Im Stockwerk darunter sind – ebenerdig zugänglich – die Notfallstation und die Forensik für Straftäter mit einer psychischen Erkrankung untergebracht. Die Pflege und ihre Erfordernisse wurden im Planungsprozess bewusst mitberücksichtigt und die jeweiligen Fachleute und Verantwortlichen konsultiert. Ein weiteres Stockwerk beheimatet die psychiatrische Tagesklinik samt Therapiebereich, der im Gesamtkonzept besonders wichtig ist, weil eine funktionierende ambulante Behandlung den stationären Bereich entsprechend entlastet. Erwähnenswert ist auch das innovative Baustellenmanagement durch das Ingenieurbüro gbd, das bei diesem Bauvorhaben vor eine spezielle Herausforderung gestellt wurde. Weil es sich bei dem leicht erhöhten Terrain um felsiges Gebiet handelte, gestalteten sich die Aushubarbeiten entsprechend schwierig: denn es handelte sich beim Aushub größtenteils um felsiges Material. Um eine aufwändige Entsorgung zu vermeiden, wurde dieses vor Ort (auf einer 6.500 Quadratmeter großen Fläche) aufbereitet und sodann direkt zu anderen Baustellen transportiert und dort verarbeitet. Auf diese Weise konnten unzählige unnötige Lkw-Fuhren eingespart werden. Die Erwachsenenpsychiatrie ist nicht der einzige Bereich, der neu gebaut wird: Nach Fertigstellung des neuen Hochbaus 2025 wird in einer zweiten Bauetappe ein zentrales Eingangsgebäude für das Landeskrankenhaus (Fertigstellung 2027) sowie eine neue Kinder- und Jugendpsychiatrie entstehen, die dann 2029 bezugsfertig sein soll. Das neue Gebäude für die Kinder- und Jugendpsychiatrie unterstützt auch weiterhin das abgestufte Behandlungsprogramm. Abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild werden Kinder und Jugendliche ambulant, teilstationär oder vollstationär behandelt. Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft mbH Foto: © Vorarlberger Landeskrankenhäuser Foto: © Vorarlberger Landeskrankenhäuser 81
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