architektur südtirol 2021/22

12.80 1 bauen + handwerk südtirol 2021/22

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3 Die Zeiten bleiben leider turbulent und das ist gleichmäßigem Arbeiten nicht unbedingt zuträglich. Seit Jahrzehnten in dieser Heftigkeit nicht mehr erlebte Preissteigerungen und Lieferengpässe haben so manche langfristige Planung über den Haufen geworfen und die in der Corona-Krise plötzlich forcierte Kunst der Improvisation zum dauerhaften Erfordernis gemacht. Und dabei ist noch gar nicht absehbar, welche mittelfristigen Auswirkungen die Preissteigerungen auf die Nachfrageseite des Immobilienmarktes haben werden. Auch die unmittelbar bevorstehende Zinswende dürfte die künftige Finanzierbarkeit von Bauprojekten nicht begünstigen. Getreu dem arabischen Sprichwort: „Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter” wurde freilich auch unter den schwierigen und enervierenden Bedingungen des letzten Jahres munter weiter gebaut, sodass sich wieder ein reichhaltiger Rückblick zusammenstellen ließ: mit großen Einfallsreichtum wurde im Einfamilienhausbau auf wechselhafte topographische Umstände reagiert: Andreas Gruber errichtete einen Wohn-Stein in Vals, Valtingojer Architekten das elegante Doppelhaus in Meran/ Gratsch. Peter Pichler schmückte einen Weinberg mit der Villa Kastelaz Hof, RP Architects und Bernhard Kieser bewältigten schwierige Hanglagen mit anschmiegsamen Baukörpern, während Comfort Architekten das Wohnhaus Aster aus einem gleichmäßigen und in sich geschlossenen Linienfluss entwickelten. Eine nostalgische Hommage an die Sommerfrische formulierten Piller Scartezzini mit ihrem Doppelhaus auf dem Ritten Editorial Peter Oberdorfer ■ Die Hunde bellen Foto © Birgit Koell Fotografie Foto: Marcel Walch Erfreulich innovative Impulse zeigen sich im hierzulande wenig von falschverstandenem „Alpinstil” angekränkelten Hotelbau: so etwa in der Erweiterung und Erneuerung der Villa Mayr in Vahrn von bergmeisterwolf oder dem neu errichteten Olangerhof von bergundtal, der Mountain Lodge Margit von Asaggio oder der beeindruckenden Fassadenarchitektur, mit der das Planstudio Pederiva das Hotel Weinegg verschönerte. Auch bei noa* setzt sich der erstaunlich gleichmäßige Ausstoß ungewöhnlicher Architektur fort: so etwa mit dem Klosterrefugium “Monastero” im Trentino oder dem rätselhaften „Aeon” in Oberbozen. Eine heuer vielleicht besonders stark vertretene Sparte ist der Gewerbebau: Werner Pirchers zeitgenössische Hofstelle in Latsch sticht genauso hervor wie die kongeniale Verwandlung eines Werkes von Othmar Barth in den neuen Brandnamic-Campus oberhalb von Brixen durch G22 projects. Das Berliner Büro Partner & Partner Architekten gab ein Gastspiel in Vahrn (Headquarter Kostner Group), die Bürogemeinschaft Planwerk baute komfortabel für sich selbst (in Gasteig) auch monovolume investierte seine Kreativität in eine neue Plan-Werkstatt (die raffiniert aus einem alten Schwimmbad geformt wurde), für die Progress Gruppe plante DEAR Studio ein neues Headquarter und Dejaco & Partner beeindrucken mit dem neuen Sitz von Micros Automation GmbH in Gais. Und zu guter letzt beweisen spannende Projekte im öffentlichen Segment, dass moderne Architektur in Südtirol in allen Teilen des Landes angekommen und angenommen ist: Martin Stauder schob seine Fraktionshalle unscheinbar in einen Schuttkegel im Ahrntal, Roland Baldi brachte mit dem “Mobilitätszentrum Klobenstein” urbanes Feeling auf den Ritten und RauchGapp Architekten setzten mit der Erneuerung des Dorfplatzes interessante Impulse in Schlanders/Göflan. Stimmungsvolle Musik möge im von Stefan Gamper geplanten Probelokal der Brixner Bürgerkapelle eingeübt werden. Damit die Karawane munter weiter zieht. Viel Spaß beim Blättern wünschen Peter Oberdorfer Marcel Walch

4 Die Hunde bellen 3 Editorial Peter Oberdorfer Facettenreich nach Innen, kompakt nach Außen 6 Ein Projekt von Lukas Burgauner Aus dem Gelände entwickelt 8 Zwei Projekte des Architekturbüros Kieser und Partner Fließende Linien 10 Ein Projekt von Comfort Architecten Offener Wohnraum, fließende Übergänge 11 Die Neugestaltung einer Wohnung durch G22 Projects Anklänge an historische Sommerfrische 12 am Ritten Schwungvolle Neuinterpretation einer alten Ferienvilla Innovativer Traditionsbetrieb mit neuem Blickfang 13 Stefan Gamper plant einen funktionalen eye-catcher Raum für historische Bausubstanz 14 Ein Projekt des Architekten Johannes Watschinger Sanierung eines Vereinshauses 15 Die Heimstätte des Priesters-Unterstützungsvereins in Bozen wurde erneuert Ein gemeinsames Haus 16 Ein Projekt von Pfeifer Partners Innovation/Promotion 18 Kontrast und Harmonie 33 Modernes Statement von noa* im Kontext einer alten Hofstelle Im Dialog mit der Natur 38 Die kunstvolle Verwandlung einer alten Scheune durch noa* Ort der Stille, transformiert 43 Renovierung und Umbau eines alten Klosters im Trentino durch noa* Wohn-Stein, bewohnbares Gestein 48 Ein Projekt von Andreas Gruber Büros mit Wohnraumqualität 51 Die Bürogemeinschaft Planwerk baute für sich selbst Weltläufige Eleganz im Gebirge 56 Ein Projekt von Art Domus Die Villa auf demWeinberg 60 Ein Projekt von Peter Pichler Architecture Erweiterung in die Vergangenheit 63 Wie aus dem Hotel Adler das Autentis Adler wurde Architektur imWald 68 Ein Projekt von bergundtal Gestaffeltes Volumen im Zeichen der Jahreszeiten 74 Matteo Thun & Partners erbaute das neue Falkensteiner Hotel Kronplatz Geometrie, Licht, Natur 78 Zwei Projekte von monovolume architecture + design Formale Kommunikation mit der Umgebung 86 Zwei Projekte von Perathoner Architects Offen zur Landschaft, verschlossen dem Lärm 92 Die Villa Rentsch sichert hohe Lebensqualität in einer sensiblen Zone Flexible Mobilität und bleibende Eindrücke 95 Das neue Mobilitätszentrum in Klobenstein bietet beides Elegant aufgelöste Volumina 98 Drei Projekte von Dejaco + Partner Wie man einen rauen Ort beseelt 106 Ein Projekt von Pedevilla Architects Fein gesponnene Bezüge 108 Drei Projekte von ASAGGIO Ruhige Hand in allen Sparten 116 Fünf Projekte von Stefan Gamper Makeover und Facelift 125 Ein Projekt von Planstudio Pederiva Premium-View über den Dächern von Mühlbach 128 Das Hotel Molaris Lodges wurde erweitert Neue Eleganz für ein bewährtes Hotel 132 Das Planungsbüro Wodnar erneuerte das Kronhotel Leitgamhof Upgrade im Aktiv & Lifestyle Hotel Terentnerhof 137 Veredelung des Wellness-Angebots Hotelbau im Kontext einer alten Kulturlandschaft 142 Drei Projekte von Plan Team GmbH Inhalt Visualisierung © Stefan Gamper Foto © Gustav Willeit

5 Mit Blick auf die Burg 212 „Ahria Pura” besticht durch eine besonders schöne Aussicht Im Umfeld der Gastronomie 216 Zwei Projekte von Lunz & Partner Architekten Eingebettet in die Landschaft 222 Drei Projekte der Bürogemeinschaft Stauder Zwei Häuser aus einem Guss 228 Ein Projekt von Valtingojer Architekten Schatten der Vergangenheit 230 Ein Projekt der Architekten Rauch Gapp Zeitgemäße Überarbeitung eines Wohnhauses 232 Ein Projekt von Projectteam Organischer Kubus 234 Ein Projekt des Büros Partner & Partner Architekten Sozialer Wohnbau und Denkmalpflege 238 Ein Projekt von Lukas Wielander und Martin Trebo Sehnsuchtsort Gardasee 240 Zwei Projekte von Karl Heinz Castlunger Schnittstellen des Gemeinschaftslebens 243 Zwei Projekte von Wolfgang Simmerle Intervention für Luc 246 Ein Projekt von Messner Architects Restauration eines historischen Einhofs 248 Ein Projekt von Architektur Kraus Impressum 153 Branchenverzeichnis 250 Titelfotos von oben nach unten: Haus P2, Eppan (Foto © Giovanni De Sandre) Neubau Wohnanlage Nidus, Brixen (Foto © Gustav Willeit) Neubau Hotel Aeon, Oberbozen (Foto © Alex Filz) Firmengebäude Nagler Holzbau GmbH, Abtei (Foto © Gustav Willeit) Neubau Einfamilienhaus, Vals (Foto © Gustav Willeit) Mit Architektur in die Substanz investieren 150 Plan Team GmbH erweitert und transformiert Hotelanlagen Wohnanlage in ländlicher Umgebung 154 Plan Team GmbH errichtete ein Wohngebäude im Eggental Stein und Fels 156 Ein Projekt von Thomas Urthaler Funktionale Modernität 160 Zwei Projekte des Architekten Werner Pircher Lebendige Geometrie 163 Zwei Projekte von Gunnar Schmalzl #fancyofficecampus in den Bergen 166 Ein Projekt von G22 Projects Schonende Erweiterung 171 Ein Projekt von Piller Scartezzini Schattierungen 174 Ein Projekt von bergmeisterwolf Erneuerung der Teile im Sinne des Ganzen 176 Zwei Projekte von Clemens + Klotzner Architekten Modernes Stadthaus im Zentrum von Bruneck 183 Ein Projekt von Griplan Exemplarisches Headquarter 186 PROGRESS GROUP baut sich in Brixen einen neuen Firmenhauptsitz Architektur und Autarkie 193 Ein Projekt von arch.tv Elementare Erholung 194 Ein Projekt des Architekturbüros nagler-nagler in Wengen Der INTERIOR TOWER 198 imWechselspiel äußerer Einflüsse Ein Projekt des Architekten Stefan Klement in Zusammenarbeit mit Martin Hilpold Wohnen im Park 204 Ein Projekt von Architekten Marx / Ladurner Modernität im ländlichen Rahmen 208 Zwei Projekte von Baukraft Architektur Rendering © bergundtal Foto © Gustav Willeit

6 Der neue Firmensitz von Nagler Holzbau in Abtei vereinigt alle Aspekte eines Betriebsgebäudes unter einem Dach und hinter einer imposanten Fassade: es befinden sich dort ein repräsentativer Empfangsbereich für Kunden, ein Bürotrakt, Mitarbeiterunterkünfte sowie eine Fertigungs- und Lagerhalle. Die ausgeklügelte Planung erfolgte durch das Bozner Büro Lukas Burgauner. Der sparsame Umgang mit dem knappen Bauland in der Gemeinde Abtei imGadertal und der Wunsch des Bauherrn nach einer innovativen und energieeffizienten Architektur standen im Mittelpunkt der Planung. Es ergab sich ein kompakter dreigeschossiger Baukörper. Die Fläche des Bauloses wurde nicht zuletzt dadurch optimal ausgenutzt, dass das Betriebsgebäude den Sitz zweier weiterer Firmen darstellt: des Skiverleihers Pars GmbH und Gardenacia OHG, die ein Schutzhaus auf Gardenacia imNaturpark Puez Geisler betreibt. Der repräsentative Kopfteil des Firmenebäudes erstreckt sich entlang der Gadertaler Hauptstraße. Die Geometrie des Volumens nimmt die Form des ortstypischen Satteldachs auf und verarbeitet diese zu einer abstrakten zeitgemäßen Form. Um dem Baukörper eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen, wurde er optisch in zwei Teile gegliedert. Ein Vorhang aus Holzlamellen hebt diese Struktur zur Straße hin deutlich hervor und dient zugleich als Verschattung gegen die Sonneneinstrahlung. Der Zugang zum Firmensitz imErdgeschoss ist in schlichter Glasoptik gehalten, die einladende Transparenz kommuniziert. ImErdgeschoss spannt sich das großzügige Foyer auf, von wo aus diverse Büros, Besprechungszimmer und Nebenräume erreicht werden können. Über einen zweiten externen Zugang auf der Ostseite des Gebäudes wird das Obergeschoss und Dachgeschoss erschlossen; dort befinden sich in der nördlichen Gebäudehälfte die Mitarbeiterunterkünfte der drei Firmen. Zahlen – Daten – Fakten Firmengebäude Nagler Holzbau GmbH, Abtei Bauherr: Nagler Holzbau GmbH, Gardenacia OHG, Pars GmbH Architektur: Lukas Burgauner Mitarbeit: Andreas Kusstatscher Baubeginn: 2020 Bauende: 2021 Fotos: Gustav Willeit Projekte ■ Firmengebäude Nagler Holzbau GmbH, Abtei Facettenreich nach Innen, kompakt nach Außen Ein Projekt von Lukas Burgauner

7 Projekte Hotel Florian, Seis am Schlern ■ dach ab und tragen so zu einem harmonischen Erscheinungsbild der Dachlandschaft bei. Die Grundstruktur des Hauptgebäudes bildet ein Stützenraster, das von Stahlbetonscheiben ergänzt wird. Die Hülle des Baukörpers wurden größtenteils in Holzbauweise gefertigt. Dabei wurde die Holzmassivbauweise mit einer hinterlüfteten Fassade kombiniert, um eine optimale Energieeffizienz zu erzielen. Eine zweite Oberfläche, in Form einer dunklen Blecheindeckung, bildet den optischen Abschluss. Die Betriebshallewurde zur Gänze in Holzbauweise realisiert, was die athmosphärische Qualität der Arbeitsplätze bedeutend aufwertet. Das Volumen der direkt angebauten Produktionshalle mit einer integrierten Hallenkranbahn und deren Höhen wurden entsprechend der betrieblichen Notwendigkeiten für eine optimale logistische Nutzung des Holzbaubetriebes konzipiert und teilweise mit einer zusätzlichen Geschossebene ausgestattet. Im östlichen Bereich der Produktionshalle sind Räumlichkeiten wie die Schmiede, das Werkstattmagazin, das Öllager und das Heizwerk untergebracht. Ein externer Siloturm mit der automatisierten Absauganlage für das Hackgut ergänzt die energietechnischen Anforderungen des Betriebes. Die Produktionshalle sowie die Nebenräume schließen ebensomit einem klassischen Sattelr je te Firmengebäude Nag er Holzbau GmbH, Abtei ■ Foto © Gustav Willeit Foto © Gustav Willeit Foto © Gustav Willeit

8 Das Architekturbüro Kieser und Partner, bestehend seit 1983, deckt das gesamte Spektrum von der strategischen Planung bis zur eigentlichen Ausführungsplanung und Bauleitung großer und kleiner Bauprojekte ab. Man beschreitet neueWegemit demZiel vor Augen, Mensch und Architektur in Einklang zu bringen. Wohnanlage Vilanders In Villanders über dem Eisacktal gelang es in sehr steiles Gelände eine Wohnanlage zu platzieren. Dabei wurde dieses Projekt nicht ehrgeizig dem Gelände aufgezwungen, sondern als Terrassenbau aus diesem stimmig entwickelt. Insbesondere der Verzicht auf ebenerdig vorgelagerte Gartenflächen ermöglichte die Integration der Stützmauern in den Baukörper und dies führte zu einer an die Topographie angelehnten Staffelung des Volumens. Diese wiederum passte die gesamte Anlage an die ländliche Bebauungskörnung an. Die Anlage besteht aus zwei Baukörpern, die versetzt im Gelände angeordnet sind. Beide Baukörper sind jeweils in zwei Flügel geteilt, die durch einen unterschiedlich hohen Mitteltrakt verbunden sind und weisen insgesamt eine Dachform auf, die eine freie und zeitgenössische Interpretation des ortstypischen Satteldaches darstellt. Jeder der beiden Baukörper verfügt über drei Wohngeschosse, in denen jeweils zwei Wohnungen untergebracht sind, lediglich im Erdgeschoss des vorderen Gebäudes befinden sich vier kleinere Einheiten. Im Untergeschoss des vorderen Baukörpers liegt die Tiefgarage. Während dieses Garagengeschoss und die Stützmauern mit Naturstein verkleidet wurden, sind die oberen Geschosse in weißem Putz ausgeführt. Was das moderne Erscheinungsbild des Projekts nach außen definiert, sind die Balkonvorbauten, die kompakt mit der Dachform verbunden sind. Dieser vorstehende Gebäudeteil wurde mit dunklen Intek-Platten versehen, die sich von der hellen Fassade stark abheben. Die Balkonbrüstungen sind verglast, was die schöne Aussicht besonders zur Geltung bringt. Aus dem Gelände entwickelt Zwei Projekte des Architekturbüros Kieser und Partner Projekte ■ Wohnhäuser in Villanders und Barbian Wohnanlage, Villanders Bauherr: privat Architektur: Bernhard Kieser Fertigstellung: 2022 Zahlen – Daten – Fakten Foto © Bernhard Kieser Foto © Bernhard Kieser

9 Bereich der Geschoss- und Dachkanten horizontal angebracht, was eine kompakte Struktur ergibt. Der erdberührende Gebäudesockel wurde gemauert und mit einem ortsgebundenen Natursteinmauerwerk verkleidet. Die zweite Wohneinheit wird durch eine externe Treppe separat erschlossen. Einfamilienhaus Barbian Im benachbarten Barbian wurde in steilem Terrain ein in die Jahre gekommenes Wohnhaus abgerissen und in neuer Form auferbaut. So wie das Bestandsgebäude umfasst das neue Gebäude drei Geschosse und bietet zwei großen Wohneinheiten Platz. Diese erstrecken sich jeweils zweigeschossig über Erd- und Obergeschoss bzw. über Ober- und Dachgeschoss. Der Baukörper wurde so in den Hang gesetzt, dass er, sich nach Süden orientierend, eng mit diesem verbunden erscheint. Die vorteilhafte Lage wird durch große Fensteröffnungen und entsprechende Freiflächen gut zur Geltung gebracht. Die beiden oberen Stockwerke wurden als Holzkonstruktion ausgeführt, die im ersten Obergeschoss weiß verputzt, im zweiten Obergeschoss hingegen mit einer kesselimprägnierten Holzverschalung versehen ist. Die Schalungsbretter wurden vertikal und im Zahlen – Daten – Fakten Wohnhaus, Barbian Bauherr: privat Architektur: Architektur Bernhard Kieser Fertigstellung: 2022 Projekte Wohnhäuser in Villanders und Barbian ■ Foto © Bernhard Kieser Foto © Bernhard Kieser

10 Auf einem Bauplatz mit freiemAusblick am Ortsrand des Dorfes Jenesien wurde ein Wohnhaus für eine mehrköpfige Familie errichtet. Das Grundstück weist eine in WestOst- Richtung verlaufende Geländeneigung auf. Das Gebäude ist durch eine reduzierte Farbgebung und seine Linearität charakterisiert. Die Erschließung erfolgt über die südöstlich unmittelbar am Grundstück verlaufende, neu errichtete Erschließungsstraße. An der Nordostseite des Gebäudes befindet sich im Erdgeschoss der eigentliche Haupteingang, der direkt zur Vertikalerschließung führt. Über diese werden alle Niveaus erreicht. Die Räumlichkeiten verteilen sich imWesentlichen auf drei Hauptebenen. Auf der untersten sind neben den Pkw-Stellflächen verschiedene Keller- und Nebenräume angeordnet. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Kinderzimmer mit Bädern und Aufenthaltsbereichen. Im ersten Obergeschoss liegen neben einem Schlafzimmer auch der Koch- und Essbereich des Wohnhauses. Das Dachgeschoss wird als zusätzlicher Aufenthaltsraum verwendet. Das Gebäude wurde in einer Mischbauweise aus Stahlbeton und Holzfertigteilen errichtet. Alle erdberührenden Bauteile bestehen aus Beton, jene darüber aus Holz. Letzteres wurde so innerhalb aber auch außerhalb des Gebäudes zum dominanten Baustoff. Die Außenhülle des Gebäudes besteht aus einer hinterlüfteten Fassade aus dunkelgrauen Holzleisten. Zum Erreichen des geforderten Klimahausstandards versah man das Gebäude mit einer entsprechend dimensionierten Wärmedämmschicht. Großzügige Verglasungen sorgen in allen Geschossen für die Belichtung und Belüftung der Räume. Fließende Linien Ein Projekt von Comfort Architecten Wohnhaus Aster, Jenesien Bauherr: privat Architektur: Comfort Architecten Baubeginn: Mai 2020 Fertigstellung: Februar 2021 Zahlen – Daten – Fakten Projekte ■ Wohnhaus Aster, Jenesien Foto © Gustav Willeit Foto © Gustav Willeit Foto © Gustav Willeit

11 für dieses Projekt entworfen. Klare Linien von heller Eiche, welche bei Böden, Badmöbeln, Esstisch, Vertäfelungen sowie Garderobe verwendet wurden, kommen in Kombination mit weißen Elementen, der Möbelfronten, Innen- und Schiebetüren zum Einsatz. Sie werden durch gezielt gesetzte Akzente gebrochen, wie zum Beispiel durch die eigens entworfene Hausbar, das schwarze Tages WC mit Dekormuster, die Wandfliesen in den Bädern oder auch durch den schwarzen Küchenbereich. Die Aufgabenstellung der Planer von G22 Projects bestand darin, für eine junge 4-köpfige Familie in einem bestehenden Wohnhaus einen neuen hochwertigenWohnraum zu kreieren. Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, wurde der Bestand komplett ausgehöhlt und die Bausubstanz vollkommen neu errichtet. Da das Wohnhaus inmitten der Weinberge liegt, wurden neue große Fensteröffnungen geschaffen, um den Wohnraum lichtdurchflutet gestalten zu können. Zentrales Element im Wohnbereich bildet der große lange Esstisch, der viel Platz für gemütliches Beisammensein mit Familie und Freunden bietet. Die anschließende offene Küche ermöglicht genügend Raum für gemeinsames Kochen. Im offenen Wohnraum sind vier Bereiche entstanden: die großzügige Küche mit freistehendem Küchenblock, mit fließendem Übergang zum zentralen, langen Esstisch, der das Herzstück der Wohnung bildet, ein kleiner Loungebereich mit eigener Hausbar sowie eine Rückzugsecke mit einem bequemen großen Sofa. AllemaßgefertigtenMöbel und Einrichtungsgegenstände wurden von G22 Projects individuell Offener Wohnraum, fließende Übergänge Die Neugestaltung einer Wohnung durch G22 Projects Zahlen – Daten – Fakten Wohnung F, Kaltern Bauherr: privat Architektur: G22 Projects Baubeginn: 06/2020 Fertigstellung: 07/2021 Foto © Alex Filz Foto © Alex Filz Projekte Wohnung F, Kaltern ■ Foto © Alex Filz Foto © Alex Filz Foto © Alex Filz

12 Das Haus mit zwei Ferienwohnungen wurde nach den Plänen des Architekten Wolfgang Piller als Klimahaus „A“ an der Stelle einer Ferienvilla aus den 1950-er Jahren errichtet. Das Bestandsgebäude wurde abgebrochen und durch zwei spiegelgleiche, voneinander abgesetzte Gebäudehälften, die unter einem gemeinsamen Dach liegen, ersetzt. Dabei handelt es sich um ein radial geschwungenes, talseitig abfallendes Pultdach. Bergseitig wird der konkave Teil im Segment zwischen den Baukörpern ebenfalls mit einem leichten Pultdach abgedeckt. Es ist ein aus hochwertigen Dämmziegeln gemauertes Haus, ohne außen liegenden Vollwärmeschutz. Der Sockel ist verputzt, das obere Geschoss mit einer Holzschalung verkleidet. Vorherrschend ist die Farbgebung, ein gebrochenes Weiß für Mauern und Fenster, für die Holzteile ein mit dem Weiß alternierendes Dunkelgrün, so wie bei den historischen Sommerfrischhäusern in Maria Himmelfahrt. Der Durchgang zwischen den Gebäuden dient als Erschließung vom Parkplatz aus sowie als funktionale Trennung der beiden Einheiten. Um eine zusätzliche Privacy zu garantieren, wurde die Form des Gebäudes in ein leicht gekrümmtes Halbkreissegment gefasst, sodass die beiden talseitigen Hauptfassaden nach Südosten bzw. nach Südwesten gerichtet sind, ebenso die beiden Balkone im 1. Stock. Der Vorplatz und Eingangsbereich an der Nordseite ist mit einer niederen Überdachung versehen, von wo aus die zwei Wohnungen erschlossen werden. Anklänge an historische Sommerfrische am Ritten Schwungvolle Neuinterpretation einer alten Ferienvilla Doppelhaus, Ritten Bauherrschaft: privat Architektur: Arch Wolfgang Piller, Piller Scartezzini Architekten Baubeginn: 2020 Fertigstellung: 2021 Zahlen – Daten – Fakten Projekte ■ Doppelhaus, Ritten Foto © Alexa Rainer Foto © Alexa Rainer Foto © Alexa Rainer

13 Der Installateur „Kraler“ in Innichen hat sich in den letzten zehn Jahren vom klassischen Handwerksbetrieb zum dynamischen Gesamtanbieter entwickelt, mit moderner Firmenkultur, jungem Mitarbeiterteam und zusätzlichen Geschäftsbereichen wie das hausinterne Planungsbüro des Firmenchefs. Der nunmehr vom Klausner Architekten Stefan Gamper geplante Erweiterungsbau sollte diesenWachstumsprozess auch nach außen wirksam darstellen. Das architektonische Konzept sieht vor, das bestehende Firmengebäude der Kraler GmbH den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf funktioneller Optimierung, Erhöhung der Kundenfreundlichkeit und Verbesserung der Arbeitssituation der Mitarbeiter. Zentrales Element des zweiteiligen Bauvorhabens ist das „Badatelier”, das Ausstellungsraum und Aushängeschild in einem ist, indem es das Erscheinungsbild des bestehenden Gebäudes mit seiner modern-sachlichen Architektursprache aufwertet. Das „Badatelier” wird an der Südseite über dem Vorplatz als eingeschossiger schwebender Zubau in Form eines Metallriegels an den Bestand angedockt. Darin befinden sich hinter großformatigen Schaufenstern gut sichtbar die neue Badausstellung sowie das Chefbüro und Terrassen. Realisiert wird eine einfache, in ihrer Form auf das Wesentliche reduzierte Konstruktion, die allerdings zugleich eine hohe Wirkung erzielt und einen gelungenen eye-catcher darstellt. Der schwebende Riegel wird in Stahlbauweise errichtet, mit freistehender, sichtbarer Tragstruktur und Streckmetallbeplankung, in die großformatige Verglasungen bündig eingesetzt sind. Der anthrazitgraue Baukörper verbindet Funktionalität mit Eleganz und ergänzt das Bestandsgebäude mit seiner hellgrauen verputzten Lochfassade um einen selbstbewussten Akzent. An der Nordseite wird ebenfalls ein zweigeschossiger aufgeständerter Zubau angefügt, in dem die Sozialräume der Mitarbeiter Platz finden. Innovativer Traditionsbetrieb mit neuem Blickfang Stefan Gamper plant einen funktionalen eye-catcher Projekte Erweiterung Firmengebäude Kraler GmbH, Innichen ■ Visualisierung © Stefan Gamper Zahlen – Daten – Fakten Erweiterung Firmengebäude Kraler GmbH, Innichen Bauherr: Kraler GmbH Architektur und Innenarchitektur: Stefan Gamper Architekt Master of Engeneering Baubeginn: Sommer 2022 Fertigstellung: Frühjahr 2023 Zeichnungen © Stefan Gamper

14 Das Haus „Wassermann” ist ein altes Gebäude in Sexten, das im Lauf seines langen Lebens (die ältesten Teile stammen aus der Zeit um 1600) diverse Nutzungen durchlaufen hat. Ursprünglich war es ein Bauernhaus, dann Gasthaus, Hutmacherwerkstatt und heute gehört es als Apartmenthaus zum gegenüber liegenden Hotel Strobl. Nach den Plänen des Architekten Johannes Watschinger wurden in den letzten Jahren Obergeschoss und Dachgeschoss so umgestaltet, dass darin insgesamt 9 Ferienwohnungen Platz fanden. Das beeindruckende Gebäude liegt am St. Veit-Weg und orientiert sich mit seiner Hauptfassade zu diesem. Das Terrain steigt nach Osten hin leicht an, sodass von der Straße her das gemauerte Erdgeschoss ebenerdig begehbar ist, während an der Rückseite, wo sich einst der Wirtschaftsteil mit Stadel befand, das erste Obergeschoss ebenerdig verläuft. Die erdberührenden Teile des Gebäudes (westlich das EG und östlich das OG) sind gemauert, die darüberliegenden Geschosse und der Dachstuhl sind aus Holz (in Blockbauweise) gefertigt. Die zuletzt vorgenommenen Umbauarbeiten konzentrierten sich auf Obergeschoss und Dachgeschoss. Zur Errichtung der insgesamt 9 separaten Wohneinheiten griff man soweit es ging auf die bestehende Raumaufteilung zurück, zum Teil wurden auch neue Wände und Decken eingezogen. Insbesondere die fünf neuen Einheiten im Dachgeschoss wurden durch Errichtung neuer Massivholzdecken zweigeschossig ausgestaltet, um die Höhe des Dachraums sinnvoll auszunutzen. Der Schlafbereich ist dabei durchwegs unten angesiedelt, während oben der Wohnbereich liegt, der aufgrund des verglasten Giebelfelds besonders gut belichtet ist. Eine stimmungsvolle Wohnlandschaft entwickelte sich in den Einheiten, wo historischer Innenausbau (Decken- und Wandvertäfelungen, die teilweise mit Malereien bzw. Schnitzereien verziert sind) mit behutsam neu hinzugefügten oder eingestellten Elementen kombiniert wurden. Entsprechend der langen Geschichte des Hauses sind auch die Bestandteile unterschiedlichen Alters und von unterschiedlicher Materialität. Man bewahrte die historische Substanz so gut es ging, gab ihr Raum und ließ sie für sich sprechen. Projekte ■ Haus Wassermann, Sexten Raum für historische Bausubstanz Ein Projekt des Architekten Johannes Watschinger Zahlen – Daten – Fakten Haus Wassermann, Sexten Bauherr: Familie Nardon - Strobl Architektur: Johannes Watschinger Baubeginn: 2018 Fertigstellung: 2021 Foto © Armin Huber Foto © Armin Huber Foto © Armin Huber

15 Das auf der Liegenschaft des Ansitzes Compilan in Zwölfmalgrein am Talfergries bereits 1961 errichtete Gebäude des „Priesterunterstützungsvereins Walter Ausserhofer” wurde einigen Umgestaltungs- und Sanierungsarbeiten unterzogen, die vor allem den Wohnbereich im Dachgeschoss betreffen. Die Planung erfolgte durch das Bozner Architektur-Büro Dell’Agnolo Kelderer. Der bauliche Eingriff sah im Wesentlichen die Teilung der bestehenden großen Wohneinheit im Dachgeschoss (110 Quadratmeter) in zwei kleine Einheiten mit jeweils eigenen Sanitäreinrichtungen vor. Die Umgestaltung fand dabei hauptsächlich an der Ostseite des Dachgeschosses statt. Die dort neu errichtete Wohnung erhielt folgende Räumlichkeiten: Diele, Wohnküche, Zimmer, Bad, Gang und Abstellraum. Die bestehenden Gauben- und Dachliegefenster wurden wiederverwendet. Die vorgenommene Veränderung der Raumaufteilung im Dachgeschoss hatte allerdings keinerlei Auswirkungen auf die äußere Erscheinung des Gebäudes und ist von Außen gar nicht ersichtlich. Was allerdings von außen ersichtlich ist, ist die Umwandlung des schön besonnten Balkons im Dachgeschoss in zwei jeweils den neuen Wohneinheiten zugeordnete Wintergärten. Dies wurde durch Anbringung einer großflächigen Verglasung im Bereich des Dachgiebels erreicht. Sanierung eines Vereinshauses Die Heimstätte des Priesters-Unterstützungsvereins in Bozen wurde erneuert Zahlen – Daten – Fakten Sanierung Vereinsgebäude Priesterunterstützungsverein, Bozen Bauherr: Priesterunterstützungsverein Walter Ausserhofer Architektur: Dell’Agnolo Kelderer Architekturbüro Bauzeit: 2018 Projekte Vereinsgebäude Priesterunterstützungsverein, Bozen ■ Foto © Dell’Agnolo Kelderer Foto © Dell’Agnolo Kelderer

16 In Brixen hat die Diözese Bozen-Brixen ein mehrstöckiges Wohnhaus in Holzbauweise errichtet. Die bebaute Liegenschaft liegt direkt in einer Sackgasse am Hofburggarten in Brixen und damit in einer angenehm ruhigen Lage. Bei dem Bauprojekt ging es durchaus auch darum, ein bauliches Statement zu setzen, in ökologischer, aber auch in sozialer Hinsicht. Die geistige und geistliche Grundlage dieses architektonischen Statements bildet die Enzyklika „Laudato si – über die Sorge für das gemeinsame Haus” von Papst Franziskus, in dem dieser ein konkretes Bekenntnis zu Umwelt- und Klimaschutz abgibt und auch darauf hinweist, dass die ökologischen Belange nicht von den sozialen Belangen getrennt betrachtet werden könnten. Das von Pfeifer Partners geplante neue Wohnhaus aus Vollholz, das zwölf Mietwohnungen (in Größen von 40 bis 80 Quadratmeter) zum günstigen Landesmietzins zur Verfügung stellt, verbindet sehr praktisch ökologische mit sozialer Funktionalität. Ein gemeinsames Haus Ein Projekt von Pfeifer Partners Projekte ■ Diözese Bozen-Brixen

17 Projekte Diözese Bozen-Brixen ■ Das längliche Gebäude orientiert sich mit seiner Hauptfassade nach Süden, was für die Wohnungen eine gute Besonnung und Belichtung garantiert. Es verfügt über insgesamt fünf Geschosse: eine unterirdische Tiefgarage und vier Wohngeschosse, in denen jeweils drei Wohnungen untergebracht sind. Das Erdgeschoss ist als leicht vorspringendes Sockelgeschoss ausgeführt, in dem sich zusätzlich zu den Wohneinheiten an der Westseite noch die Büros der bischöflichen Forstverwaltung befinden, die auch über einen eigenen Eingang verfügen. Die fußläufige Erschließung der Wohnanlage mit großflächig verglastem Stiegenhaus befindet sich an der Nordseite. Vom Erdgeschoss aufwärts sind die einzelnen Geschosse jeweils rückspringend ausgestaltet, was einerseits die Fassade interessant belebt, andererseits den einzelnen Einheiten immer wieder anders platzierte Terrassenflächen zur Verfügung stellt. Diese Staffelung der Fassade wird durch die Kombination unterschiedlicher Materialien unterstrichen: einerseits Putzoberflächen in zwei Farben (hellgrau und mattweiß, vorwiegend im Bereich des Gebäudesockels) und andererseits grau lasierte Holzverschalung. Die Holzanteile nehmen mit der Höhenentwicklung zu, Dachgeschoss und Dachuntersicht sind dann komplett mit Holz verschalt, wobei die ins Vordach eingeschnittenen Oberlichter für eine zusätzliche Belichtung sorgen. Das für das Bauvorhaben eingesetzte Holz stammt zur Gänze aus dem kirchlichen Forst, genau genommen handelt es sich um Windwurf-Material, das 2018 dem Sturm Vaja zum Opfer gefallen war und von der Firma Holzius leimfrei, metallfrei und auch sonst unbehandelt verbaut wurde. Das garantiert nicht nur einen baubiologisch gesunden Wohnraum, sondern ermöglicht auch, dass das Holz irgendwann ohne Rückstände wieder in den Stoffkreislauf rückgeführt werden kann. Ein weiteres wichtiges Prinzip nachhaltiges Wirtschaftens – auch im Sinne der päpstlichen Enzyklika – ist die Nutzung lokal verfügbarer Ressourcen. Es wurde daher nicht nur vor Ort gewachsenes Holz verbaut, sondern das Bauwerk insgesamt auch von lokalen Handwerkern errichtet, unter der Koordination des Baunetzwerks A-Net. Vivius, ein Innovationscluster, der sich der Förderung nachhaltigen Bauens im alpinen Raum verschrieben hat und dem auch das verantwortliche Planungsbüro Pfeifer Partners angehört, hat die Lebenszyklusanalyse des Gebäudes begleitet. Zahlen – Daten – Fakten Wohngebäude, Brixen Bauherr: Diözese Bozen-Brixen Architektur: Pfeifer Partners Baubeginn: November 2020 Fertigstellung: April 2022 Foto © Arnold Ritter Foto © Arnold Ritter Foto © Arnold Ritter Foto © Arnold Ritter Foto © Arnold Ritter

18 Innovation / Promotion Persönlich und professionell bringt der Elektrofachbetrieb elektro a.haller seit über 40 Jahren Licht ins Leben. Egal, ob es sich um einfache Elektroinstallationen oder hoch komplexe Anlagen handelt: Die über 40 Fachkräfte, unter denen sich viele ausgebildete Elektrotechnikmeister befinden, beraten umfassend und betreuen die Projekte maßgeschneidert. Darüber hinaus bildet elektro a.haller seit Jahren Fachkräfte selber aus, gestaltet die Elektrobranche mit zukunftsweisenden Projekten aktiv mit und setzt einen großen Schwerpunkt auf eine Minimierung des Energieverbrauchs und auf eine nachhaltige Wohn-Umwelt. Moderne Architektur ohne Metallelemente ist heute nicht mehr denkbar. Als Partner der renommiertesten Architekten und Planer der Branche erdenkt und produziert Katmetal individuelle Lösungen für jedes Bauvorhaben: ob groß oder klein, traditionell oder modern, ob sichtbar oder unsichtbar, für Innen- und Außenbereiche. Katmetal formt und fertigt alles aus Metall, bringt seinWissen und seine Erfahrung ein und richtet sich nach den Wünschen der Kundinnen und Kunden, unabhängig davon, ob sie aus demPrivatbereich oder aus demGewer- be kommen. Das Bauunternehmen Heidi Felderer geht auf einen 1970 gegründeten Familienbetrieb zurück und verfügt über entsprechend viel Erfahrung. Das Bauunternehmen ist im Bereich Hochbau in allen Sparten aktiv und hat sich zu einem Spezialisten für die diversen KlimahausStandards entwickelt. Das Unternehmen realisiert Wohnhäuser, Hotels, Betriebshallen und Werkstätten ebenso wie Sanierungen und Umbauten. VIVIUS ist ein vom Amt für Innovation und Technologie der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol geförderter Innovationscluster mit dem Kernthema: „Nachhaltiges Bauen im alpinen Raum“. Zustande gekommen ist er durch den Zusammenschluss von sieben Südtiroler Firmen, die allesamt im Bausektor aktiv sind: in planender, produzierender, oder ausführender Form. So werden unterschiedliche Aspekte ein und derselben Sache kompetent vertreten. Ein Überblick über die einzelnen Partnerfirmen. Auf der Suche nach dem ökologischen Gleichgewicht

19 VIVIUS KGmbH scarl I-39057 Eppan Appiano (BZ) Via Pillhof Straße 53 T +39 342 989 7547 team@vivius.it vivius.it Innovation / Promotion Pfeifer Partners, das Planungsbüro aus Eppan, bietet sich mit seinem vielseitigen Team als seriöser und verlässlicher Partner für kleine und große Bauprojekte im Hoch- und Tiefbau an. Bauprozesse sind komplex und dauern meist mehrere Jahre. Für eine gelingende Verwirklichung brauchte es Verständnis und Kommunikation, Fachwissen und Weitblick. Das Planungsbüro begegnet seinen Kundinnen und Kunden auf Augenhöhe, nimmt Nachhaltigkeit ernst und nutzt die Vorteile der Digitalisierung. Herbert Niederfriniger, Vinschger Bergbauernsohn, entwickelte vor dem Hintergrund seiner Tätigkeit als Tischler und später als Förster seine eigene Vision von natürlichem und naturnahemWohnen, die er mit der Gründung der Firma Holzius konsequent und sehr wirkungsvoll in die Tat umsetzte. Das Vollholzhaus, bestehend aus leim- und metallfreien Elementen, gilt als Inbegriff baubiologisch gesundenWohnens, und wurde seit dem Jahr 2006 erfolgreich in den Markt eingeführt. Heute ist Holzius Teil der Rubner Gruppe. energytech mit Sitz in Bozen ist ein Spezialist für alle Fragen der Energieversorgung und vor allem des Energiesparens. Dabei werden Projekte unterschiedlichster Größenordnung vom Wohnbau bis hin zu großen Gewerbe- und Industrieprojekten kompetent betreut. Es werden bestehende Anlagen analysiert und optimiert oder neue Anlagen errichtet – von der Planung bis zur Bauaufsicht, immer in enger Abstimmung mit den planenden Architekten. Ein Tool der Feinabstimmung von Bauprozessen, auf das sich energytech zuletzt spezialisiert hat – ist BIM. Havoklima ist seit über 30 Jahren im gebäudetechnischen Anlagenbau tätig. Mit seinen motivierten Mitarbeitern bietet der Betrieb einen Komplettservice von der Beratung, Planung bis zur fachgerechten Ausführung von Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen. Besonderer Wert wird auf saubere und exakte Handwerksarbeit gelegt.

20 Vivius, lateinisch für „lebendig”, ist ein vor kurzem von sieben Südtiroler Unternehmen ins Leben gerufener FirmenCluster, der es sich zum Ziel gesetzt hat, auf unterschiedlichsten Ebenen die Nachhaltigkeit des Bauens im alpinen Raum zu stärken. Das Gute daran ist: Es handelt sich nicht um ein schön formuliertes Lippenbekenntnis, um einen Cluster von Wörtern und Begriffen, sondern um einen von konkreten Projekten. Einige Beispiele: Alternative Herangehensweisen Die sieben Firmen decken unterschiedliche Aspekte des Bauens ab und bringen auf diese Weise unterschiedliche Kompetenzen in den Cluster ein, woraus sich Synergien ergeben, die in dieser Form innerhalb einer Firma schwer möglich wären. So vereinen sich neue Sichtweisen auf die Prozesse am Bau, aus denen wiederum innovative Lösungsansätze entstehen. Dadurch, dass Vivius nicht als Wirtschaftsunternehmen antritt, sondern als öffentlich subventionierter flexibel aufgesetzter Innovationscluster, stehen andere Möglichkeiten offen, an die Dinge heranzugehen. Beispiel: Viele mehr oder weniger umweltfreundliche Festlegungen in Bezug auf ein Bauprojekt – werden getroffen – lange bevor die Experten (Planer, Fachplaner, Handwerker) zu Rate gezogen werden. Nämlich dann, wenn im Kopf eines privaten Bauherren oder in den Ämtern eines öffentlichen Gremiums entschieden wird, was gebaut wird. Nachdem diese Entscheidung gefallen ist, werden die Details der Umsetzung mit den Experten diskutiert, das Projekt selbst aber (wie etwa auch die Details der Ausschreibungsbedingungen in einem öffentlichen Architekturwettbewerb) stehen fest. Das bedeutet, dass über viele ökologische und ökonomische Einsparungspotentiale eines Bauprojekts gar nicht erst diskutiert wird. Für dieses grundlegende Problem will Vivius Bewusstsein schaffen – durch Entwicklung kommunikativer Strategien und durch Auseinandersetzung mit Entscheidungsträgern im öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereich. Effizienz durch BIM Eine sehr interessante und vielversprechende Initiative entspann sich in Kooperation mit dem im Techpark angesiedelten Forschungsinstitut Fraunhofer Italia. Dieses beschäftigt sich schon seit längerem mit BIM, Building Information Modelling. Dabei wird im Vorfeld der realen Umsetzung eines Gebäudes ein digitaler Zwilling erstellt, in den nicht nur die architektonische Planung einfließt, sondern sämtliche Fachplanungen. Wenn es gelingt, dadurch den Bauprozess zu optimieren sowie Zeit und Geld zu sparen, dann kann dieses Tool auch bei der Schonung von natürlichen Ressourcen eingesetzt werden. Welches Potential BIM in ökologischer Hinsicht hat – dies auszuloten ist ein Thema der Zusammenarbeit mit Fraunhofer Italia. Schwierigkeit und Leichtigkeit des Umdenkens Die Durchsetzung von ökologischem Bauen erfordert ein Umdenken. Bemerkenswert leicht fällt das Umdenken der Jugend. Aus diesem Grund sucht Vivius gezielt die Zusammenarbeit mit Schulen, insbesondere solchen, die künftige Akteure in der Bauwirtschaft ausbilden: So etwa wurde zusammen mit der Klasse 3H der Fachoberschule für Bauwesen „Peter Anich“ in Bozen das Konzept für ein kleines Gebäude in der „Oberen Grand” in Eppan erstellt. Es soll als künftiger Treffpunkt für Jung und Alt Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis Worum es beim Innovationscluster Vivius geht Innovation / Promotion

21 fungieren. Die Projektvorgaben: maximale soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit. Das Projekt, von Vivius betreut, ist bereits entwickelt und wird gebaut. Konkretisierung und Konsequenz Weil „Nachhaltigkeit” oft genug ein schwammig gebrauchtes Schlagwort darstellt, besteht eine weitere sehr konkrete Initiative von Vivius darin, in Zusammenarbeit mit externen Partnern ein aussagekräftiges Eco-Rating von Bauprojekten zu erstellen, das dann als ökologisches Preisschild eines Bauvorhabens fungiert. Das ECO Rating wird in Anlehnung an die Normen ISO 14040 und ISO 14044 konzipiert. Die einzelnen Emissionsfaktoren und GWPWerte werden aus unterschiedlichen Datenbanken und Quellen zusammengetragen. Ziel ist es, die Erhebung der gesamten CO2Emissionen aller beteiligten Unternehmen in Form eines ECO Ratings als leicht verständliche Grafik darzustellen – inklusive der Bewertung der Umweltauswirkungen. Aufgrund dieser Auswertungen werden Umweltziele festgelegt undMaßnahmen bzw. Verbesserungsvorschläge für die effiziente Umsetzung in den für die Betriebe relevanten Bereichen erstellt. So wird ein Bewusstsein für nachhaltiges Bauen geschaffen und den Bauherrn die Entscheidung für die Verwendung nachhaltiger Materialien und Anlagenkomponenten leichter gemacht. Und genau das ist der Punkt, auf den es besonders ankommt: die Schnittstelle von Theorie und Praxis, der Punkt, an dem Wissen um mögliche Umwelteinflüsse so konkret und dicht wird, dass es Planung und Handlung beeinflusst. Denn über Nachhaltigkeit diskutiert und geredet wird ja schon lange. www.vivius.it Innovation / Promotion Foto © Vivius Foto © Vivius Foto © Vivius Foto © Vivius Foto © Photo Fiorentino

22 Kostenlose Beratung zu: - Super-Ökobonus 110% - Fassadenbonus 90% - Energetisch Sanieren 65% - Sanierung/außerordentliche Instandhaltung 50% - Landesbeiträge - Kubaturbonus - Anforderungen an die - Materialien (CAM-Kriterien) Unsere Beratungsleistungen im Schallschutz: - Schallprognosen in der - Planungsphase - Unterstützung in der - Ausführungsphase - Holzbau - Sanierung - Schwingungsisolierung - Raumakustik Unsere Beratungspakete: Absturzsicherung: - Lokalaugenschein - Planung - Montage und Wartung PSA: - Grundprinzipien, Gesetze Normen und Kategorien - Bereiche: Gehörschutz, Atemschutz, Augenschutz,... - Wartung Rufen Sie an oder schreiben Sie uns: 0471 098 888 technik@tophaus.com BOZEN BRIXEN LANA RASEN LAVIS Schallschutz Arbeitsschutz Energetische Gebäudesanierung Handeln Sie jetzt oder nie! Gönnen Sie sich Ruhe! Im Fall des Falles! Innovation / Promotion

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33 Eingebettet zwischen eigenen Wiesen und Wäldern, mit einer Weite, die den Blick vom Schlern bis zum Rittner Horn freigibt, liegt der historische Lobishof, ein Ensemble aus altemGasthof, Wohnhaus und klassischem Stadel. Auf dem Areal des 550 Jahre alten Hofs wurde nach den Plänen von noa* network of architecture ein spektakulärer neuer Nächtigungsbetrieb erbaut: das Hotel Aeon. Der Entwurf besteht aus freistehenden Volumina, die die Landschaft durchfließen lassen und ein Teil davon werden. So entstanden zwei Gebäude, die zum einen den Public-Bereich mit Empfang, Bistro, Bar und Wellnessbereich, zum anderen den privaten Bereich mit insgesamt 15 Gästesuiten beherbergen. Laut Architekt Christian Rottensteiner ging es bei der architektonischen Konzeption um die Erzeugung eines Spannungsfeldes zwischen der jahrhundertealten Tradition des bäuerlichen Ensembles und einem modern-exklusiven Statement. So finden sich traditionelle Satteldächer ebenso wie eine sehr dynamische Fassadengestaltung mit aussteifenden Schrägen, die gestalterisch die Streben undWinkel des denkmalgeschützten Stadels repliziert. Dadurch werden die Fassaden unterschiedlich lesbar – je nachdem, wie man sich dem Baukörper nähert. Markant fangen die trapezförmig zugeschnittenen Fenster den Blick ein. Durch die vorgesetzte, über die gesamte Gebäudelänge gezogene Lamellenstruktur wird die Geschossigkeit beinahe verschleiert und ergibt ein homogenes Erscheinungsbild. Kontrast und Harmonie Modernes Statement von noa* im Kontext einer alten Hofstelle Neubau Hotel Aeon, Oberbozen Bauherr: Familie Ramoser Architektur, Interior Design: noa* network of architecture Baubeginn: Januar 2021 Fertigstellung: Juli 2021 Zahlen – Daten – Fakten Foto © Alex Filz Foto © Alex Filz Architektur noa – network of architecture ■

34 berühren zu können. Im Public-Gebäude findet der scharfkantige Übergang zwischen Beige und Blau auf Augenhöhe in 1,60 Metern statt, um diese „Zwischenzone“ spürbar zu machen. Die Protagonisten des Konzeptes sind aber nicht nur Boden, Wände und Decken: Alle Einrichtungsgegenstände – von Vorhang über Möbelstücke bis zur Leuchte – sind Teil des holistischen Ansatzes. Tritt man durch die stählerne „Schleuse“ in den Empfangsbereich, erfährt man einen Bruch, ein Eintauchen in etwas, das atmosphärisch die Zukunft repräsentiert – und zwar auf außergewöhnliche Weise, denn die gesamten Räumlichkeiten sind in einer horizontalen, farblichen Zweiteilung durchkomponiert: Ein sanftes Beige – geerdet, sinnlich, vertraut – trifft auf ein mystisches Blau, das die Zukunft, das Geheimnisvolle, das Ungewisse verkörpert. Diese ausdrucksstarke, klar definierte Trennlinie wird in beiden Gebäuden konsequent durchgezogen – einmal horizontal, einmal vertikal. noa* möchte mit diesem Konzept das „Dazwischen“ zeigen, ist doch der Bauplatz an einem Ort, an dem man fest am Boden steht und gleichzeitig das Gefühl hat, die Wolken Q Die Baustoffe, Bozen Q E. Innerhofer AG, St. Lorenzen Q Gampenrieder GmbH, Oberinn/ Ritten Q Hafro Holzagentur GmbH, AUT-Eben im Pongau Q Hotex Hotel & Home Hotel Textil GmbH/srl, St. Lorenzen Q Lichtstudio Eisenkeil, Marling Q Lunger isol GmbH, Kardaun Q Metall Ritten G.m.b.H., Klobenstein Q pöhl - Ästhetische Wärme d. Andreas Pöhl & Co. KG, Klobenstein (BZ) Q ProWellness GmbH, Eppan (BZ) Q Rittnerbau GmbH, Oberbozen/ Ritten Q Simonazzi GmbH, Völs am Schlern Projekt-Partner Foto © Alex Filz Foto © Alex Filz Foto © Alex Filz Architektur ■ noa – network of architecture

35 Im ersten Obergeschoss dieses Baukörpers befindet sich der Wellnessbereich. Vorbei an der einladenden Obstbar und am Trinkbrunnen eröffnet sich der großzügige Ruhebereich mit anschließender Terrasse. Doch das Spa hat noch viel mehr zu bieten. An der südwestlichen Gebäudeseite kragt der spektakuläre, überdachte Outdoorpool mit Infinity-Kante und atemberaubendem Ausblick aus. Diesen erreicht man über ein Podest, dessen oberste Ebene die „Wasserkante“ markiert und damit erneut den Wechsel zwischen Blau und Beige. Im zweiten Gebäude, das im Gegensatz zu seinem Pendant dreigeschossig ist, befinden sich die 15 Suiten des neuen Hotels und schon hier vollzieht die Teilung der Farbwelten eine 90-Grad-Wende: Was zuvor horizontal war, ist nun vertikal. Dabei wird bewusst auch eine psychologische Wirkung miteinbezogen, denn ab hier kann man mit dem ganzen Körper in den jeweiligen Bereich eintauchen, was insgesamt entspannend wirkt. Das Highlight dieses Gebäudes bildet die Galerie-Suite, in der eine interne Treppe auf ein Wohnpodest bis ins Dach führt, wo man durch eine Öffnung in den – zumeist blauen – Himmel schauen kann. Foto © Alex Filz Foto © Alex Filz Foto © Alex Filz Architektur noa – network of architecture ■

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