architektur südtirol 2025/26

Zahlen – Daten – Fakten The Barn im Apfelhotel Torgglerhof, St. Martin i.P. Bauherr: Familie Pichler Interior Design: NOA Baubeginn: Januar 2025 Fertigstellung: April 2025 Projekt-Partner  ENERGYTECH INGENIEURE GmbH, Bozen  Fischnaller B. & Partner GmbH, Brixen  Innerhofer AG, St. Lorenzen  INPLAN Geom. Wolfgang Unterhofer, Ritten (BZ)  Montage Armin GmbH d. Armin Oberprantacher, St. Leonhard i.P.  Mortec Tooor GmbH, Kaltern  Unterthiner GmbH, Lajen „The Barn” im Apfelhotel Torgglerhof Das Apfelhotel in Südtirol, seit langem bekannt für seine Gourmetprodukte, war in letzter Zeit mit einem zunehmendem Bedürfnis seiner Gäste konfrontiert, nicht nur essbare Souvenirs mit nach Hause zu nehmen, sondern auch ein Stück der einzigartigen Atmosphäre, die den Aufenthalt prägte. Diese Erkenntnis führte zur Schaffung von „The Barn”, der Concept Store, Werkstatt und Verkostungslounge in einem ist und die sich wandelnde Identität des familiengeführten Hotels verkörpert. Das Interior Design wurde von NOA entworfen, das seit 2014 mit dem Hotel zusammenarbeitet. Das Projekt wurde im Erdgeschoss einer ehemaligen Scheune realisiert und hauchte dem alten Gebäude frisches Leben ein. Passend zum unkonventionellen Charakter des Hotels haben die Interior Designer eine subtile Veränderung durch wärmere, mediterrane Farbtöne herbeigeführt – als Kontrast zu den üppigen Grüntönen, die im Rest des Hotels vorherrschen. Die Gäste werden von einer Umgebung empfangen, die sowohl vertraut als auch überraschend ist. Der hybride Raum entfaltet sich als eine Abfolge diverser Bereiche: Blumenstand, Vinothek, eine Bar, ein Werkstatttisch und Regale mit sorgfältig ausgewählten Designobjekten. Die Materialpalette umfasst venezianische Terrazzoböden, warme Terrakotta-Oberflächen, VintageHolztische und eine monolithische Theke aus Dolomitstein. Diese Elemente verbinden sich zu einem eklektischen Salon, einer Schatzkammer, in der jedes Objekt seinen Platz hat. NOA Die innovative Qualität von „The Barn” hat mit dem hybriden Charakter des Raumes zu tun, der die Grenzen zwischen Einzelhandel, Gastronomie und Erlebnis verschwimmen lässt. Die adaptive Umnutzung der alten Scheune ist Teil eines umfassenderen Masterplans für den „Haufenhof“, aus dem das Apfelhotel entstanden ist. Gekennzeichnet durch eine verstreute Verteilung der Volumen in der Landschaft wird jedem Gebäude eine bestimmte Funktion zugewiesen. So gelang mit den Mitteln der Architektur die Anpassung bestehender Räume an neue Formen der Gastlichkeit, während die historische Identität des Ortes gewahrt blieb. Foto: © Alex Filz Foto: © Alex Filz 61

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