architektur vorarlberg 2025

mitiska wäger architekten der späteren Umdisponierung und Errichtung des Gesundheitscampus – als sehr vorteilhaft in Bezug auf das Freispielen und Neu-Inszenieren der Villa. Diese thront nun wieder gut sichtbar auf dem kleinen Hügel und wird von zwei ähnlich dimensionierten Neubauten umgeben, die sich nicht historisierend an die Villa anbiedern, sondern einen selbstbewussten Kontrast bilden. Die beiden neuen Gebäude orientieren sich in ihren Ausmaßen an der Villa, die seitlichen Abstände sind ähnlich. Die gesamte Anordnung des Ensembles ist winkelförmig, der hintere Neubau steht in der Gebäudeflucht der Villa, der vordere positioniert sich an der Straße und nimmt mit der Tiefgarageneinfahrt am Rand des Grundstücks die Autos in sich auf. Das Areal präsentiert sich somit autofrei und mit der originalen Durchwegung, welche die Villa in den Mittelpunkt rückt. Während die flankierenden Gebäude, was die Größe der Volumina betrifft, in einem offensichtlichen Zusammenhang mit der Villa stehen, ist dieser im Bereich der Fassadenarchitektur subtiler gestaltet. Die Fassaden der Neubauten wurden aus Glas und eloxiertem, gelochtem Aluminium hergestellt. Der natürliche Bronzeton des Metalls bezieht sich auf das Herzstück der Villenfassade, nämlich den Eckrisalit, dessen Giebelfelder mit aufwändigen ockerfarbenen Ornamenten verziert sind. Der verhaltene Glanz der messingfarbenen Metallfassaden der Neubauten harmoniert außerdem gut mit den dunkelrot und schwarz glasierten Dachziegeln der originalgetreu erneuerten Dacheindeckung der Villa. Das für das Villen-Areal zunächst ins Auge gefasste Projekt der Errichtung eines Wohnbauprojekts wurde fallen gelassen und stattdessen ein Gesundheitscampus entwickelt, wobei die zunächst festgelegte und genehmigte Setzung der Baukörper beibehalten wurde. Der entstandene Gesundheitscampus vereint FachärztInnen für Innere Medizin und Kardiologie, Orthopädie und Unfallchirurgie an einem Standort, aber auch Physio- und Psychotherapie, Ernährungsberatung, Bewegungstherapie etc. werden angeboten. Die Bauherrschaft übernahm die Muttergesellschaft Zahlen – Daten – Fakten Gesundheitscampus Bludenz Bauherr: Getzner Mutter Cie GmbH & Co KG, Bludenz Architektur: mitiska.wäger architekten zt-og Baubeginn: Januar 2023 Fertigstellung: Mai 2025 Foto: © Marcel Hagen Foto: © Marcel Hagen Foto: © Marcel Hagen Projekt-Partner  3P Geotechnik West ZT GmbH, Bregenz  A. Blank GmbH & Co. KG, Lustenau  ENERCRET Installationen GmbH, Röthis  ESS Dach und Wandbau GmbH, Feldkirch-Altenstadt 153

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