Das Bestandsgebäude in der Grödner Gemeinde Sankt Christina wies zwei oberirdische Vollgeschosse auf, in denen sich eine Tischlerwerkstätte (Untergeschoss) und eine Wohnung (Erdgeschoss ) befanden. Das Haus stand parallel zu den Höhenschichtlinien im ansteigenden Hang und orientierte sich mit dem Giebel zum Tal. Traufseitig (westlich und östlich) bildeten Quergiebel eine verspielte Dachlandschaft. Das Dachgeschoss allerdings war aufgrund der Schrägen nur eingeschränkt nutzbar. Durch den Umbau wurde das bestehende Dach entfernt und durch ein einfaches Satteldach ersetzt. Dieses ist um 1,6 Meter höher, der First wurde um 90 Grad gedreht und verläuft nun in Längsrichtung, auf Quergiebel wurde verzichtet. Aufgrund der flachen Neigung konnte im Dachgeschoss eine zusätzliche große Wohneinheit errichtet werden. Das neue Dachgeschoss ist in eine stehende Lärchenholzschalung (Natur) gehüllt und wird südlich und westlich von einem umlaufenden Balkon umgeben. Die Balkonkonstruktion und Holzverschalung erstrecken sich auch auf den nicht erdberührenden Teil des bestehenden Erdgeschosses und lassen dadurch Bestand und Erweiterung als natürliche Einheit erscheinen. Zahlen – Daten – Fakten Erweiterung Haus Runggaldier, Sankt Christina Bauherr: privat Architektur: rm Architektur Baubeginn: 2024 Fertigstellung: 2025 Projekte Vereinfachung als Strategie – Dachaufstockung im alpinen Kontext Ein Projekt des Architekten Romed Mussner Das Haus Runggaldier wurde durch eine Aufstockung erweitert, sodass sich eine neue Wohneinheit im Dachgeschoss ergab. Das Besondere des Bauvorhabens besteht darin, dass dem Gebäude durch die Erweiterung eine neue Optik verpasst wurde, die im landschaftlichen und baulichen Kontext so authentisch wirkt, als wäre das Haus ursprünglich so gebaut worden. Foto: © Alexander Demetz Foto: © Alexander Demetz Foto: © Alexander Demetz 13
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