architektur tirol 2025/26

Die wesentlichen Bauteile der Burg stammen aus unterschiedlichen Epochen: Palas und Kapelle gehören zu den ältesten erhaltenen Bauteilen und gehen ebenso wie der östliche Burggrafenturm auf die Romanik zurück. Der Westtrakt entstand in gotischer Zeit (14. Jahrhundert) und löste den Palas als Wohngebäude ab. Die Ringmauer mit den Zinnen und runden Schalentürmen wird auf das 15. Jahrhundert datiert und wurde im 17. Jahrhundert in der Zeit der Türkenkriege noch einmal verstärkt. Im 18. Jahrhundert verlor die Burg langsam ihre militärische Bedeutung. Sie ging zwischenzeitlich in den Besitz des Haller Damenstifts über und fiel nach dessen Aufhebung an den Staat, blieb aber ungenutzt. Um die Jahrhundertwende fungierte die Anlage als Kaserne der Kaiserjäger und ging in den 1930er Jahren schließlich in Privatbesitz über. Seither wurden diverse Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt. 2007 erwarb schließlich das Südtiroler Unternehmen Loacker die Burgruine. Es erfolgte die Gründung des „Museumsvereins Heinfels”, der die Restaurierunng im Rahmen eines Public-Private-Partnership umsetzte. Die Idee, die der Architekt Gerhard Mitterberger mit seinem Projekt verfolgte, bestand darin, die wichtigsten Bereiche der Burg im Rahmen eines öffentlichen Erlebnisweges zugänglich und erfahrbar zu machen. Zu diesem Zweck musste die stark Die Burg Heinfels, die größte Burganlage Osttirols, liegt im Pustertal und geht auf das 13. Jahr- hundert zurück. Nachdem sie in den letzten Jahrhunderten an Bedeutung verloren hatte und langsam verfiel, wurde sie nun restauriert und nach den Plänen des Architekten Gerhard Mitterberger als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zuletzt eröffnete zudem in der Westburg ein gastronomischer Betrieb seine Pforten. Foto: © Zita Oberwalder Foto: © Zita Oberwalder Spaziergang durch die Geschichte Die Sanierung der Burg Heinfels in Osttirol Architekt DI Mitterberger Gerhard ZTgmbH 33

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