Projekt-Partner ARTESS Restauro GMBH, ITA-Percha ARTESS Restauro OG, Sillian Baumanagement Greiderer GmbH, Lienz Holzbau Harry GmbH, Sillian Mair KG/SAS des Mair Gert & Co, ITA-Niederdorf (BZ) Markus Stolz GmbH & Co. KG, Bludenz • Unteregger GmbH, Villach gotischen Einwölbung. Gerettete Fragmente alter Fresken schmücken in beeindruckender Qualität den sakralen Raum. Auf dem Dach der Kapelle entstand eine Terrasse, welche die dominante Lage der Burg im Tal begreiflich macht. Für alle Interventionen galt die Devise, alle in der Burg gelagerten und aufgefundenen Baumaterialien wieder zu verwenden (Steine, Balken, Bretter, Fenster, Türen etc.). Wo Eingriffe zur Erfüllung neuer Aufgaben notwendig waren, erfolgten diese in der Regel durch schlichte Einbauten in Stahl, Eisen, Beton, Holz oder Glas, im Einzelfall auch durch historische Rekonstruktionen, so etwa im Fall der mittelalterlichen Zisterne, die sich im westlichen Burghof befindet. Die Westburg spielt im neuen Nutzungskonzept eine zentrale Rolle, weil im dortigen Wohntrakt auf zwei Ebenen der gastronomische Betrieb untergebracht wurde. Dieser umfasst den „Rittersaal” im Erdgeschoss und die „Taverne” im Untergeschoss. Die sichtbarste zeitgenössische Ergänzung erfolgte in diesem Kontext mit dem Neubau des Küchenturms, der im Norden an die Burg mit drei Verbindungsgängen andockt und die alten Mauern durchstößt. Der Turm wurde in das steil abfallende Gelände gestellt und umfasst fünf Ebenen. Im obersten Geschoss befinden sich Küche und Toiletten, darunter das Lager sowie die Anlieferung (mit Materialseilbahn) und weitere Nebenräume. Der massive Neubau fügt sich zwanglos in das epochenübergreifende Ensemble der Burg ein, die Fassadengestaltung durch die plastische Brettsichtschalung und die gewaschene Betonoberfläche erzeugen eine Textur, die zu den rohen Burgmauern passt. Eine in Holzbauweise realisierte Neuerung stellt die Kirchenstiege dar, welche die alte Verbindung von Burg und Kirche am Fuße des Hügels wiederherstellt. Die überdachte und witterungsgeschützte Stiege bildet eine zusätzliche und wintersichere Erschließung der Burg. Sie wurde auf lediglich fünf Fundamentpunkte gestellt und überbrückt scheinbar schwebend das steile Gelände, ähnlich wie die zahlreichen Einbauten des Museums behutsam durch die Geschichte der restaurierten Burg Heinfels führen. Foto: © Zita Oberwalder Foto: © Zita Oberwalder Architekt DI Mitterberger Gerhard ZTgmbH 35
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