Zahlen – Daten – Fakten Neubau Sicherheitszentrum Bizau Bauherr: Gemeinde Bizau Architektur: Johannes Kaufmann und Partner Baubeginn: 2024 Fertigstellung: 2025 Gemeinde Bizau Zwischen Ort und Wald Ein Projekt von Johannes Kaufmann und Partner Das alte Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Bizau war in verschiedener Hinsicht als unzureichend empfunden worden, insbesondere auch angesichts der sozialen und gemeinschaftsbildenden Funktion dieser Einrichtung. Weil zugleich auch die Bergrettung neue Räumlichkeiten benötigte, entschied man sich für einen Neubau eines Sicherheitszentrums am Ortsrand. Den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewann das Büro Johannes Kaufmann und Partner. Das von der Gemeinde für das Bauprojekt zur Verfügung gestellte Grundstück liegt im Ortsteil Oberberg. Es ist einerseits günstig in der Nähe der Bizauer Straße gelegen, was in Notfällen ein rasches Ausrücken ermöglicht , andererseits befindet sich der Bauplatz in einer ökologisch sensiblen Zone in der Nähe des Bizauer Bachs am Waldrand, wo das Gelände steil anzusteigen beginnt. Der Entwurf von Johannes Kaufmann bettet das zweigeschossige Volumen tief in den Hang ein und minimiert die Bodenversiegelung. Eine gewisse Sichtbarkeit und Adressbildung für die öffentliche Einrichtung generiert der Schlauchturm. Die unterschiedlichen und ähnlich gelagerten Funktionen von Feuerwehr und Bergrettung verteilen sich synergetisch sinnvoll auf die zwei abgetreppten und in den Hangverlauf integrierten Ebenen des Gebäudes. Über einen zentralen Vorplatz, der auch als Übungsplatz genutzt werden kann, gelangt man zum Haupteingang, der so angeordnet ist, dass die Funktionsbereiche und Garagenstellplätze von Bergrettung und Feuerwehr getrennt sind. Die gemeinsam genutzten Funk- und Einsatzräume befinden sich hingegen zentral beim Eingang. Im südlichen und natürlich belichteten Gebäudeteil sind die Stellplätze der Einsatzfahrzeuge angeordnet, im rückwärtigen hangseitigen Gebäudeteil wurden die Umkleiden und Sanitäreinrichtungen vorgesehen. Vom Erdgeschoss gelangt man direkt in den westlich angebauten Schlauchturm und über ein zentrales Treppenhaus und ein Zwischengeschoss mit Nebenräumen ins wesentlich kleinere und im Hangverlauf rückspringend angeordnete Obergeschoss, in dem Schulungs- und Gemeinschaftsräume angesiedelt sind. Die Dachflächen wurden begrünt und unterstreichen die enge Verbindung von Gebäude und Umgebung. Auch auf störende Stützmauern konnte aufgrund der geschickten Platzierung des Baukörpers und geringer AnFoto: © Bruno Klomfar 38
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