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Während die Talsohle in der Bauwirtschaft langsam – der Länge nach – durchschritten wird, läuft es im Bereich des Tourismus runder. Entsprechend positiv wirken sich Investitionen in die bauliche Substanz der Betriebe aus, zumal hierzulande die architektonische Gestaltung auch als Teil der Attraktivität von touristischen Anlagen begriffen wird. Hohen Ansprüchen genügen zum Beispiel der Neubau des Restaurants auf dem Golm (Baumschlager Hutter) genauso wie die Erneuerung des Hotel Taube in Schruns (von Bernardo Bader) oder die Erweiterung des Hotels Krone in Au (Dworzak Grabher). Aber auch kleinere Projekte wie die Umgestaltung der Hotels Albona Nova in Zürs (Sonja Entner) bzw. des Hotels Adler in Au (Hoi Architektur) punkten mit Ideenreichtum. Ungebrochen viele Bauvorhaben entstanden im öffentlichen Bereich und dort vielfach in den Kommunen: in Bizau gibt es ein neues Sicherheitszentrum, das bemerkenswert in seiner Umgebung aufgeht (Johannes Kaufmann und Partner). Die Aufstockung des Gemeindeamts in Langen bei Bregenz (MWArchitekten) verströmt ihrem musikalischen Zweck entsprechend eine subtile Harmonie; ähnlich wie der – von einer Stiftung getragene – Umbau eines Stallgebäudes in einen Konzertsaal durch Cukrowicz Nachbaur in Nendeln, Liechtenstein. Der kommunalen Nahversorgung widmet sich „das Dorflädele” (Walser + Werle) in der kleinen Gemeinde Buch. An neuen Bildungseinrichtungen sind besonders das Lernhaus in Bezau (Innauer-Matt), die VS Altenstadt in Feldkirch (Querformat) oder auch das polygonale Kinderhaus Markt in Rankweil (Christian Schmölz) hervorzuheben. Ebendort entstand nach den Plänen von Marte.Marte auch die neue Erwachsenenpsychiatrie. Foto: © Birgit Koell Fotografie Typologisch verwandt, aber privat finanziert ist der neue Gesundheitscampus in Bludenz (Mitiska Wäger), der die Wechselwirkungen historischer und gegenwärtiger Bausubstanz auslotet. Öffentliche und private Sphäre verschwimmen bei der Sanierung des Eurospar Rheincenters in Lustenau (Huber ZT GmbH). Auch private Wohnbauprojekte wie Am Schwarzbach in Bludenz (Wurzer Nagel) oder Austraße in Feldkirch (Heim.Müller. Partner) sehen fließende Übergänge zum öffentlichen Raum und seiner Infrastruktur vor. Der Geschosswohnbau schwächelt leider nach wie vor, umso mehr sollten einige gelungene Beispiele hervorgehoben werden: d‘Sidlig von der Wohnbauselbsthilfe (Dorner\Matt), Schulgasse in Dornbirn von Rhomberg Bau (Baumschlager Eberle), Feldeggstraße in Wolfurt von Klimmer Wohnbau (Huber ZT GmbH) oder die Wohnanlage Bäumle in Lochau von der ZIMA (Walser + Werle) – mit einem kommunalen „KinderHaus” im EG. Eine besondere Form der Schaffung vermietbaren Wohnraums ist jene, die durch private Investoren auf eigene Rechnung unternommen wird. Auch dafür gibt es Beispiele: So das Projekt Hof 29 von querschnitt architekten in Wolfurt oder die von Kuess und Koller bzw. Manfred Koller geplanten Projekte Schertler Kohler Quartier in Schwarzach bzw. Heinzle Berg in Götzis. Neben den Kreditvergaberichtlinien spielen in allen Bereichen des Wohnbaus auch baurechtliche Normen eine mitunter problematische Rolle. Der Thematik überbordender Normen widmen wir uns im Gespräch mit Carmen Schrötter-Lenzi, der Sektionsvorsitzenden bei den Architekt:innen der Kammer der Ziviltechniker:innen Tirol und Vorarlberg… schöne Grüße ausm Tirol Peter Oberdorfer Verschwimmende Kategorien Editorial 3
4 Verschwimmende Kategorien 3 Editorial Peter Oberdorfer Mediterranes Wohnen in Bodenseenähe 6 Die Wohnanlage Erlenstraße in Lochau Die Taube öffnet wieder ihre Pforten 8 Der Umbau eines Hotels mit langer Geschichte Einfach kompliziert 10 Über einen möglichen Ausweg aus der unübersichtlichen Regulierung des Bauens Kompakt und flexibel 12 Ein Projekt von Holzbau Feuerstein Weltläufige Eleganz mit regionalem Touch 13 Das Hotel Sonne im Bregenzerwald erhielt ein neues Interior Design Im urbanen Grünraum 14 Eine attraktive Wohnanlage entsteht derzeit im Norden von Hohenems Abstand und Einbindung 15 Ein Projekt des Architekten Gregor Benz Innovation/Promotion 16 Vom Konglomerat zum Ensemble 20 Auf dem Golm wird nach den Plänen von Baumschlager Hutter ein neues Multifunktionsgebäude errichtet Auffrischung eines Hochpunktes 24 Ein Projekt von Tenbrink HotelPlan GmbH Anders geschindelt 26 Ein Projekt von hoi°architektur | alpine design & lifestyle Momente gelungener Gestaltung 36 Ein Projekt von Wohnfloor Zwischen Ort und Wald 38 Ein Projekt von Johannes Kaufmann und Partner Luxus und frische Farben 43 Zwei Projekte des Innenarchitekten Patrick Dür Freundliches Ambiente in Holz 48 Zwei Projekte von Querformat Zielgerichtete Lehrerförderung 52 Ein Projekt von Vonier Architekten Tiny Homes in einer kleinen Gemeinde 54 Im Montafon entstand ein Apartmentgebäude in Modulbauweise Ein dörfliches Wohnquartier 56 Ein Projekt der ARGE Kuess + Koller Im Kontext der bäuerlichen Welt 58 Ein Projekt des Architekten Manfred Koller Da entsteht was 61 Architekturbüro Rhomberg plant Erweiterung Fahrzeugbau Wohlgenannt Entschlackung und Bereicherung 70 Ein Projekt von Carmen Schrötter-Lenzi Ypsilon 72 Ein Projekt des Architekten Christian Schmölz Urbane Wohnqualität im ländlichen Raum 74 Ein Projekt von Hassler Architektur Kleinwohnanlage im ortsräumlichen Kontext 76 Ein Projekt von Primus Immobilien Heilsame Architektur 79 Neue Voraussetzungen für mentale Gesundheit am Landeskrankenhaus Rankweil Vielschichtiger Wohnbau 86 Zwei Projekte von Rhomberg Bau In neuem Glanz 92 Fassadengestaltung des Hotels Albona Nova in Zürs von der Architektin Sonja Entner Ideenreichtum gegen die Wohnungsnot 95 Vier Projekte der Wohnbauselbsthilfe Effiziente Nutzung guter Lagen 100 Zwei Projekte von Nägele Wohn- und Projektbau Im Kontext weiterbauen 106 Ein Projekt der architekturwerkstatt dworzak grabher Inhalt
5 Musikalische Aufstockung 112 In Langen bei Bregenz wurde das Gemeindehaus saniert und vergrößert Erneuert und freigestellt 114 Ein Projekt von Baukultur Schwarzenberg Symmetrie in Holz 116 Ein Projekt von Dorner\Matt\ Architekten Am Schwarzbach in Bludesch 118 Ein Projekt des Architekturbüros Wurzer Nagel Fuhrparkmanagement in Eigenregie 120 Der neue Firmensitz von Bentele Transporte entstand in Hohenems Schnittflächen 127 Drei Projekte von Huber ZT GmbH Experimentelles und traditionelles Wohnen 136 Zwei Projekte der Zimmerei Heiseler Freundlicher Ruhepol 140 Ein Projekt von Klimmer Wohnbau Networking in der Bankfiliale 143 Neugestaltung der Raiba Walgau in Frastanz Naturraum im Schauraum 146 Der Naturraum.Verwall stellt das gleichnamige „Europaschutzgebiet” vor Im Augarten 149 Ein Projekt von Bonora Brandner Architekten Neue Bestimmung für eine alte Villa 152 Ein Projekt der Architekten mitiska wäger Didaktische Architektur 158 Zwei Projekte der Architekten Innauer Matt Transformation eines Stallgebäudes 164 Ein Projekt von Cukrowicz Nachbaur Architekten Vom Fabrikgelände zum Gewerbequartier 167 Ein Projekt der Architekten Reitbrugger.Gau Verborgenes Raumpotential 170 Zwei Projekte von Bischof & Zündel Bildleiste von links nach rechts: Renovierung Panoramahaus Dornbirn Foto: © Tobias Trapp Photography Erweiterung Firmengebäude Fahrzeugbau Wohlgenannt, Dornbirn Foto: © Architekturbüro Rhomberg Haus im Obstgarten, Bürs Foto: © Bernhard Rogen Neubau Sicherheitszentrum Bizau Foto: © Bruno Klomfar Erweiterung Firmengebäude Herburger Reisen, Dornbirn Foto: © Maria Ritsch Titelfotos von oben nach unten: Neubau Bergrestaurant Grüneck am Golm, Schruns Visualisierung: © The imagery Neubau Erwachsenenpsychiatrie, LKH Rankweil Visualisierung: © Marte.Marte Wohnanlage Mühlefeldstraße II, Lustenau Foto: © Walser Fotografie, Hohenems Sanierung und Erweiterung Hotel Krone, Au Foto: © Günter Koenig Wohnanlage und Kinderhaus Bäumle, Lochau Foto: © Matak Studios Anregendes Seeufer 173 Zwei Projekte der ZIMA Die Gemeinde als Nahversorger 176 Für die Zukunft breiter aufgestellt 178 Die neue Loischkopfbahn stärkt auch den Sommertourismus im Brandnertal Vier Brüder und unähnliche Zwillinge 181 Zwei Projekte von querschnitt architekten Vielfalt des Wohnens im urbanen Raum 185 Drei Projekte von heim.müller.partner Moderne Stadtvilla mit gemischter Nutzung 190 Das Wohn- und Geschäftshaus Maximilian in Hohenems Treffpunkt Zukunft 192 Die Industriellenvereinigung Vorarlberg erneuert ein Stadthaus in Bregenz Impressum 151 Branchenverzeichnis 194
Mediterranes Wohnen in Bodenseenähe Die Wohnanlage Erlenstraße in Lochau Projekte Am locker bebauten Rand der Bodenseegemeinde Lochau entstand nach den Plänen des renommierten Vorarlberger Architekturbüros Dietrich Untertrifaller ein modernes Wohnquartier. Der bemerkenswerte Entwurf war zuvor in einem Architekturwettbewerb mit dem ersten Platz ausgezeichnet worden. Es gelang eine behutsame und durchdachte Nachverdichtung. Als Projektentwickler fungierte das Büro Hajek Riedmann. Auf vier Baukörper verteilt entstanden 20 lichtdurchflutete Wohnungen mit großzügigen Außenflächen. Verschiedene Typologien schaffen ein hochwertiges Zuhause für Singles, Paare und Familien. Das optimale Verhältnis von bebauter Fläche zu Wohnraum gelang vor allem durch die gemeinsame Erschließung aller vier Häuser. So blieb auf dem knapp 3.000 Quadratmeter großen Grundstück ausreichend Platz für ausgedehnte Grünflächen und Bäume. Foto: © Hajek Riedmann Projekt GmbH Foto: © Hajek Riedmann Projekt GmbH 6
Projekte Zahlen – Daten – Fakten Bauherr: E8 Investment GmbH Architektur: Dietrich Untertrifaller Architekten ZT Projektentwicklung: Hajek Riedmann Projekt GmbH Baubeginn: November 2020 Fertigstellung: Juli 2022 Die vier Baukörper sind einerseits unterirdisch und andererseits durch eine originelle Erschließungsspange miteinander verbunden. Durch die mediterran offene Struktur entsteht auf allen Ebenen eine ausgedehnte Begegnungs und Allgemeinfläche, die alltägliche Begegnungen ermöglicht und die Identifikation mit dem besonderen Wohnort stärkt. Das vertikale Erschließungselement kontrastiert in Form und Materialisierung mit den Holzfassaden der vier Wohnhäuser und wurde aus Fertigteilbetonelementen hergestellt, die auf Sicht belassen sind. Die horizontalen Erschließungsebenen werden von schwarzen Metallgeländern gesichert. Die durch die offene Struktur gestärkte Präsenz der Natur im Erschließungsbereich setzt sich auch in den Innenräumen fort, insbesondere durch den Baustoff Holz. Alle Wohnungen sind außerdem von zwei Seiten belichtet, die Einheiten in den oberen Geschossen sogar von drei. Eine Erdwärme und Photovoltaikanlage sorgen an kalten Wintertagen für wohlige Wärme. Die besondere Architektur von Dietrich Untertrifaller vor Ort zu vermitteln, war für den Projektentwickler Hajek Riedmann ein wichtiges Anliegen. Man arbeitete von Projektbeginn an eng mit der Gemeinde Lochau und dem Gestaltungsbeirat zusammen. Gemeinschaftlicher Konsens wurde auch mit den Nachbarn gesucht, indem man Wert darauflegte, dass sich die vier Häuser harmonisch in das bestehende Wohngebiet einfügen. Foto: © Hajek Riedmann Projekt GmbH Foto: © Hajek Riedmann Projekt GmbH Foto: © Hajek Riedmann Projekt GmbH 7
Die Taube öffnet wieder ihre Pforten Der Umbau eines Hotels mit langer Geschichte Zahlen – Daten – Fakten Sanierung und Erweiterung des Hotels Taube Bauherr: Posthotel Taube Betriebs GmbH Generalunternehmer: Rhomberg Bau GmbH Architektur: Bernardo Bader Architekten Innenarchitektur: Marika Marte Baubeginn: 2021 Fertigstellung: 2023 Projekte Eine Besonderheit des Hotels Taube besteht darin, dass es seine Funktionen auf mehrere Baukörper verteilt und sich damit nicht nur der Bebauungskörnung des dörflichen Ortskerns anpasst, sondern auch zwischen seinen Teilen jene Durchwegung zulässt, die für das Dorf Schruns wichtig ist. Die Einheimischen sind nicht nur als Besucher der diversen gastronomischen Einrichtungen willkommen, sondern können auch zwischen den Gebäudeteilen ganz selbstverständlich ihrer Wege gehen. Das Bauvorhaben umfasste im wesentlichen den Abriss und Neubau der bestehenden Zubauten zum Stammhaus, die Entkernung des Stammhauses selbst und die Neuerrichtung eines weiteren Gebäudes, des Alpgues Hauses, in dem der neue Schwimmbad- und Wellnessbereich untergebracht sind. Das Stammhaus, welches auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, blieb mit seinen Außenmauern bestehen. Die beiden seitlichen Flügel hingegen wurden abgerissen und neu aufgebaut. Der nach Norden zum Kirchplatz orientierte Teil, das alte Postgebäude, wurde originalgetreu wieder aufgebaut. Darin befindet sich ein Herzstück des gesamten Bauvorhabens: die sogenannte Schurle-Halle, die nach Dr. Franz „Schurle” Rhomberg benannt ist. Der Barbereich der Schurlehalle beansprucht zwei Geschosshöhen, den Luftraum über der Bar beherrschen drei mächtige Luster. Der holzvertäfelte Sitzbereich des mit markanten Spitzbogenfenstern belichteten Lokals ist zweigeschossig ausgestaltet. Im Erdgeschoss des vergrößerten südöstlichen Zubaus befindet sich der Haupteingang mit Empfang und Rezeption für die Hotelgäste. In den Ober- und Dachgeschossen dieses Flügels und des Stammhauses wurde das Gros der Zimmer und Suiten angelegt. Dabei wurde im Einklang mit der lebendigen Geschichte des Hauses auf eine vornehm zurückhaltende und weltläufige Das Hotel Taube in Schruns ist ein traditionsreicher Betrieb, der eng mit der Entwicklung des Tourismus im Ort verbunden ist. Dementsprechend hat das Haus eine Geschichte vielfältiger baulicher Erweiterungen und Veränderungen hinter sich. Nunmehr erfolgte nach den Plänen von Bernardo Bader eine grundlegende Sanierung und Erweiterung, die das Gesamtensemble konsolidiert und dabei nicht nur den Charme, sondern auch die Seele des alten Hotels bewahrt. Foto: © Daniel Zangerl Foto: © Adolf Bereuter 8
Projekte Eleganz Wert gelegt, stilistische Anspielungen auf den alpinen Kontext blieben sehr zurückhaltend. Natürliches Material wie Holz, Leder, Stein, Loden dominieren, die dominanten Braun- und Grüntöne kommunizieren ländliche Naturnähe. Für das Interior Design verantwortlich zeichnet Marika Marte. Im Einklang mit der historischen Erscheinung des Hauses wurden im Fall des Stammhauses die alten abgehängten Holzbalkone inklusive Giebelverzierung originalgetreu wieder errichtet, während beim Zubau auf große Freiflächen verzichtet wurde. Die kleinen französischen Balkone, die die Zimmer zum Garten öffnen, sind dafür umso edler ausgestaltet: eine vom Steinmetz bearbeitete Sandsteinplatte bildet den Austritt, die Geländer sind aus Schwarzstahl, genauso wie die Taube, die vor jedem der bodentiefen Fenster auf der Brüstung sitzt. Das neu erbaute Gebäude „Alpgues” ist südwestlich vom Stammhaus situiert. Auf zwei Etagen (Erdgeschoss und Obergeschoss) stehen mehrere Saunen, ein Dampfbad, Massageräumlichkeiten sowie eine Salztherme aus Himalaya Salzstein zur Verfügung und zwar für Hotel- und Tagesgäste. Für einen erfrischenden Sprung ins kühle Nass gibt es sowohl einen Innen- als auch einen Außenpool. Dominantes Element insbesondere des Badebereichs im Erdgeschoss ist der graugrüne, von Marc und Philipp Rhomberg persönlich ausgewählte, Andeer-Granit aus dem Engadin, der die regionale Verortung mit einer exotischen Note verbindet. In den Obergeschossen 2 und 3 wurden Zimmertrakte erbaut. Die direkte Verbindung von Stammhaus und Neubau wird durch das Untergeschoss hergestellt, in dem sich unter anderem eine Tiefgarage befindet. Und die ist natürlich kein Ort, in dem flüchtig die Autos abgestellt werden, sondern sie verfügt über eine eigene Aufenthaltsqualität: Der geschliffene Asphalt wurde mit Andeer-Granit-Zuschlägen versehen, die Überhöhe zusammen mit den rot gefärbten Akustikpaneelen an der Decke machen die Garage zu einer unterirdischen Visitenkarte des neuen, alten Hotels Taube, die vor allem eines kommuniziert: Eine durchgehende und liebevolle Gestaltung aller Details. Foto: © Adolf Bereuter Foto: © Adolf Bereuter Foto: © Adolf Bereuter Foto: © Adolf Bereuter 9
Einfach kompliziert Über einen möglichen Ausweg aus der unübersichtlichen Regulierung des Bauens Die Kammern der Ziviltechniker:innen haben zum Thema „Einfach Bauen” ein Positionspapier präsentiert. Im Gespräch mit architektur vorarlberg erklärt DI Carmen Schrötter-Lenzi, Vorsitzende der Sektion Architekt:innen bei der Kammer der Ziviltechniker:innen für Tirol und Vorarlberg, worum es dabei geht. „Einfach bauen” war ursprünglich der Name eines Forschungsprojektes in Bad Aibling, Bayern. Dabei wurden 2020 nach den Plänen des Architekten und Professors an der TU München Florian Nagler drei Wohnhäuser (aus Leichtbeton, Mauerwerk und in Holzhybridbauweise) nebeneinander errichtet, mit dem Ziel außerhalb geltender Normen einfache, robuste und nachhaltige Bauweisen zu erproben und wissenschaftlich zu evaluieren. Um experimentelle Bauvorhaben dieser Art künftig zu erleichtern, wurde über eine Initiative der Bayerischen Architektenkammer der Art. 64 der Bayerischen Bauordnung geändert. Dadurch werden „zur Erprobung von neuen Bau- und Wohnformen” Ausnahmen von geltenden Normen ermöglicht. Der neue Gebäudetyp, für den diese Ausnahmen gelten sollen, nennt sich „Gebäudetyp e” und das „e“ steht gleichermaßen für „einfach” und für „experimentell”. Der Architekt Florian Nagler ließ sich bei seiner Arbeit unter anderem auch vom „Haus 2226” des Vorarlberger Büros Baumschlager Eberle in Lustenau inspirieren, das bekanntlich ohne Heizung, Lüftung und Kühlung auskommt. Aktuell gibt es in Österreich eine Initiative der Kammern der Ziviltechniker:innen, die auf Bundes- und auf Länderebene eine ähnliche Entwicklung wie in Bayern in Gang bringen möchte. Für die Kammer der Ziviltechniker:innen für Tirol und Vorarlberg hat sich Carmen Schrötter-Lenzi, Sektionsvorsitzende der Architekt:innen, des Themas angenommen. Wird es auch in Österreich so etwas wie einen Gebäudetyp „e“ geben? Wir sind aktuell dabei, mit den einzelnen Bundesländern Gespräche zu führen. Das Bauwesen ist ja auf Länderebene geregelt, da ist man in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich weit. Außerdem muss von Juristen geklärt werden, ob nicht auch auf Bundesebene Haftungsfragen geregelt werden müssen, um zum Beispiel zu vermeiden, dass es in einem Schadensfall oder bei einem Eigentümerwechsel zu Problemen kommt, die man über die einzelnen Bauordnungen nicht in den Griff bekommt. Weiters geht es darum, ähnlich wie in Bayern Pilotprojekte zu initiieren. Dafür muss man Bauträger finden, die in Abstimmung mit den Behörden bereit sind, experimentelle Bauprojekte mitzutragen und einfaches Bauen auszuprobieren. In Vorarlberg zum Beispiel haben wir mit einem Bauträger ein Erstgespräch vereinbart, der Interesse an der Entwicklung zeigt. Die Auswertung des Projekts in Bad Aibling ergab, dass eine schnelle Senkung der Errichtungskosten eines Gebäudes eher nicht zu erwarten ist. Hier ist es ganz wichtig, den Lebenszyklus eines Gebäudes zu betrachten. Dass die Errichtungskosten kurzfristig im großen Stil gesenkt werden können, glaube ich auch nicht. Aber diese sind ja nur ein Teil von den Gesamtkosten, die in der gesamten Lebensspanne eines Gebäudes anfallen. Man kann bei einem Verzicht auf überbordenden Aufwand, Betriebskosten verringern und künftige Sanierungen unkomplizierter und günstiger machen. Auch bei den Abrisskosten macht es einen Unterschied, ob ich mehrere Schichten und Folien an Abdichtungsmaterial abnehmen muss, oder ob das Gebäude auch einfach rückgebaut und das Material wieder verwendet werden kann. Was das Bauen im Bestand betrifft, schätze ich ein, dass bei einer Änderung dessen, was unter „Stand der Technik” verstanden wird, Kostensenkungen möglich sind. Wie groß das Einsparungspotential ist, hängt von den konkreten Änderungen der Anforderungen ab. Um belastbare Zahlen zu bekommen, bräuchten wir Pilotprojekte, die genau analysiert werden. In welchem Bereich der Architektur kann Einfaches Bauen sinnvoll sein? Was die Nutzung betrifft, vor allem im Bereich des Wohnbaus. Weil es ja auch prinzipiell darum gehen soll, den Wohnbau zu unterstützen. Ansonsten ist ein wichtiger Anwendungsbereich des Einfachen Bauens das Bauen im Bestand. Wenn man im Sanierungsfall ein altes Gebäude an die heute herrschenden Standards nachträglich anpassen muss, bedeutet das einen großen Aufwand, der im Ergebnis dazu führt, dass viele Häuser gar nicht saniert, sondern abgerissen werden. Hier müssen wir uns die Frage stellen: Wollen wir in der heutigen Zeit so mit unserer Bausubstanz umgehen? Kannst du mir ein paar Beispiele für fragwürdige Normen in diesem Bereich nennen? Beispiel Stiegengeländer: Die müssen heute höher sein als früher, auch die Abstandsvorschriften bei Staketengeländern haben sich laufend verändert. Und man muss oft wunderschöne gusseiserne Geländer entfernen, weil sie nach heutigen Sicherheitsvorschriften als nicht ausreichend hoch gelten, obwohl über Jahre hinweg Interview Foto: © Schels & Lanz 10
keinerlei Unfälle an diesen Stellen verzeichnet wurden. Das gleiche gilt für Parapethöhen bei Fenstern, die plötzlich nicht mehr ausreichen. Oder ein anderer Punkt: die Barrierefreiheit im geförderten Wohnbau. Würde es nicht reichen, wenn eine gewisse Anzahl von Einheiten barrierefrei gebaut wird anstatt wirklich alle? Was wären verzichtbare Normen bei einem Neubau? Die OIB-Normen (Anm.: Normen des Österreichischen Instituts für Bautechnik), die Standsicherheit-, Brandschutz-, Gesundsheitsschutz und Naturschutzregeln. Aber darüber hinaus gibt es sehr viele Normen für die Gewerke, die im Einzelnen oft fragwürdig sind. Die Dichtungsnorm (Anm.: ÖNORM B 3692) zum Beispiel. Betrachten wir die doppelte Dichtung des Badezimmers: Mir ist lieber, wenn es bei einer undichten Stelle unterhalb tropft, als drei Räume weiter im Wohnzimmer, weil das Wasser nirgends hin kann. Oder ein anderer Klassiker ist die Entwässerungsrinne bei Terrassentüren (Anm.: ÖNORM B 3691), die man einbauen muss, auch wenn da – z.B. wegen einer Auskragung – nie Wasser hinkommen kann. Und beim Gebäudetyp „e“ wäre man nicht gezwungen alle Normen zu erfüllen? Es ist sicher nicht das Ziel, dass jeder Häuslebauer mit seiner Eigenplanung kommt und wesentliche Bestandteile eines Entwurfs einfach weglassen will. Aber es soll möglich sein, dass der Architekt, der die Verantwortung für ein Bauvorhaben hat, sich zusammen mit dem Bauherren bewusst im Rahmen der OIB-Normen für eine einfache Bauweise entscheidet. Aktuell kann man auch zivilrechtlich entsprechende Vereinbarungen mit einem Bauherren treffen und was die doppelte Dichtung im Badezimmer betrifft, machen das auch viele. Allerdings ist der Aufwand in solchen Fällen natürlich größer, beispielsweise sind Abstimmungen mit der Versicherung und andere organisatorische Schritte notwendig. Welche Rolle spielt die Haustechnik beim Einfachen Bauen? Hier sehe ich ein deutliches Potential für Einsparungen bereits in der Gebäudeerrichtung. Es ist wenig sinnvoll, ein Gebäude vollständig abzudichten und eine komplexe Lüftungsanlage zu installieren, wenn anschließend trotzdem regelmäßig über die Fenster gelüftet wird – einfach weil es der Gewohnheit entspricht. Auch bei dem Thema Beleuchtung darf man pragmatisch bleiben. Es spricht nichts dagegen, das Licht ganz klassisch mit dem Schalter einzuschalten, anstatt dafür das Handy zu benutzen. Was kann Einfach Bauen gestalterisch bedeuten? Es gibt den Architekten sicher mehr Spielraum. Wenn man sich die Häuser in Bad Aibling anschaut, fallen die gewählten Rundbögen bei den Fenstern der Häuser auf. Sie wurden in Mauerwerk oder Leichtbeton errichtet, weil sich Rundbögen mit diesen Materialien besonders gut herstellen lassen. Auch früher wurde so gearbeitet. Einfach Bauen heißt materialgerechtes Bauen: Aus dem gewählten Material entsteht die Form. Das Gespräch führte Peter Oberdorfer Link: Das Positionspapier der Kammern der Ziviltechniker:innen: https://www.arching.at/fileadmin/user_upload/BK_Einfach_ Bauen_PP_V2.pdf Bebilderung: Das Gartenhaus von Florian Nagler Es handelt sich dabei um ein Wohn- und Bürogebäude, das der Architekt für sich selbst im Münchner Stadtteil Pasing errichtet hat. Hier verzichtete er komplett auf Zement, Beton und Gipskarton. Anstatt eines Betonfundaments gibt es drei Meter lange Schraubfundamente aus verzinktem Stahl. Darauf sitzt ein Rost aus Massivholz. Das 2023 realisierte Projekt erprobt das Konzept des Einfachen Bauens im Bereich gemischter Nutzung und im Kontext städtischer Nachverdichtung. Interview Foto: © Thomas Steinlechner Foto: © Schels & Lanz 11
Projekte Zahlen – Daten – Fakten Neubau Einfamilienhaus, Lech am Arlberg Bauherr: Werner Grissemann Planung: Holzbau Feuerstein und Werner Grissemann Generalunternehmer: Holzbau Feuerstein Baubeginn: April 2024 Fertigstellung: November 2024 Kompakt und flexibel Ein Projekt von Holzbau Feuerstein Das Einfamilienhaus entstand nach den Plänen Holzbau Feuerstein und Werner Grissemann im Ortsteil Omesberg in der Gemeinde Lech. Das Gebäude verbindet eine kompakte Form, die sich in die ländliche Umgebung einfügt, mit einer Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten für eine Familie. Das bebaute Grundstück liegt freistehend inmitten von Grünflächen in einer privilegierten Lage und wird durch eine eigens errichtete Privatzufahrt von Süden erschlossen. Der Bauplatz ist flach, sodass das Untergeschoss zur Gänze im Erdreich eingebettet ist. Dort befinden sich neben einer Einliegerwohnung mit diversen Nutzungsmöglichkeiten (Gästezimmer etc.) ein Fitness- und Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Sanitärräumen. Die Kellerräume werden durch westlich und nördlich angelegte Lichtschächte natürlich belichtet. Im Erdgeschoss befinden sich der ausgedehnte Wohnbereich, die Küche und das große Elternschlafzimmer mit Ankleide und Bad, weiters wurde ein Büroraum vorgesehen. Vom Wohnzimmer mit Esstisch und Loungebereich kann man über ein großflächiges Glasschiebeelement in den ebenerdigen Garten austreten. Im Obergeschoss sind die drei Kinderzimmer angelegt. Dieses Geschoss wurde – mit einem weiteren Wohnzimmer – so konzipiert, dass es bei Bedarf als eigenständige Einheit vom Erdgeschoss getrennt werden kann. Unter- und Erdgeschoss wurden in Massivbauweise, Ober- und Dachgeschoss hingegen in Holzbauweise errichtet. Der Unterschied ist an der Fassade ablesbar: das EG wurde weiß verputzt, OG und DG sind mit einer Holzfassade (Lärche gehackt und gebürstet) versehen. Die Eckverbindungen wurden traditionell als Tiroler Schrot hergestellt. Der Balkon, der sich südlich und westlich um das Obergeschoss legt, ist mit PV-Paneelen bestückt. Das westliche Giebelfeld wurde verglast und mit vertikalen Lamellen überblendet. Holzbau Feuerstein hat bei dem Projekt die Planung (zusammen mit dem Bauherren Werner Grissemann) und die Zimmererarbeiten ausgeführt und war außerdem Generalunternehmer. Foto: © Christoph Moosbrugger Foto: © Christoph Moosbrugger 12
XXXXX XXXXXXXXXXX Zahlen – Daten – Fakten Bauherr: XXXXX Planung/Bauleitung: XXXXX Bauzeit: XXXXX Projekte Weltläufige Eleganz mit regionalem Touch Das Hotel Sonne im Bregenzerwald erhielt ein neues Interior Design Zahlen – Daten – Fakten Renovierung Hotel Sonne, Mellau Bauherr: privat Architektur: Wohnfloor Vertriebs Ges.m.b.H. Baubeginn: März 2024 Fertigstellung: Mai 2024 In Mellau empfängt das renommierte 4-Sterne-Superior-Hotel Sonne das ganze Jahr über seine Gäste. In den Monaten März bis Mai 2024 erfolgte eine umfassende Sanierung. Dabei fungierte Wohnfloor von der Planung über die Bauleitung bis zur Umsetzung im Innenbereich quasi als Generalunternehmer. Im gesamten Erdgeschoss wurde das Raumprogramm überdacht und angepasst – eine neue Hotelbar mit angrenzender Rezeption bildet nun das Zentrum dieser Ebene. Als besonderes Element im Eingangsbereich bringt der integrierte Baum ein Stück Natur des Bregenzerwaldes ins Haus. Ein kleines Museum im Nebeneingang mit seinen Trachten und Juppen vermittelt dem Gast die Traditionen der Talschaft. Die alten Besprechungs- und Veranstaltungsräume wurden umgebaut zu einer Fitnesslandschaft mit Ruheräumen. Zusätzlich erhielt das Haus einen neuen Außenpool. Im Wellnessbereich entstand ein luxuriöser Private-SPA Bereich, außerdem wurden sechs Zimmer zu drei Suiten umfunktioniert. Die restlichen Wohnräume erhielten ein Facelifting. Auch der Außenbereich erfuhr eine umfassende Neugestaltung: Die Zufahrt wurde in einen überdachten Kreisverkehr umgewandelt. Dabei errichtete man Carports, E-Tankstellen und einen Fahrradraum für die Gäste. Generell wurde bei der Sanierung großer Wert auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien gelegt. Um den Verbrauch zu optimieren, erhielt das Hotel ein intelligentes Energiemanagement-System. Außerdem wurde in allen Bereichen eine ressourcenschonende LED-Beleuchtung installiert. Beim Bau achtete man besonders auf schadstoffarme und umweltfreundliche Produkte. So wurden vielfach recycelte, recycelbare oder biologisch abbaubare Baustoffe – wie etwa Holz, Stein oder Baumwolle – eingesetzt. Um die Luftqualität zu verbessern und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, integrierte man zahlreiche Pflanzen ins Ambiente. Die Auswahl der Möbel erfolgte primär unter ästhetischen Gesichtspunkten, aber auch Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Regionalität waren wichtige Kriterien. Zusätzlich verleihen lokal hergestellte Dekorationsgegenstände dem Haus ein besonderes Flair, das vom konkreten Ort und seiner Kultur inspiriert wird. Foto: © Multimediafabrik Foto: © Multimediafabrik
Im urbanen Grünraum Eine attraktive Wohnanlage entsteht derzeit im Norden von Hohenems Zahlen – Daten – Fakten Wohnanlage Gutenbergstraße, Hohenems Bauherr: Bischof Zündel Projektbau Wohnbau Architektur: Bischof Zündel Architektur Baumeister Baubeginn: 2026 Fertigstellung: 2027 Das dreigeschossige Gebäude enthält insgesamt 13 Wohnungen. Der Baukörper ist nicht unterkellert und die überdachten Stellplätze sind in das teilweise offene Erdgeschoss integriert. Weiters befinden sich im westlichen Teil des Erdgeschosses die einzelnen Abstellräume der Wohnungen. Nördlich wird der Eingang mit der zentralen vertikalen Erschließung angelegt sowie ein geräumiger Fahrradraum und östlich entstehen zwei Wohneinheiten mit Eigengärten. Die beiden Obergeschosse dienen ausschließlich zu Wohnzwecken. Die Einheiten werden jeweils über einen zentralen Gang erschlossen, bei den Wohnungen handelt es sich vorwiegend um Zwei- und Drei- Zimmer-Wohnungen mit praktischen Grundrissen, die sich an ein breites Publikum richten: Singles, kleine Familien oder Senioren. Im zweiten Obergeschoss entsteht eine große 4-Zimmer-Wohnung mit südlich und westlich umlaufender Terrassenfläche. Die Freiflächen der kleineren Einheiten sind zumeist an den Gebäudeecken positioniert und werden in den Baukörper eingeschnitten. Errichtet wird das Projekt in Holzhybridbauweise. Die Außenwände im Erdgeschoss sowie Wohnungstrennwände und Geschossdecken sind in Massivbauweise, die Außenwände im ersten und zweiten Obergeschoss hingegen als Holzständerwände geplant. Die Fassaden in den Obergeschossen werden mit einer vertikalen Wechselfalzschalung in Fichte Natur versehen. Im Bereich des Erdgeschosses verwendet man Sichtbeton. Die Wohnanlage Gutenbergstraße in Hohenems wurde vom Architekturbüro Bischof & Zündel geplant und wird über den hauseigenen Bauträger errichtet. Die Liegenschaft befindet sich im Norden von Hohenems, am grünen Rand des Siedlungsgebietes und zugleich in einer verkehrsgünstigen Lage: Die Autobahnabfahrt und die Bundesstraße Richtung Schweiz sind leicht erreichbar. Im Süden befindet sich die Stadt mit ihrem breiten infrastrukturellen Angebot. Projekte Visualisierung: © Hof 437 Visualisierung: © Hof 437 Visualisierung: © Hof 437 14
Zahlen – Daten – Fakten Haus im Obstgarten, Bürs Bauherr: privat Architektur: Msc. ETH Arch. Gregor Benz Holzbau: Zimmerei Heiseler Projekte Abstand und Einbindung Ein Projekt des Architekten Gregor Benz Das Haus im Obstgarten fügt sich behutsam in die heterogene Bebauung der ländlichen Umgebung in Bürs ein. Die offene Gestaltung der Wohnräume im Erdgeschoss verwebt es mit dem Außenraum. Das Obergeschoss folgt dem Prinzip der Raumkammern, welche an der Nord- und Südfassade angeordnet und durch die zweigeschossige Erschließungszone verbunden sind. Die anspruchsvollen Holzbauarbeiten erledigte die Zimmerei Heiseler aus Sonntag. Das Haus knüpft nicht zuletzt mit seiner Rundschindelfassade an die historischen Gebäude im Dorfzentrum von Bürs an. Dennoch interpretiert es Holzbauweise neu und dies in einer unaufdringlich zeitgenössischen Weise. Eine Besonderheit des Projektes ist, dass es wörtlich frei auf der grünen Wiese steht und dies durch einen Verzicht auf Einfriedungen auch unterstrichen wird. Dezent in die Fassadenstruktur integrierte Verglasungen schaffen starke Sichtbeziehungen zum Außenraum (Natur und Ort), während im Innenraum auch abgeschottete Bereiche entstehen. Das Gebäude ist als reiner Holzkörper konzipiert. Der Holzrahmenbau wurde innen und außen mit Holz verkleidet. Die Außenhülle ist in Fichtenholz gefertigt und horizontal gegliedert. Das Erdgeschoss belebt ein Rhythmus aus vertikalen Holzlamellen, in welchen alle Gebäudeöffnungen integriert sind, Ober- und Dachgeschoss wurden mit einer edlen Rundschindelfassade versehen. Alle Innenoberflächen und Möbel sind aus heimischer Weißtanne gefertigt. Das Projekt wurde mit dem Vorarlberger Holzbaupreis 2025 (Kategorie Einfamilienhäuser) ausgezeichnet. Foto: © Bernhard Rogen Foto: © Bernhard Rogen Foto: © Bernhard Rogen 15
Innovation/Promotion Problemlos laden in Wohnanlagen Neue Wohnanlagen „e-mobility-ready” zu machen, gehört heute in der Baubranche zum Standard, aber erst seit kurzem: denn noch vor wenigen Jahren überließ man die Elektromobilisten eher ihrem Schicksal und ihrer Eigeninitiative, wenn sie zuhause laden wollen. Doch Versäumtes kann man auch nachholen. Die illwerke vkw bietet heute mit ihrer E-Mobilitätsmarke vlotte ein ausgeklügeltes Lösungspaket für Wohnanlagen an und ermöglicht ein günstiges und unkompliziertes Nachrüsten. Die Ausgangslage ist denkbar kompliziert – wie so oft, wenn neue Technologien und alte Strukturen zusammentreffen. Wer in einer bestehenden Wohnanlage eine Ladestation errichtet, braucht die mehrheitliche Zustimmung der Parteien der Miteigentumsgemeinschaft – wenn die Netzsituation es überhaupt zulässt. Denn es kann vorkommen, dass die Genehmigung zwar erteilt wird, aber bereits Ladestationen für andere Parteien errichtet wurden oder es einen Bedarf von anderen Miteigentümern gibt. Dann kann es vorkommen, dass der Anschluss für die zusätzlichen Lademöglichkeiten nicht ausreicht. Das sorgt nicht nur für Frust beim Einzelnen, sondern auch für Unfrieden in der Hausgemeinschaft. Die Lösung des Problems besteht darin, dass nicht der Einzelne auf eigene Kosten den Anschluss herstellen lässt, sondern dass die Miteigentumsgemeinschaft als Ganzes tätig wird. Ein Beschluss, eine Wohnanlage nachzurüsten, kann mit einfacher Mehrheit erfolgen. Wenn man sich dazu durchringt – was immer häufiger vorkommt – kann man vkw vlotte damit beauftragen die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um das Laden für jeden Bewohner zu ermöglichen. Neben einer Leitungsverstärkung wird ein Verteilerschrank installiert sowie Kabeltrassen zu den einzelnen Stellplätzen verlegt. Somit kann gewährleistet werden, dass zu jedem Stellplatz einfach und unkompliziert eine Leitung verlegt wird und eine Ladestation angeschlossen werden kann. Bei der Elektroinstallation der Ladestationen hakt es noch einmal, theoretisch zumindest: denn Tiefgaragen können groß sein, und je nachdem wo der Anschluss errichtet wird, kann die Entfernung zum einzelnen Stellplatz unterschiedlich groß und damit die Ladestation unterschiedlich teuer werden. Auch dieses Problem wird durch das Gesamtpaket von vkw vlotte vorsorglich umgangen: indem jeder Elektromobilist dieselben Kosten für die Installation zahlt, unabhängig davon, wo er steht. Bei der gesamten Umsetzung wird darauf geachtet, dass alle Bewohner gleichgestellt sind. Über einen zusätzlich eingebauten Stromzähler, der mit regionalem Ökostrom gespeist wird, können die Elektroautos zudem nachhaltig betrieben werden. Alle Infos zu den Ladelösungen unter vlotte.at Foto: © illwerke vkw, Frederick Sams Foto: © illwerke vkw, Frederick Sams
Walter Bösch GmbH & Co KG | 6890 Lustenau | Industrie Nord | www.boesch.at Kundenspezifische Heizungs-, Klima- & Lüftungslösungen WÄRMEPUMPE – HOLZKESSEL – GASHEIZUNG – SOLAR MSR – LÜFTUNG – KÄLTE Mit dem besten Kundendienst der Branche Die Energiewende mitgestalten Innovation/Promotion
stromport.slash - Für jedes Rad Ein minimalistischer Fahrradhalter aus Aluminium mit patentiertem Bürstensystem, das Reifen jeder Breite sicher hält – ohne Kontakt zu Rahmen oder Felge. Die Fixierung erfolgt direkt über das Vorderrad – rahmenschonend, stabil und intuitiv. • Komfort ohne Kompromisse: Direktes Einfahren, kein Heben, gerader Stand • Optional mit Ladebox: Witterungsgeschützt, abschließbar, integrierte Kabelführung. • Flexibel montierbar: Für Beton, Pflaster oder temporäre Aufstellung. • Architektonisch unaufdringlich: Klare Geometrie, hochwertige Materialien. • Ein Slash – ein Fahrrad: Klare Struktur, kein Aneinanderlehnen, kein Chaos. stromport.seven - Das modulare Gesamtsystem Der stromport.seven ist die Komplettlösung für Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen: Ein System mit Platz für bis zu sieben Fahrräder, das sich modular erweitern lässt – inklusive optionaler Ladestationen, Beleuchtung, Überdachung mit PV-Modulen und Dachbegrünung. • Einfache Installation auf bestehendem Untergrund. • Gesamtpaket Variante: mit vorgefertigter Fundamentplatte. Fahrradparken neu gedacht Stromport gestaltet den Raum Mit optionaler Ladebox. stromport.seven - Das modulare Gesamtsystem stromport.slash - Für jedes Rad KONTAKT Elias Sinnstein Projektleitung Stromport +43 664 504 55 88 elias.sinnstein@stromport.com Mittelberger GmbH Lastenstraße 37 6840 Götzis www.stromport.com Stromport ist eine Marke der Mittelberger GmbH aus Götzis, entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen Elektrotechnik und Architektur. Stromport entwickelt modulare Abstellsysteme für Fahrräder und E-Bikes, die sich funktional und gestalterisch in urbane Räume integrieren lassen. Der Fokus liegt auf klarer Formensprache, Alltagstauglichkeit und intelligenten Ladefunktionen. Innovation/Promotion
19 Innovation/Promotion www.otis.com Weltweit größter Aufzugshersteller Innovation ist in unserer DNA Otis_Inserat_Architekturjournal_101.indd 3 16/10/2024 08:12:58 In den Medien wird derzeit intensiv über die zukünftige Heizungsversorgung diskutiert. Angesichts steigender Energiepreise und des Klimawandels suchen viele nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas. Aber welche Heizung ist die beste Wahl für die Zukunft? Eine vielversprechende Option sind Wärmepumpen, die Energie aus der Umwelt gewinnen und dadurch sehr effizient arbeiten. Besonders interessant sind hier Luft-Wasser-Wärmepumpen, die die Energie aus der Umgebungsluft entziehen und damit auch in kalten Regionen funktionieren. Außerdem können Wärmepumpen auch im Sommer als Klimaanlage genutzt werden. Eine weitere Option sind Holzpellet-Heizungen, die aus nachwachsenden Rohstoffen gespeist werden und damit CO2-neutral sind. Auch hier sind moderne Systeme sehr effizient und bieten einen hohen Komfort. Zudem ist die lokale Verfügbarkeit von Holzpellets gut, was die Transportkosten niedrig hält. Eine dritte Möglichkeit sind Solarthermie-Anlagen, die die Energie der Sonne nutzen, um Wasser zu erwärmen. Diese kann dann zur Raumheizung und zur Warmwasserbereitung genutzt werden. Allerdings ist die Ausbeute an sonnenreichen Tagen höher als an bewölkten Tagen und in den Wintermonaten. Es gibt auch hybride Heizsysteme, die verschiedene Technologien kombinieren. Eine Möglichkeit ist die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage, um Strom und Wärme zu erzeugen. Eine andere Möglichkeit ist die Kombination einer Solarthermie-Anlage mit einer Holzpellet-Heizung. Es ist wichtig, bei der Wahl der Heizung auch auf die Gesamtkosten zu achten, die neben den Anschaffungskosten auch die Betriebs- und Wartungskosten sowie die Entsorgungskosten einschließen. Zudem sollten auch die örtlichen Gegebenheiten wie die Verfügbarkeit von Brennstoffen und die rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Insgesamt gibt es also verschiedene Optionen für die zukünftige Heizungsversorgung. Eine Wärmepumpe oder Holzpellet-Heizung können dabei besonders nachhaltig sein, während Solarthermie- Anlagen und hybride Systeme weitere Möglichkeiten bieten. Die Wahl der Heizung sollte jedoch immer individuell abgewogen werden und sich an den lokalen Gegebenheiten orientieren. Welche Heizung für die Zukunft? Foto: vchalup/AdobeStock Wissenswertes
Schröcker Planungsbüro GmbH Vom Konglomerat zum Ensemble Auf dem Golm wird nach den Plänen von Baumschlager Hutter ein neues Multifunktionsgebäude errichtet Die Bergstation Grüneck, von Leopold Kaufmann geplant und 1995 errichtet, erfuhr als Endpunkt der Golmerbahn über die Jahre immer wieder Adaptionen und Erweiterungen. Das resultierende Gebäudekonglomerat entsprach zuletzt nicht mehr den Anforderungen, sodass sich der Bauherr, die illwerke vkw , für die Durchführung eines Architekturwettbewerbes mit internationaler Beteiligung entschied. Ziel war eine grundsätzliche Neuorganisation der Anlage. Visualisierung: © The imagery 20
Schröcker Planungsbüro GmbH Das Dornbirner Architekturbüro Baumschlager Hutter Partners konnte die Jury mit dem Vorschlag überzeugen, die Nebengebäude abzureißen, das alte Stationsgebäude freizustellen und mit einem eigenständigen Neubau zu ergänzen. Das Neubauvolumen nimmt die Richtung des Stationsgebäudes auf und erstreckt sich abgesetzt in nordwestlicher Richtung. Durch die Setzung entsteht ein großzügiger Vorplatz, über den das neue multifunktionale Gebäude erschlossen wird. Der Restaurantbereich ist auf den beiden obersten Geschossen angesiedelt. Die an- und absteigende Dachform schafft eine Silhouette, die sich schonend in das naturräumliche Umfeld integriert. Das Raumprogramm verteilt sich auf fünf Ebenen, von denen zwei für interne betriebliche Funktionen reserviert sind. Im ersten Untergeschoss sind die Pistenbully-Garage und der Werkstattbereich angesiedelt. Im Erdgeschoss, das dem Ausstiegsniveau der Bahn entspricht, erfolgt die Anbindung an den Platzbereich, außerdem entstanden dort diverse Funktions- und Lagerräume. Im Obergeschoss 1 verteilen sich die Verkehrsströme der ankommenden Besucher: Skifahrer und Wanderer haben direkten Anschluss an Piste und Wanderwege. Die öffentlichen Bereiche für Shop, Skischule und Skidepot sind südseitig organisiert. Eine offene Treppe mit Aufzug führt die Besucher in das À-la-carte-Restaurant im ersten Obergeschoss. In Obergeschoss 2 sind Kinderrestaurant und Selforder-Restaurant so um die Küche angeordnet, dass räumlich differenzierte Bereiche mit unterschiedlichen Ausblicken und Landschaftsbezügen entstehen. Die dem Restaurant vorgelagerte, teilweise gedeckte Terrasse ermöglicht eine Nutzung auch bei Schlechtwetter. Durch die exponierte Lage profitiert diese Etage von der Aussicht und der entsprechenden innenräumlichen Qualität. Das Obergeschoss 3 ist der Haustechnik vorbehalten. Das Erdgeschoss und das Untergeschoss sowie die erdberührenden Bauteile des ersten ObergeVisualisierung: © The imagery Zahlen – Daten – Fakten Neubau Bergrestaurant Grüneck am Golm, Schruns Bauherr: illwerke vkw AG Architektur: Baumschlager Hutter Partners Bauleitung: Planungsbüro Schröcker GmbH Baubeginn: 2024 Fertigstellung: 2025 21
Schröcker Planungsbüro GmbH schosses wurden in Stahlbeton errichtet, nicht tragende Innenwände in Leichtbauweise. Obergeschoss 2 und 3 hingegen sind weitgehend in Holzbauweise ausgeführt. Die Materialisierung in Holz ist auch im Innenraum erlebbar und verleiht den Gasträumen eine heimelige Atmosphäre. Außerdem heben sich die Gastronomiebereiche auf einem massiven Sockel von der Topographie ab. Die konstruktiven Elemente – wie Stützen und Tragkonstruktion – werden zur Fassade, sie prägen den Neubau und erweisen zugleich der Stahl-Glas-Konstruktion des Bergstationsgebäudes von Leopold Kaufmann durch formale Bezüge respektvoll Reverenz. Visualisierung: © Hof 437 Netzwerk für Raum und Form Projekt-Partner Blitzschutztechnik Krottenhammer, Lauterach COOLMÄRK GmbH, Rankweil Dobler Holzbau GmbH, Röthis Ender Klimatechnik GmbH, Altach Fliesenpool GmbH, Götzis Fritz Holzbau GmbH, Bartholomäberg Hörmann Austria GmbH, Mondsee Ingenieurbüro Brugger GmbH, Thüringen KSW Elektro- u. Industrieanlagenbau GmbH, Feldkirch KuB Fassadentechnik | Ingenieurbüro, Schwarzach Kunstschmiede FIGER, Bezau Markus Stolz GmbH & Co. KG, Bludenz Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH Field Operation West, Dornbirn 22 ARGE BERGRESTAURANT GRÜNECK Zimmermannsarbeiten WIR BEDANKEN UNS FÜR DIE GUTE ZUSAMMENARBEIT www.dobler-gruppe.at | www.fritz-holzbau.at
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Zahlen – Daten – Fakten Renovierung Panoramahaus Dornbirn Bauherr: Panoramahaus Hotel- und Gesundheitszentrum Betriebs GmbH & Co KG Generalunternehmer: Tenbrink HotelPlan GmbH Interior Design: May Architectural Design Baubeginn: 2020 Fertigstellung: 2025 Auffrischung eines Hochpunktes Ein Projekt von Tenbrink HotelPlan GmbH Das Panoramahaus Dornbirn, nach den Plänen von Bernhard Bügelmayer erbaut, ist mit 49 Meter Höhe das höchste gewerblich genutzte Gebäude in Vorarlberg. Das Hotel hat sich in den letzten Jahren erfolgreich weiterentwickelt und gut für die Zukunft aufgestellt – dank einer umfangreichen Renovierung, die durch Tenbrink HotelPlan GmbH in mehreren Phasen und während des laufenden Betriebs durchgeführt wurde. Foto: © Tobias Trapp Photography Tenbrink HotelPlan GmbH Foto: © Tobias Trapp Photography 24
Tenbrink HotelPlan GmbH Projekt-Partner A. Blank GmbH & Co. KG, Lustenau gbd ZT GmbH Ingenieurkonsulenten für Bauwesen, Dornbirn Markus Stolz GmbH & Co. KG, Bludenz OK Glas GmbH, Dornbirn Strele Installationen GmbH, Dornbirn ZARGEN-BÖSCH GesmbH & Co. KG, Schwarzach Zu den Highlights gehören der Umbau des öffentlichen Bereichs, der den ersten Eindruck des Hotels perfekt abrundet. Auch das Frühstücksrestaurant und die Terrasse im elften Obergeschoss mit atemberaubendem Blick auf den Bodensee und die Alpen bieten den Gästen ein unvergessliches Erlebnis. Wichtig waren weiters die Anpassung der Haustechnik und der technischen Gebäudeausrüstung, bei der die Kälteanlage erfolgreich ausgetauscht und innovative, nachhaltige Lösungen umgesetzt wurden. Um die Technik in luftiger Höhe zu installieren, war sogar ein Helikoptereinsatz nötig; eine Herausforderung, die mit Bravour gemeistert wurde. Zu guter Letzt wurden auch die Zimmer, Bäder und Flure erfolgreich renoviert. Das Ergebnis spricht für sich: ein Hotel, das sowohl durch Design als auch durch Technik überzeugt und den Aufenthalt für die Gäste noch komfortabler macht. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit May Architectural Design aus Köln realisiert, die für das Projekt mit dem ICONIC AWARDS 2022 für „Innovative Architecture“ und „Innovative Materials“ gleich doppelt ausgezeichnet wurden. Foto: © Tobias Trapp Photography 25 Wärmstens zu empfehlen. HEIZUNG BAD KLIMA SOLAR SANIERUNG SERVICE Strele Installationen GmbH Riedweg 10 AT-6850 Dornbirn Telefon +43 5572 25060 office@strele.at www.strele.at
Zahlen – Daten – Fakten Umbau Hotel Adler, Au Bauherr: Familie Simma Architektur: hoi°architektur | alpine design & lifestyle Baujahr: 2025 hoi°architektur | alpine design & lifestyle Anders geschindelt Ein Projekt von hoi°architektur | alpine design & lifestyle In der Vergangenheit führte die Reiseroute von der Bodenseeregion zum Arlberg über Au und dementsprechend lange ist die Tradition mancher Gastwirtschaften im Ort. Das Gasthaus Adler ist eines der ältesten und wird seit mehreren Jahrhunderten von der Familie Simma betrieben. Die Erweiterung der Gaststätte zum 4-Sterne-Hotel erfolgte Ende des 20. Jahrhunderts. 2019 wurde das Hotel erweitert und modernisiert und zuletzt nach den Plänen des Südtiroler Planungsbüros hoi°architektur | alpine design & lifestyle bekamen die zwölf Zimmer an der Ostfassade ein Refresh, im Untergeschoss wurde ein 400 Quadratemeter großer Spielebereich (die Heldenhüpferei) hinzugefügt, der Family Wellnessbereich erweitert und auch das Restaurant nicht nur auf Vordermann gebracht, sondern um einen vorgelagerten und gestalterisch hochwertigen Loungebereich erweitert. Foto: © nussbaumerphotography Foto: © nussbaumerphotography 26
hoi°architektur | alpine design & lifestyle Projekt-Partner 3P Geotechnik West ZT GmbH, Bregenz BSK – Bausicherheitskoordinations GmbH Wolfgang Günter, Dornbirn Dietrich Luft + Klima GmbH, Lauterach Fliesenpool GmbH, Götzis Ing. Kurzemann Trockenbau GmbH, Dornbirn Ingenieurbüro Brugger GmbH, Thüringen Ingenieurbüro Landa GmbH, Dornbirn Installationen Beer GmbH, Au Kaspar Greber Holz- und Wohnbau GmbH, Bezau OK Glas GmbH, Dornbirn PROJEKT_PLAN & Partner Wolfgang Elmenreich GmbH, Au Toptischler Madlener GmbH, Au Troy GmbH Raumausstattung, Bezau Wäldar Bodenleger GmbH, Schwarzenberg Seit Sommer dieses Jahres erstrahlt der Restaurantbereich im Hotel Adler in neuem Glanz. Mit dem Umbau wurde nicht nur mehr Platz geschaffen – auch Ruhe und Entspannung rücken stärker in den Mittelpunkt des kulinarischen Erlebnisses. Bei der Gestaltung wurde ein weiteres Mal erfolgreich der Versuch unternommen, modernes Design mit traditionellen Elementen originell zu verbinden und atmosphärisch angenehme Rahmenbedingungen für eine besondere Gastwirtschaft geschaffen. Ein gestalterisches Highlight ist die neue Deckeninstallation im Restaurant: das in Holz eingefräste, schwarze, florale Muster zieht sich elegant durch den Raum und bildet ein wiederkehrendes Element im gesamten Hotel. Dazwischen sind leicht nach unten gewölbt Schindelelemente im 90-Grad-Winkel versetzt in ein präzises Raster eingefügt. Die Anlehnung an die traditionelle Schindelfassade des historischen Haupthauses überträgt deren Charakter in eine moderne, dreidimensionale Formensprache. Großzügige Fensterfronten sorgen für ein lichtdurchflutetes Ambiente, das den Raum offen und einladend wirken lässt. Materialien und Gestaltungselemente greifen regionale Bau- und Handwerkstraditionen auf und interpretieren diese zeitgemäß in einer harmonischen Verbindung von Kultur, Natur und Design. Für besondere Akzente sorgen auch die textilen Elemente: die Bestuhlung ist mit bordeauxrotem bzw. graugrünem Stoff bezogen. Der Teppichfliesen greifen die geometrische Musterung der Decke auf und verleihen damit dem gesamten Raum eine besondere Tiefe. Foto: © nussbaumerphotography 27 Projektplanung Projektleitung Kostenmanagement Bauleitung Baukoordination Baumeister Wolfgang Elmenreich GmbH Argenzipfel 379 · A-6883 Au T 0043 5515 2357 0 · F 0043 5515 235711 office@elmenreich.at · www.elmenreich.at Wir danken für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen viel Erfolg.
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