlage nachgerüstet. Die oberirdischen U-Bahnhöfe Holzhauser Straße und Scharnweberstraße erhalten eine Dachsanierung, eine Betoninstandsetzung des Tragwerks, einen Abriss und Neubau der Bahnsteigplatte inklusive der Aufbauten sowie eine Erneuerung der technischen Anlagen und der Eingangshalle. Ersatzneubau der Brücke über der Seidelstraße und Sanierung der BAB-Brücke Auf Grund umfangreicher Bauwerksschäden an der Spannbetonkonstruktion musste die U-BahnBrücke über der Seidelstraße abgebrochen und neu errichtet werden. Das alte Brückenbauwerk wurde innerhalb eines Wochenendes erfolgreich abgerissen. Die besondere Herausforderung bestand darin, das Hohlkastenbauwerk zu unterstützen und dann parallel von beiden Seiten abzubrechen, um ein Verdrehen des Überbaus während des Abbruchs zu vermeiden. Zudem führt der Brückenverlauf über eine wichtige Berliner Ausfallstraße, die komplett gesperrt war. An gleicher Stelle wurde in zwei Bauabschnitten ein Ersatzneubau in Form einer zweifeldrigen Brücke errichtet. Die Konstruktion besteht aus zwei seitlich angeordneten Stahllängsträgern, einem eingesetzten Stahltrogquerschnitt sowie einer Stahlverbundfahrbahnplatte. Die Gründung erfolgt über zwei flachgegründete Widerlager sowie ein tiefgegründetes Pfeilerpaar. Die Stützweiten betragen 35 m und 48 m. Im Zuge der Sperrung wurde auch die Stahlbrücke über die BAB 111 grundhaft instandgesetzt. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Foto: © Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Foto: © Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) 47

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