Klare Formen und verspielte Räume Drei Projekte von NOA Zahlen – Daten – Fakten Neubau Wohnhaus Museumstraße 42, Bozen Bauherr: Athesia AG Fassaden-, Grundrissgestaltung, Interior Design, künstlerische Bauleitung: NOA Einreichung, Ausschreibung, Ausführung und Bauleitung Tiefbau: PLANPUNKT Bauleitung Hochbau, Projektmanagement: BAUBÜRO Baubeginn: Mai 2022 Fertigstellung: November 2024 Projekt-Partner Planpunkt GmbH, Neumarkt Plattner AG, Leifers WOHN-ZENTRUM JUNGMANN AG, Brixen Wohngebäude Museumstraße 42, Bozen Der neue Baukörper wurde im Zuge eines Gemeindeplans zur Erhöhung des Wohnraums im historischen Zentrum von Bozen an der Ecke Museumstraße/Sparkassenstraße für den AthesiaKonzern errichtet. Beim Bestandsgebäude handelt sich um ein Stadthaus mit einer schmalen Fassade zur Museumstraße, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Diese Fassade wurde aus Gründen des Denkmalschutzes vollständig restauriert. Die neue Struktur erstreckt sich 75 Meter in Richtung Innenhof, die beiden Hauptfassaden sind nach Osten und Westen ausgerichtet. Der neue und imposante Eingang zur Museumstraße öffnet sich mit einer Treppe aus Sandsteinstufen in Metalllamellen eingefasst zu den historischen Lauben hin. Der Baukörper besteht aus sieben oberirdischen Stockwerken mit einer maximalen Höhe von 23 Metern und vier Untergeschossen, die als Garage genutzt werden. Mit Ausnahme des Erdgeschosses und des ersten Untergeschosses, die gewerblich genutzt werden, ist das gesamte Gebäude für Wohnnutzung gedacht. Die städtischen Häuser aus dem 19. Jahrhundert in Bozen weisen eine klare Differenzierung zwischen Sockel, Fassadenfläche und GebäudeNOA Das Architekturbüro NOA ist mittlerweile nicht nur in Bozen, sondern mit Dependancen auch in Mailand, Turin und Berlin vertreten. Es gelingt, immer wieder aufs Neue zu überraschen, ohne dass die Pointe zum Selbstzweck wird. Jeder Entwurf ist auf seine Art der Funktionalität und der Umgebung verpflichtet. dach auf. Der unterschiedliche Umgang mit den Fassadenteilen wurde beibehalten und durch eine spezielle Art von Putz mit unterschiedlichen Körnungen und Brauntönen elegant umgesetzt. Das raumhohe, innen flächenbündige Fenster mit Holzrahmen bildet das architektonische Element, auf dem das Fassadenkonzept basiert. In den Loggien und Balkonen sind die Brüstungen aus Glas und fügen sich beinahe unsichtbar in den kompositorischen Raster ein. Das neue Gebäude beherbergt insgesamt 48 Zwei- und Drei-ZimmerWohnungen, für die NOA sowohl die Grundrisse als auch die Auswahl der Innenausstattungen wie Bodenbeläge, Sanitärobjekte und Kücheneinrichtungen entworfen hat. Foto: © Alex Filz Foto: © Alex Filz 60
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