architektur tirol 2021/22

Projekt Stadtwohnung Mariahilf Zahlen – Daten – Fakten Umbau einer Wohnung in Mariahilf, Innsbruck Bauherr: privat Architektur: Mario Gasser Architecture Baubeginn: Ende 2019 Fertigstellung: Ende 2020 Flurbereinigung in einer Stadtwohnung Ein Projekt von Mario Gasser Architecture Die Wohnanlage Mariahilfpark in Innsbruck, geplant von Architekt Franz Kotek und zwischen 1969 und 1973 erbaut, verbindet eine zentrumsnahe Lage mit überraschend viel Grünraum und einer angenehmen Präsenz des hinter der Anlage vorbei rauschenden Flusses. Im dritten der insgesamt vier Baukörper wurde vom Innsbrucker Architekten Mario Gasser eine große Drei-Zimmer Wohnung umgebaut und zeitgenössischen Anforderungen angepasst. Neben einer generellen Modernisierung und Erneuerung der gesamten Infrastruktur (Heizung, Lüftung etc.) wollte man den Wohnraum öffnen. Es sollten unnötige rückbaubare Gliederungselemente beseitigt werden und eine einfache schlüssige Raumfolge entstehen, in der flächenbündig so viel unauffälliger Stauraum wie möglich Platz findet. Symmetrisch konzipierte Schiebeelemente in schwarzer Farbe zwischen offenem Wohnbereich und Flur bzw. Küche, schaffen die Möglichkeit Räume im Bedarfsfall auch abzutrennen. Der Wohnbereich orientiert sich nach dem südwestlich vorbeifließenden Inn und damit zum Stadtzentrum. Dieser nunmehr zum zentralen Flur und zur Küche geöffnete Bereich wurde durch Beseitigung einer Trennwand um ein ganzes Zimmer vergrößert. Zugleich konnte man durch die Angliederung der Küche an den Wohnraum diese um den Essbereich verkleinern, wodurch Fläche für ein neues Zimmer eingespart wurde. So gelang es, den Wohnraum zu vergrößern und aufzuwerten, ohne dass ein Schlafzimmer verloren ging. Durch die geöffnete Verbindung des hellen Wohnbereichs zur zentralen Erschließungsachse, wird diese mit Licht versorgt, das – nach Beseitigung einer weiteren Trennwand – nunmehr bis in den neu gestalteten Eingangsbereich mit Garderobe vordringen kann. Der Flur wird nach einer Seite von einem durchgehenden schräg verlaufenden und dadurch immer tiefer werdenden Wandschrank begrenzt, dessen Ausführung mit vertikalen Eichenleisten der Fassadenarchitektur mit ihren unregelmäßig vertikal profilierten Balkonbrüstungen subtile Referenz erweist. Foto: © Christian Flatscher Foto: © Christian Flatscher Foto: © Christian Flatscher 13

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