Ideenreichtum gegen die Wohnungsnot Vier Projekte der Wohnbauselbsthilfe Zahlen – Daten – Fakten „D‘Sidlig“ Anna-Kessler-Platz 5 + 6, Nenzing Bauherr: Wohnbauselbsthilfe Vorarlberger gemeinnützige registrierte Gen.m.b.H. Architektur: Dorner\Matt Architekten Baubeginn: 2021 Fertigstellung: 2024 Wohnbauselbsthilfe gem. reg. Gen.m.b.H. Projekt-Partner Bal GmbH, Bregenz BSK – Bausicherheitskoordinations GmbH Wolfgang Günter, Dornbirn FR Sonnenschutz Robert Fink, Koblach HÄMMERLE-HUSTER Statik – Ziviltechniker – GmbH, Bregenz Hartmann Fensterbau GmbH, Nenzing Heinzle Spenglerei GmbH & Co KG, Koblach Malermeister Klocker GmbH, Dornbirn Preite Verputz & Trockenbau GmbH, Bürs Rudigier Stahl-Metall-Bau, Bludenz Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH Field Operation West, Dornbirn Walter Bösch GmbH & Co. KG, Lustenau Die Wohnbauselbsthilfe ist ein gemeinnütziges Vorarlberger Wohnbauunternehmen, das seit über 70 Jahren das Ziel verfolgt, lebenswerten und kostengünstigen Wohnraum bereitzustellen. Es folgen einige Beispiele aus der aktuellen Produktion. „D’Sidlig” in Nenzing „D’Sidlig“ in Nenzing ist ein ambitioniertes und von den Arbeitersiedlungen der Zwischenkriegszeit inspiriertes Wohnbauprojekt der Architekten Dorner\Matt, das von der Wohnbauselbsthilfe (WS) in Kooperation mit dem Lauteracher Bauträger i+R Wohnbau realisiert wird. Jeweils zwei winkelförmige Gebäude verbinden sich zu sechs kompakten Duplexeinheiten, die mäandrierend und diagonal zueinander versetzt eine Vielzahl an gut vernetzten Außenräumen erzeugen. Breite rurale Bänder an den Längsseiten verbinden diese mit den umgebenden Gärten des benachbarten Bestandes. Ein öffentlicher Weg als Begegnungsraum, Fuß- Rad- und Spielweg vernetzt das Quartier mit der Illstraße und über den öffentlichen Platz mit der Nagrand Straße. Die Hauptdurchwegung der Siedlung erfolgt mittels einer zentralen Nord-SüdAchse, von welcher aus die Einzelbauten über die Kommunikationszonen von halboffenen Hofbereichen mit angegliederten Gemeinschaftsbereichen erschlossen werden. Das Projekt umfasst sechs Einheiten, in der ersten Bauetappe wurden zwei fertiggestellt und übergeben. Die Fassade der in Massivbauweise errichteten Gebäude ist nach außen in Sichtbeton ausgeführt und im Bereich der Zugänge und Laubengänge mit Holz verkleidet. Neben Geschosswohnungen werden Maisonettewohnungen und SplitLevel Wohnungen angeboten, die differenzierte Innenräume entstehen lassen. Die Gartenplanung von Gruber + Haumer Landschaftsarchitektur sieht einen autofreien Grünbereich vor und wertet die wichtigen Begegnungszonen im Außenraum auf. Foto: © Julian Forte Foto: © Julian Forte 95
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