architektur berlin 2026

Zahlen – Daten – Fakten Bauherr: East-Port-Area GmbH vertreten durch Pecan Development, Berlin Architektur: TCHOBAN VOSS Architekten, Berlin Rohbau, TGA und Ausbau: Hagenauer GmbH, Immenstadt Bruttogeschossfläche: ca. 32.000 m² Teilfertigstellung: 2025 Projekt-Partner  B Plus Planungs-AG, Berlin  Bärliner Turnagöl Bau GmbH, Berlin  Baustoffhandel Hoffmann GmbH, Elsterwerda  Baustoffwerke Havelland GmbH & Co. KG, Oranienburg-Germendorf  dgd GmbH Decker Graphik Display, Berlin  GSH GmbH, Petersberg  Horst Orywahl, Berlin  Licht Loidl GmbH, AUT-Lafnitz  Menzel Trockenbau & Ausbau GmbH, Markkleeberg  Metallbau Windeck GmbH, Kloster Lehnin  Montagespezis Flächenheizungssysteme GmbH, Dresden  Orion Stadtmöblierung GmbH, Neustadt  WiMa GmbH, Bernau bei Berlin hagenauer GmbH diagonalem Holz-Fachwerk geprägte Konstruktion in Szene setzt. Der Neubau fand Platz auf dem letzten freien Wassergrundstück des ehemaligen Osthafens an der Mediaspree. Maßstäbe für die Zukunft Das siebengeschossige Gebäude mit Tiefgarage entstand in ressourcenschonender Holz-HybridBauweise. Es besteht aus zwei Baukörpern; einem quadratischen und einem rechteckigen Gebäudeteil. Beide verbunden durch die gläserne Verbindung. Die unteren beiden Geschosse des Verbindungsbau übernehmen die Funktion eines offenen, stützenfreien Durchgangs. Verspiegelte Edelstahlbleche in Onyx Black holen als Deckenverkleidung die Reflektion des Wassers in das Gebäude. Beide Gebäudeteile erhielten vom ersten bis zum sechsten Obergeschoss eine Glaselementfassade. Die Fassade zur Spree prägen vorspringende, im zweigeschossigen Wechsel, versetzte Erker. Beide Gebäudeteile erhielten Dachterrassen mit Aufenthaltsgelegenheiten und einer extensiven Begrünung. Von dort aus genießt man einen herrlichen Blick in Richtung Kreuzberg. Nachhaltig durchdachte Konstruktion Die nachhaltig durchdachte Konstruktion des Gebäudes besteht aus einem ausgeklügeltem Verhältnis von Holz und Beton. Damit konnten die jeweiligen Vorteile der beiden Materialien kombiniert werden. So bestehen die Decken der Gebäudevolumen ab dem ersten Obergeschoss aus einer Holz-Beton-Verbundkonstruktion, ebenso wie die Decken des Verbindungsbau vom zweiten bis zum sechsten Obergeschoss. Im Bereich der Hybriddecken kamen Verbundträger aus recyceltem Stahl zum Einsatz. Mit dem Einsatz von Holz in Stützen, Fachwerk und Decken kommt das Tragwerk der fünfgeschossigen Brückenkonstruktion vollständig ohne Stahlträger aus. Der Anspruch an Nachhaltigkeit geht für das Projekt noch weiter mit einem angestrebten Net-ZeroBetrieb ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe. Dafür setzt die Gebäudetechnik auf eine Energieversorgung von regenerativen Energiequellen wie Sonne, Geothermie und Umgebungsluft. Auf dem Gebäudedach befinden sich Solar-Hybridkollektoren auf einer Fläche von rund 1.250 m² sowie rund 300 m² Fotovoltaik-Module. Zudem wurde einer der größten Eisspeicher Deutschlands das zentrale und effiziente Element des hochmodernen Energiekonzeptes. Er fand Platz in einem stillgelegten Gütertunnel des Osthafens, hat eine Länge von rund 100 m und wird im Winter zum Heizen und im Sommer zur Kühlung genutzt. Der Eisspeicher setzt dabei auf latente Wärme, die Wasser bei der Vereisung freisetzt. Mit einem nahezu klimaneutralen Betrieb setzt der Neubau neue Maßstäbe für zukunftsfähige Bürostandorte. Mittlerweile wurde das Projekt mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet in der Kategorie „Excellent Architecture-Public“. Die Jury würdigt damit Projekte, die architektonisch, gestalterisch und konzeptionell als besonders zukunftsweisen gelten. Foto: © hagenauer GmbH | Fotografin: Simone Augustin Photography 137

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