architektur vorarlberg 2025

BISCHOF & ZÜNDEL Projekt-Partner  Alex Holzkraft, Lingenau  Bereuter Christoph GmbH Installationen, Sibratsgfäll  jodo Tischlerei Gebr. Dorner GmbH, Lingenau  Kaspar Greber Holz- und Wohnbau GmbH, Bezau Zahlen – Daten – Fakten Erweiterung eines alten Bauhernhofes, Lingenau Bauherr: Familie Zündel Architektur: Bischof & Zündel Baubeginn: März 2024 Fertigstellung: November 2024 Bauernhof und Mehrgenerationenhaus in Lingenau Bei dem über 100 Jahre alten Bauernhof, der sich am Ortsrand von Lingenau in freistehender Hanglage befindet, wurde der marode Wirtschaftstrakt abgebrochen und durch ein Wohnhaus ersetzt. Der für den Bregenzerwald typische, geschindelte Wohntrakt des Hofs – in dem die Oma bzw. Uroma nach wie vor wohnt – blieb unverändert. Der Neubau orientiert sich in seiner Gestaltung an den Stilelementen eines Stallgebäudes. Das erdberührende Sockelgeschoss wurde in Sichtbeton ausgeführt, die oberen Geschosse überwiegend in Holzbauweise. Südseitig erinnern im Untergeschoss die eng gesetzten kleinen Öffnungen an Stallfenster. Westlich deutet die Verlängerung des Hauses eine Hocheinfahrt an, wie sie für Wirtschaftsgebäude der Gegend typisch ist. Die beiden Obergeschosse sind mit einem klassischen Boden-Deckel-Schirm versehen. Im Innenbereich wurde Weißtanne für nahezu alle Oberflächen und Möbel verwendet. Lediglich eine Sichtbetonwand im Wohnbereich setzt einen markanten Kontrast zum Holz. Großzügige Verglasungen rahmen die Berglandschaft zu einem imposanten Panorama. Alle Holzelemente im Innenbereich, die gesamte Fassade sowie sämtliche konstruktiven Hölzer stammen aus dem nur 300 Meter entfernten, eigenen Wald. Aktuell nutzt die Familie des Bauherren (und Architekten des Projekts) das Erd- und Obergeschoss des Zubaus. Wenn die Kinder erwachsen werden und selbst eine Familie gründen, kann der Wohnraum durch das bislang unausgebaute Untergeschoss bzw. die zwischen dem alten und neuen Trakt liegende Tenne mit geringem Aufwand erweitert werden. Das gesamte Gebäude bietet somit Platz für drei bis vier Wohneinheiten – ganz im Sinne des traditionellen Mehrgenerationenhauses, wie man es von alten Bauernhöfen kennt. Foto: © Dominic Kummer 171

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