architektur tirol 2021/22

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3 Editorial Peter Oberdorfer Fruchtbare Schwierigkeiten Wenn man sich eine große Menge von Bauprojekten, wie im Folgenden dargestellt, genauer ansieht, lassen sich daraus ein paar Gedanken über Trends und Zeiterscheinungen entwickeln. So scheint es, dass die immer größer werdenden finanziellen Erfordernisse, die der private Wohnbau an die Bauherrn stellt, neue Herangehensweisen bei der Wohnraumerzeugung nahelegen. Sie führen zu formalen Konstruktionen, die zu der Zeit, als man Einfamilienhäuser noch munter auf die freie Wiese stellen konnte, niemandem eingefallen wären. So etwa werden Aufstockungen bzw. Erweiterungen realisiert, die den Bestand weitgehend unangetastet lassen, woraus sich ein interessanter formaler Kontrast zwischen konventionellem Haus und zeitgenössischer Intervention ergibt (Beispiele in unserem Heft: das EFH von a4L architects in Breitenwang, der Loft S13 von Mahore Architekten oder das MFH in Rum von Baupuls): Hier ergänzen sich architektonischer Mehrwert und die ökologisch sinnvolle Arbeit mit bestehender Struktur (und bereits hinterlassenen Footprints). Ein anderes Nischenprodukt ist die – mitunter tatsächlich spektakuläre – Bebauung bislang als unbebaubar links liegen gelassener Parzellen. In diesem Bereich bilden sich schwierige Topographie und/oder unregelmäßige Parzellenform im Entwurf ab und machen Formen funktional, die unter anderen Umständen schwer verständlich erscheinen würden; Beispiele: das EFH am Bachl in Aldrans von Adam Architekturwerkstatt, das EFH Koyo von Mahore Architekten oder auch das in schwieriger Hanglage barrierefrei gestaltete Einfamilienhaus von Rupert Volgger in Telfs/Mösern. Natürlich werden auch weiterhin schöne, große und unproblematische Grundstücke bebaut, dabei handelt es sich dann zumeist um solitäre villenartige Strukturen, deren Entwürfe, der gehobenen Preisklasse entsprechend, edel durchkomponiert sind: so etwa das MFH in Oberperfuss von Kraftwerk Architektur, das erstaunliche EFH mit Wohnanlage am Walchsee von Plan360° oder das etwas andere alpine Chalet in Kirchberg von Kitzmüller Architektur. Ersichtlich aus der Zusammenstellung wird auch, dass der öffentliche Sektor in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine wichtige Funktion erfüllt. Er garantiert den gerade in einer konservativen Region wie Tirol nicht selbstverständlichen Freiraum, moderne Konzepte konsequent durchzuziehen, auch im dörflichen Rahmen: etwa beim neuen Vereins- und Gemeindezentrum in Stans (Schwaighofer und Partner) oder dem Kindergarten in Fulpmes (ARGE Tabernig Zierl). Andere Beispiele: die Erweiterung des BKH Schwaz durch ein Mehrzweckgebäude (planwerk), die Erweiterung eines Altenwohnheims ebendort (ARGE Fessler und Adam). In Innsbruck entstanden die neue Zentrale des Gehörlosenverbands (Sebastian Neuschmid), die markante Erweiterung der Berufsschule Metalltechnik (ARGE Ralf Eck und Harald Kröpfl) und zentral das BRG Sillgasse (SOLID architecture). es grüßt Peter Oberdorfer Foto: © Birgit Koell

4 Editorial 3 Inhaltsverzeichnis 4 Raum für selbstbestimmtes Leben und Gemeinschaft 6 Gehörlosenverband Tirol verfügt über ein neues Zuhause Hochwassersicher und geschmackssicher 7 ArchitekturWalch und Partner plante eine neue Brücke in Sölden Werden und Wachsen 8 Neues Schulgebäudes im Zentrum von Innsbruck Staner Aupark: Neue Arbeitswelt 10 In Stans entsteht ein Business- und Lifestyle-Center Wohnbau im ländlichen Raum 11 DieWohnanlage Fügen Pankrazberg Begehbares Gemeindewappen 12 Zentraler Blickfang fürWeer Flurbereinigung in einer Stadtwohnung 13 Ein Projekt von Mario Gasser Architecture Stilistische Enklave 14 Ein Einfamilienhaus von Michael Brötz Abgeschirmte Lage am See 18 Ausgeführtes Projekt von Plan 360° Unterhaltsames Rendezvous mit der Vergangenheit 22 Ein Projekt von noa* network of architecture Pushing the envelope 25 Drei Projekte von mahore architekten Wo Galtür beginnt 30 Ein Projekt von Jäger Architektur Eleganz, Dynamik, Zurückhaltung 34 Ein Projekt von Michael Brötz Geerdete Gemütlichkeit 38 Zwei Projekte von Jürgen Kitzmüller Geheimnisvolle Fassade 44 Ein Projekt von Riml &Thaler Pema 3: Klärender Hochpunkt 48 Ein Projekt der ARGE Heinlein Zierl Architekten Drei Variationen eines Themas 51 Ein Projekt von Insignis Estate Dezente Belebung 58 Ein Projekt von gparchitektur Architektonische Akzente in Lienz (und Umgebung) 60 Drei Projekte von modul 2 Wo man alles im Blick hat 64 Der Neubau der Hornalm Planung mit Durchblick 70 Ein Projekt der Architekten Martin Tabernig und Alois Zierl Gute Einbindung in die Gebirgswelt 72 Ein Projekt des Planungsbüros m3 Neues aus dem Mittelgebirge 76 Zwei Projekte von KRAFT:WERK Architektur GmbH Himmelblau & Morgenrot 82 Ein Projekt vonWODNAR-DESIGN aus Brixlegg Aus der Zweckbestimmung entwickelt 88 Zwei Projekte von scharmer-wurnig-architekten ZT gmbh Komplexe Abläufe in einfacher Struktur 92 Zwei Projekte von Anker Bauconsulting Aufwachraum 95 Ein Projekt von Nina Mair Punktlandung im Zillertal 96 Nox Cycles errichtet mit „Fort Nox“ einen neuen Firmensitz in Schlitters Tun und Unterlassen 99 Zwei Projekte vonWurzer Nagel Differenziertes Volumen in traditioneller Optik 106 Neubau eines Hotels in Fiss durch das Planungsbüro m3 Familienfreundliche Hotelarchitektur 110 Ein Projekt von Architektin Patricia Ramersdorfer Annäherungen an Bestandssituationen 114 Zwei Projekte von Stadt:Labor – Architekten Der Luxus, auf den es ankommt 117 Zwei Projekte von AA Baumanagement Legenden laden ein 120 Prof. Karl Landauer plante in Seefeld Gut arbeiten und gut essen 122 3CON erweiterte den Firmensitz in Ebbs Multifunktionalität im öffentlichen Raum 127 Ein Projekt vonWRS Bezirk Reutte: 130 Stärkung der touristischen Infrastruktur Drei Projekte des Büros Architektur Walch und Partner ZT GmbH Krankenhauserweiterung in Holzbauweise 134 Ein Projekt von planwerk Inhalt

5 Rund um den Autohandel 136 Zwei Projekte von arch2plus Wichtige Schnittstellen des öffentlichen Verkehrs 140 Die ÖBB investieren in neue Bahnhöhe und Haltestellen Vom historischen zum zeitgenössischen Landmark 150 Drei Projekte der Stimpfl Baumanagement GmbH Transparent und unterflutbar 156 Der neue SPAR-Supermarkt in Kramsach Erweiterung und Reorganisation 158 In Ischgl wurde der Kindergarten umgebaut Was Architektur kann 160 Zwei Projekte von Machné und Glanzl Urbane Qualität im ländlichen Raum 164 Drei Projekte des Architekturstudios T&S Konsequent funktional, konsequent bedingungslos 172 Ein Projekt der Architekten Harald Kröpfl und Ralf Eck Dynamischer Kubus 176 Ein Projekt von RAIMMICHL Architekten Fließende Übergänge 178 Ein Projekt von Dipl.-Ing. Rupert Volgger Eigenständig und gut angebunden 180 Ein Projekt des Architekturbüros Sonderegger Thonhauser Funktional und komfortabel 182 Zwei Projekte von P&P Generalplaner für Hoch- und Industriebauten GmbH Breites Spektrum, geballte Kompetenz 186 Vier Projekte von Baupuls Bauen in Eis und Fels 195 Zwei Projekte des Baubüros Neier Zwischen Tradition und zeitgenössischer Architektur 198 Zwei Projekte von K-Stil Das Vereinsleben unter Dach und Fach 202 Bürgernahes Bauen in Stans Mehrgenerationen-Park 206 Das Altenwohnheim Knappenanger in Schwaz wurde zweifach erweitert Ein Haus mit vielen Aspekten 208 Ein Projekt von Adam Architekturwerkstatt Unweit von Wald und Wildnis 212 Ein Projekt von Michael Schafferer Sichtbarer Eingriff 215 Ein Projekt von a4L architects Titelfotos von oben nach unten: Apartment Resort The Secret Sölden, Sölden Visualisierung: © zuchna VISUALISIERUNG Neubau Aparthotel Apart Alpex, Serfaus Foto: © Raphael Pöham Erweiterung Wellnessbereich bei Hotel Wagnerhof, Pertisau © MONSISI Mehrfamilienhaus Oberperfuss Foto: © DI Michael Schwaiger (KRAFT:WERK Architektur) Mehrparteienhaus, Walchsee Visualisierung: © Plan360º Differenzierte Gestaltung, harmonisches Ganzes 216 Zwei Projekte des Architekten Günther Gasteiger Klare Formensprache 220 Drei Projekte von Adamer°Ramsauer Wohnen am See 224 Ein Projekt der Pletzer Gruppe Auf halbemWeg zwischen Stadt und Land 227 Der BauträgerWeinberg baut in Allerheiligen Qualitätsvolle Hangbebauung 228 Ein Projekt vonWipptalbau Facettenreiches Familien-Refugium 232 Ein Projekt von SNOW ARCHITEKTUR Wohnqualität mit Ausstrahlung 234 Zwei Projekte von MoserWohnbau Elegantes Wohnen in guter Lage 236 Zwei Projekte von Architekt Hanno Parth Branchenverzeichnis 239 Impressum 266 Fotoreihe oben von links nach rechts: Einfamilienhaus Haus am Bachl Foto: © Christian Flatscher Umbau MPREIS miniM, Prägraten Foto: © : Wolfgang Retter Museum Weiherburg, Innsbruck/Hötting Foto: © Isabelle Bacher Werkstättengebäude der TFBS Metalltechnik, Innsbruck Foto: © Günter Richard Wett Boutiquehotel Rattenberg Foto: © Jean-Stephane Mus Neubau Hornalm, Hart i.Z. Foto: © scheitnagl_architekten

Zahlen – Daten – Fakten Zentrale des Gehörlosen- verbandes Tirol, Innsbruck Bauherr: TIGEWOSI, Tiroler Gemeinnützige Wohnbau- und Siedlungs-Ges.m.b.H Architektur: Sebastian Neuschmid Baubeginn: Oktober 2019 Fertigstellung: Juli 2021 Raum für selbstbestimmtes Leben und Gemeinschaft Gehörlosenverband Tirol verfügt über ein neues Zuhause Projekt Gehörlosenverband Tirol Das nur mehr eingeschränkt nutzbare Bestandsgebäude des Gehörlosenverbandes Tirol (GVT) in der Ing.-Etzel-Straße wurde abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, der einer multifunktionalen Beanspruchung voll gerecht wird. Im Erdgeschoss sind die Büros des GVT untergebracht, in den Obergeschossen wurden 21 wohnbaugeförderte Wohnungen errichtet. Das Projekt des Architekten Sebastian Neuschmid ist als Sieger aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangen. Die straßenseitige Positionierung der öffentlichen Bereiche verwebt das neue Gebäude mit dem öffentlichen Raum, während die dahinterliegenden Büroräumlichkeiten für Bewohner und Beschäftigte vielseitige Kommunikations- und Arbeitsbereiche schaffen. Der Zugang zum Gehörlosenverband mit seinen Vereinen und Projekten (Beratungsstelle für Gehörlose und KommBi) sowie der Dolmetscherzentrale für Gebärdensprache und Schriftdolmetschen erfolgt über einen attraktiv terrassierten Zugangsbereich auf der südwestlichen Gartenseite. Die Wohnungen werden von der Nordostseite über einen separaten Zugang erschlossen, ein interner Übergang ins gemeinsame Foyer verbindet beide Eingangsbereiche zu einer räumlichen Abfolge. An das Foyer schließt sich ein teilbarer, flexibel nutzbarer Mehrzwecksaal an. Der vorgelagerte Terrassenbereich erweitert das räumliche Angebot und vermittelt zum Straßenraum. In der straßenabgewandten Hälfte des Erdgeschosses sind die Büro-, Beratungs- und Schulungsräume mit unmittelbarem Gartenbezug angeordnet. Die lichtdurchflutete Erschließungszone mit je zwei Stiegen und Aufzügen für die Wohnungen entwickelt sich entlang der Nordostseite, die Wohnungen selbst orientieren sich mittels großzügiger Verglasungen und Loggien auf die Südwestseite. Das Tragstruktur des Gebäudes wurde in Stahlbeton errichtet. Das Erdgeschoss ist der öffentlichen Nutzung entsprechend sehr transparent ausgestaltet, in den Obergeschossen wurde eine vorgefertigte Holzriegelkonstruktion mit großen, seriellen Fensterelementen und Holzfassade vorgehängt. Großes Augenmerk wurde in der Ausführung auf eine umfassend barrierefreie Gestaltung – sowohl im Bereich des GVT als auch der Wohnungen – gelegt. Neben den baulichen Voraussetzungen unterstützen technische Sonderausstattungen in Form visueller Hilfseinrichtungen und taktiler Leitsystemen eine möglichst uneingeschränkte Nutzung des Gebäudes für alle Mitarbeiter, Gäste und Bewohner. Foto: © Günther Wett Foto: © Günther Wett 6

Zahlen – Daten – Fakten Neubau Fußgängerbrücke, Sölden Bauherr: Gemeinde Sölden + Ötztal-Tourismus Architektur: Architektur Walch & Partner ZT GmbH Baubeginn: Mai 2021 Fertigstellung: November 2021 Hochwassersicher und geschmackssicher Architektur Walch und Partner plante eine neue Brücke in Sölden Projekt Fußgängerbrücke Aufgrund der erhöhten Anforderungen an den Hochwasserschutz war die alte Fußgängerbrücke eine bekannte Problemstelle in der Ötztaler Gemeinde Sölden. Dabei ging es nicht nur um die Sicherheit der Passanten: sehr viele der fürs hintere Ötztal wichtigen Versorgungsleitungen wurden über diese Brücke geführt. Ein Schaden an diesem Bauwerk hätte unabsehbare Komplikationen und sehr hohe Folgekosten nach sich gezogen. So wurde im Jahr 2019 entschieden, die Brücke neu zu bauen. Architektonisch fügt sich die neue Struktur gut in das bestehende Konzept der Ortskerngestaltung ein, indem man die dominante Materialität von Stein, Holz und Schwarzstahl aufgriff und fortsetzte. Die Ausrichtung der neuen Brücke wurde so abgedreht, dass das neue TVB Bürogebäude (von OMO Architekten) optimal mit dem Dorfkern verbunden werden konnte. Die trichterförmigen Erweiterungen an den Ufern laden die Passanten geradezu zum Überqueren der Ötztaler Ache ein. Die Materialität der umgebenden Plätze wird über die Brücke gezogen und verleiht dieser damit dieselbe Aufenthaltsqualität. Durch den schichtweisen Aufbau der Brücke und die Reduktion des Tragwerkes auf ein Minimum der nötigen Höhe erscheint die Brücke leicht – ja beinahe schwebend. Der Austritt bei der nicht verrückbaren Trafostation wird durch eine Rampe und eine Treppe umspielt und so an den Vorplatz bequem angebunden. Unterhalb der Treppenanlage finden noch die Anschlüsse für künftige Veranstaltungen Platz. Das anthrazitfarbene Harfengeländer begleitet den Fußgänger auf ganzer Länge und gibt an jeder Stelle den Blick auf die Ache frei. Über ein sehr praktisches, weil flexibel handhabbares Klemmsystem können an beliebigen Stellen des Geländers Zusatzfunktionen wie z.B. E-Bikeladestationen montiert werden. Die gesamte GeländerKonstruktion wurde durchdringungsfrei auf der Brücke realisiert. Der Boden besteht aus farblich genau passendem Granitstein, der in ein Kiesbett auf der Brücke verlegt wurde. Foto: © Andreas Schindl, Reutte Foto: © Andreas Schindl, Reutte Foto: © Andreas Schindl, Reutte 7

Projekt BIG, BRG Silgasse Werden und Wachsen Neues Schulgebäudes im Zentrum von Innsbruck Zahlen – Daten – Fakten Neubau BG/BRG Sillgasse, Innsbruck Bauherr: Bundesimmobilien- gesellschaft m.b.H. Architektur: Solid Architecture Baubeginn: März 2019 Fertigstellung: August 2021 In der Sillgasse, mitten im Zentrum der Stadt Innsbruck, wurde das dort angesiedelte Bundesrealgymnasium neu erbaut, nachdem das in die Jahre gekommene Bestandsgebäude abgerissen worden war. Drei Jahre wurden die Schüler an einem Ausweichquartier unterrichtet, im Herbst des Vorjahres eröffnete die erneuerte Schule den Betrieb. In den Neubau des BG/BRG Sillgasse investierte die BIG im Auftrag des Bildungsministeriums insgesamt rund 28 Millionen Euro, um den SchülerInnen sowie dem Lehrpersonal eine moderne, den heutigen pädagogischen Anforderungen entsprechende Schule zu errichten. Das Projekt, das nach den Plänen von SOLID architecture aus Wien umgesetzt wurde, umfasst rund 10.350 Quadratmeter Fläche auf zwei unter- und fünf oberirdischen Geschossen. Über den Eingangsbereich mit Aufenthaltszone sind im Erdgeschoss Mehrzweck- und Bewegungsraum sowie die Nachmittagsbetreuung und der Speiseraum zu erreichen. Geleitet wird die Schule aus dem ersten Obergeschoss, wo sich auch Arbeitsbereiche für die LehrerInnen und einige Klassen befinden. Weitere Klassen und die Sonderunterrichtsräume sind in einem Clustersystem in den Obergeschossen zwei bis vier angeordnet. In den beiden unterirdischen Stockwerken befinden sich zwei Turnsäle samt Nebenräumen und die Haustechnik. Foto: © Günther Wett Foto: © Günther Wett 8

Projekt BIG, BRG Silgasse Das „Clustersystem” ist die vor allem unter pädagogischen Gesichtspunkten bevorzugte und von der öffentlichen Hand auch geforderte Form der Raumorganisation im Schulbau. Es bedeutet, dass sich mehrere Klassen einen großzügigen Gangbereich teilen, was flexibles klassenübergreifendes Arbeiten ermöglicht und die störungsfreie Absonderung einzelner Gruppen (für eigenständiges Arbeiten) erleichtert. Auch in den Pausen sorgt dieses Konzept für eine unterhaltsame Durchmischung der Gruppen. Ebenfalls für Abwechslung im sonst oft allzu nüchternen Schulbau sorgt der von der BIG initiierte Kunst & Bau-Wettbewerb. Aus den eingereichten Beiträgen wählte die Jury den Entwurf von Habima Fuchs als Siegerprojekt aus. Dieser nimmt auf die antike Fünf-Elemente-Lehre Bezug und besteht in seiner Ausführung aus fünf unterschiedlichen – in der traditionellen Vitrage-Technik gefertigten – farbigen Glasbildern, die jeweils auf den fünf überirdischen Etagen der Schule vor der Fensterfront positioniert wurden. Durch den natürlichen Lichteinfall entstehen sich verändernde Projektionen auf den Böden. Die Bilder zeigen mathematisch-geometrische Darstellungen von Polyedern (Vielecken), auch bekannt als Platonische Körper, die in fünf verschiedenen Grundfarben jeweils den Elementen Erde, Wasser, Feuer, Metall und Holz zugeordnet werden. Aus diesen Bausteinen setzte sich nach den Vorstellungen der Antike die gegenständliche Welt zusammen. Die organisch lebendige und wechselhafte Verbindung derselben wird je nach Tageslicht anders in die Räumlichkeiten der Schule projiziert und thematisiert damit den Prozess des Werdens und Wachsens - der in einer Schule ja auch stattfinden sollte. Foto: © Günther Wett Foto: © Günther Wett Foto: © Günther Wett Foto: © Günther Wett 9

Zahlen – Daten – Fakten Staner Aupark Bauherr: PMW Immobilien GmbH & CoKG Architektur: Schwaighofer + Partner Architektur ZT GmbH Geplante Fertigstellung: Herbst /Winter 2024 Staner Aupark: Neue Arbeitswelt In Stans entsteht ein Business- und Lifestyle-Center Visualisierung: © Cordes Projekt Staner Aupark Die Corona-Krise hat zu einer bislang nicht bekannten Überlappung von Privatsphäre und Arbeitsplatz geführt. Da erscheint es nur logisch, dass der Büroarbeitsplatz neue Qualitäten entwickeln muss, um langfristig konkurrenzfähig und attraktiv zu bleiben. Beim Immobilienentwickler PMW ist man der Meinung, dass sich im Büro- und Gewerbebau diesbezüglich einiges tun wird und man hat mit dem Staner Aupark ein Projekt entwickelt, das Trends antizipiert. Das vom Innsbrucker Architekten Bernhard Schwaighofer geplante Gebäude entsteht im Talboden auf Staner Gemeindegebiet in verkehrstechnisch günstiger Position. Es ist als „Business- und Lifestyle-Center“ konzipiert und dafür gibt es in unseren Breiten wenige Vorbilder. Das breit angelegte Angebot, das dem Arbeitnehmer und Konsumenten gemacht wird, spricht die Geschäfts- und die Privatinteressen der Menschen gleichermaßen an, indem das „one-stop-one-shop”-Prinzip neu ausgelegt wird: arbeiten, shoppen, genießen und gesund bleiben: all das soll an einem Ort stattfinden. Im Erdgeschoss des Gebäudes wird der Konsument angesprochen, hier öffnen die Geschäfte und Dienstleister des täglichen Bedarfs ihre Tore. Ansiedeln werden sich Anbieter wie Bistro, Apotheke, Handyshop, Post etc., also alles, was man einerseits braucht und wofür man andererseits ungern lange Wege in Kauf nimmt. In den Obergeschossen gruppieren sich die thematisch zusammengefassten Dienstleister. Im ersten Obergeschoss findet sich alles zum Thema Gesundheit und Medizin (Ärzte, Therapeuten etc.), in Obergeschoss 2 dreht sich alles um das unerschöpfliche Thema Schönheit und Obergeschoss 3 ist für Sport und Unterhaltung reserviert. Gearbeitet muss natürlich auch werden und diese Tatsache findet in den Obergeschossen 4 bis 6 Berücksichtigung. Hier wandelt sich der Grundriss des Gebäudes entsprechend und bildet zwei Innenhöfe aus, die für eine gute Belichtung der rundherum angelegten Büroflächen sorgt. Das Dachgeschoss fasst dann beide Themen Business und Lifestyle auf einem Stockwerk bündig zusammen: dort gibt es einerseits eine imposante Sky-Bar mit Restaurant und großer Terrassenfläche, andererseits ein flexibel nutzbares Seminar und Veranstaltungszentrum, welches das integrale Angebot perfekt abrundet. Visualisierung: © Cordes 10

Das Zillertaler Architekturbüro Upzirben mit dem Geschäftsführer Günther Gasteiger hat in Tirol im Lauf der Jahre eine ganze Reihe von Wohnanlagen errichtet. Dabei versuchte man sich unverdrossen an der Quadratur des Kreises: indem man leistbaren, qualitativ wertvollen Wohnraum in Form beträchtlicher Volumina herstellte, die sich modern gestaltet in eine traditionell und kleinteilig strukturierte ländliche Umgebung einpassen. Ein jüngstes Beispiel. Die vom gemeinnützigen Wohnbauträger NHT errichtete Wohnanlage in Fügen wurde als Hybridbau in bewährter Passivhausbauweise ausgeführt. Wohnbau im ländlichen Raum Die Wohnanlage Fügen Pankrazberg Projekt Wohnanlage Fügen Sie fügt sich mit ihrer abgestuften und stark gegliederten Form und der Lärchenholzfassade günstig in die örtliche Bebauungsstruktur ein. Sämtliche Wohnungen sind nach Süden bzw. Westen orientiert. Die Balkonbrüstungen bestehen aus Stahl, vertikale Holzlamellen sorgen für Beschattung, aber auch für ein kompaktes Erscheinungsbild der Fassadenarchitektur. In knapp 13 Monaten Bauzeit wurde die Wohnanlage mit ihren 18 Mietwohnungen samt Tiefgarage (22 Stellplätze) errichtet. Die Einheiten variieren in den Größen, es handelt sich dabei um zwei-, drei und große, familienfreundliche vier-Zimmer-Wohnungen. Sie verfügen durchwegs über einen hohen Ausstattungsstandard mit Fußbodenheizung und Komfortlüftung. Auch bei der Energieversorgung setzte man mit Anschluss an das lokale Fernwärmenetz und einer Photovoltaikanlage am Dach auf modernste Standards. Foto: © Martin Vandory Foto: © Martin Vandory Foto: © Martin Vandory Zahlen – Daten – Fakten Wohnanlage Fügen Pankrazberg Bauträger: Neue Heimat Tirol Architektur: Architekt Gasteiger Baubeginn: September 2019 Fertigstellung: Oktober 2020 11

Projekt Dorfplatz Weer Zahlen – Daten – Fakten Neugestaltung Dorfplatz Weer Bauherr: Gemeinde Weer Architektur: G P Architektur ZT GmbH Bauzeit: 2021 Begehbares Gemeindewappen Zentraler Blickfang für Weer Die Gemeinde Weer ist bei der Neugestaltung ihres Dorfplatzes einen innovativen Weg gegangen. Ein futuristisch anmutendes und multifunktionales Kunst-Bühne fungiert nicht nur als Blickfang, sonder wirkt auch raumgestaltend. Eingebunden in ein organisch angelegtes Blumenband, einen Wasserlauf und in freie Grünfläche ist ein atmosphärischer Ort der Begegnung entstanden. Die gestalterische Form einer Schale, die sich auch im Wappen von Weer wiederfindet, verweist auf die Geschichte des Orts: denn in Weer wurde im späten Mittelalter Gold gewaschen. Sonne und des Fluss, die ebenfalls das Wappen zieren, werden durch das Blumenband und den Wasserlauf verkörpert. Der Entwurf stammt aus der Feder des Architekten Christoph Prem, des Geschäftsführers der G P Architektur ZT GmbH, der seine familiären Wurzeln in Weer hat und sich intensiv mit der Geschichte des Ortes befasste. Er verantwortete neben dem Konzept auch die Planung und die örtliche Bauaufsicht. Und die Realisierung des Projekts war alles andere als ein Routine-Vorgang, handelte sich sich doch darum, eine überdimensionalen Schale in einer Breite von 15 Metern und einer Tiefe von acht Metern herzustellen. Das Objekt musste diversen Anforderungen genügen: eine gute Akustik (für Musikveranstaltungen) aufweisen und möglichem Extremwetter standhalten. Die technische Lösung lag in einer speziellen Bau- und Fertigungstechnik. Dabei kombinierte man eine Stahlwabenkonstruktion mit speziell zugeschnittenen EPS-Körpern und einer Polyurea-Beschichtung der Fa. KWS Jenbach. Foto: © gparchitektur Foto: © gparchitektur Foto: © gparchitektur 12

Projekt Stadtwohnung Mariahilf Zahlen – Daten – Fakten Umbau einer Wohnung in Mariahilf, Innsbruck Bauherr: privat Architektur: Mario Gasser Architecture Baubeginn: Ende 2019 Fertigstellung: Ende 2020 Flurbereinigung in einer Stadtwohnung Ein Projekt von Mario Gasser Architecture Die Wohnanlage Mariahilfpark in Innsbruck, geplant von Architekt Franz Kotek und zwischen 1969 und 1973 erbaut, verbindet eine zentrumsnahe Lage mit überraschend viel Grünraum und einer angenehmen Präsenz des hinter der Anlage vorbei rauschenden Flusses. Im dritten der insgesamt vier Baukörper wurde vom Innsbrucker Architekten Mario Gasser eine große Drei-Zimmer Wohnung umgebaut und zeitgenössischen Anforderungen angepasst. Neben einer generellen Modernisierung und Erneuerung der gesamten Infrastruktur (Heizung, Lüftung etc.) wollte man den Wohnraum öffnen. Es sollten unnötige rückbaubare Gliederungselemente beseitigt werden und eine einfache schlüssige Raumfolge entstehen, in der flächenbündig so viel unauffälliger Stauraum wie möglich Platz findet. Symmetrisch konzipierte Schiebeelemente in schwarzer Farbe zwischen offenem Wohnbereich und Flur bzw. Küche, schaffen die Möglichkeit Räume im Bedarfsfall auch abzutrennen. Der Wohnbereich orientiert sich nach dem südwestlich vorbeifließenden Inn und damit zum Stadtzentrum. Dieser nunmehr zum zentralen Flur und zur Küche geöffnete Bereich wurde durch Beseitigung einer Trennwand um ein ganzes Zimmer vergrößert. Zugleich konnte man durch die Angliederung der Küche an den Wohnraum diese um den Essbereich verkleinern, wodurch Fläche für ein neues Zimmer eingespart wurde. So gelang es, den Wohnraum zu vergrößern und aufzuwerten, ohne dass ein Schlafzimmer verloren ging. Durch die geöffnete Verbindung des hellen Wohnbereichs zur zentralen Erschließungsachse, wird diese mit Licht versorgt, das – nach Beseitigung einer weiteren Trennwand – nunmehr bis in den neu gestalteten Eingangsbereich mit Garderobe vordringen kann. Der Flur wird nach einer Seite von einem durchgehenden schräg verlaufenden und dadurch immer tiefer werdenden Wandschrank begrenzt, dessen Ausführung mit vertikalen Eichenleisten der Fassadenarchitektur mit ihren unregelmäßig vertikal profilierten Balkonbrüstungen subtile Referenz erweist. Foto: © Christian Flatscher Foto: © Christian Flatscher Foto: © Christian Flatscher 13

Projekt Einfamilienhaus Fritzens Zahlen – Daten – Fakten Einfamilienhaus Fritzens Bauherr: privat Architektur: Michael Brötz Baubeginn: 2018 Fertigstellung: 2019 Stilistische Enklave Ein Einfamilienhaus von Michael Brötz Ein Einfamilienhaus im amerikanischen MidCentury-Modern-Stil entstand im Tiroler Unterland, genauer gesagt in Fritzens. Dabei allerdings ging es weniger darum, einen bekannten Baustil zu zitieren, als pragmatisch, praktisch und mit einer minimalistischen Lust am Weglassen von Überflüssigem zu bauen – ohne dabei Wohnlichkeit und Komfort aus den Augen zu verlieren. Im Gegenteil. Der gebaute Bungalow weist eine Grundfläche von knapp 100 Quadratmetern auf und ist zurückhaltend in ein stark steigendes Terrain gesetzt. Während die auskragende Bodenplatte auf unscheinbaren Stahlträgern ruht, strukturieren die drei mit Naturstein verkleideten parallelen Wandscheiben den Baukörper. Zwei dieser Elemente bilden jeweils südlich und nördlich die Außenwände und das dritte trennt im Haus den großzügigen Wohn-Ess-Bereich mit Badezimmer von den beiden Schlafzimmern. Das Haus orientiert sich mit seiner transparenten Front aus Glas-Schiebe-Elementen nach Westen in Richtung Tal. An dieser Seite vorgelagert wurde auf ganzer Länge eine Terrasse errichtet, deren Boden aus einem Cortenstahl-Gitter besteht, die Bürstungen sind ebenfalls aus Stahl, matt schwarz lackiert. Unterhalb vom Haus liegt die Zufahrt mit Garage, die nach außen hin ins Bild passend sparsam als Stahlskelettbau mit anthrazitfarbenen Sandwichpaneelen in Erscheinung tritt, nach innen aber mit beheizbarer Werkstatt ausgestattet durchaus Aufenthaltsqualität entwickelt. Das Raumkonzept ist gewünscht simpel: Elternschlafzimmer, Kinderzimmer und ein offener Bereich, der sowohl Eingangsbereich, Essbereich mit Küche und eine im Boden vertiefte Sitzinsel beinhaltet, wie auch den offenen Nassbereich: Durch eine glasgeziegelte Schneckendusche ist man dort auch vor Blicken von außen geschützt, das WC ist als eigenständiger Raum durch die mattschwarze Schrankfront der Küchenzeile betretbar. Eine Glasluke im Boden gibt Zugriff auf Wein und Speck. Das Haus ist bewusst nicht unterkellert, die Devise hier lautete: Weniger Platz bedeutet weniger Unrat. Foto: © Andreas Prugger Foto: © Andreas Prugger 14

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Zahlen – Daten – Fakten Mehrparteienhaus, Walchsee Bauherr: privat Ausführungsplanung: Plan360 º Baubeginn: Frühjahr 2021 Fertigstellung: Frühjahr 2022 Ein ausgeklügeltes Bauprojekt, das vorhandenes Bauland sehr effizient nutzt, entstand auf einem Seegrundstück am Walchsee im Bezirk Kufstein. Die bebaute Liegenschaft weist eine Größe von insgesamt rund 6.000 Quadratmetern auf und besteht aus drei Parzellen: einer Parzelle Bauland, die an die öffentliche Straße grenzt, und zwei Parzellen Freiland, die die Verbindung zum See herstellen. Der Entwurf stammt vom Architekten Markus Rottenspacher, die Ausführungsplanung erfolgte durch das Architekturbüro Plan360º. Ausführungsplanung Plan360° Abgeschirmte Lage am See Ausgeführtes Projekt von Plan 360º Zur Bebauung stand die unmittelbar an die Straße angrenzende Parzelle zur Verfügung. Das architektonische Konzept sieht darauf einen hybriden, zweiteiligen Baukörper vor, der das nach Nordwesten zum See hin orientierte private Haupthaus umfasst und ein nach Südosten zur Straße hin sich öffnendes Mehrparteienhaus mit drei Wohnungen in den Obergeschossen eins und zwei. Dadurch dass das Terrain zur Straße hin ansteigt, ist das Erdgeschoss des Mehrparteienhauses als unterirdische Tiefgarage ausgestaltet. Neben der straßenseitigen Einfahrt zu dieser befindet sich ein abgetreppter Durchgang zum dahinter liegenden Eigentümerbereich, der in jeder Hinsicht vom Mehrparteienhaus getrennt ist. Dies betrifft Zugang und Nutzung des großen zum See hin sich erstreckenden Gartens, aber auch die Blickbeziehungen sind durch die geschickte Platzierung der Öffnungen und Freibereiche so gelenkt, dass die Sphären der Bewohner – trotz großer Nähe – völlig getrennt sind und damit die Privacy aller gewahrt bleibt. Das Mehrparteienhaus öffnet sich mit seinen Freiflächen und Fenstern zur südseitigen Straße hin, was aufgrund der guten Besonnung eine vorteilhafte Lage bedeutet. Zugleich schirmt das Gebäude das dahinter liegende Haupthaus von der Straße ab und garantiert diesem den ungestörten Genuss der Lage am See und des herrlichen Gartens mit dem – ebenfalls neuen – Bootshaus. Die Grünflächen sind somit blickgeschützt und uneinsehbar, sowohl von der Straße aus als auch vom Mehrparteienhaus, zumal die Wohnungen keine Fenster in nördlicher Richtung aufweisen. Das luxuriöse Haupthaus entfaltet sich auf zwei Ebenen. Auf Ergeschossniveau befinden sich westseitig die drei Schlafzimmer und die Bäder. Östlich angrenzend liegt das großzügig verglaste Visualisierung: © Plan360º Visualisierung: © Plan360º 18

Projekt-Partner Air-Lux Technik AG, CHE-Engelburg/SG Freisinger Fensterbau GmbH, Ebbs Fröschl AG & Co. KG, Hall i.T. IBOD Wand & Boden – Industrieboden GmbH, Kramsach Malerfachwerkstätte Praschberger GmbH, Kufstein Plan360° – Architektur Innen Außen, Oberndorf/Kitzbühel und Ebbs PRO STATIK GmbH, Kufstein SST Saurwein Schwimmbad Technik GmbH, Thaur Wohnatelier GmbH, Oberndorf in Tirol Hallenbad und Richtung Parkgarage der private Wellnessbereich. Im Obergeschoss ist der ausladende Wohnbereich angelegt, wobei das Dach des Hallenbads als Essbereich und angrenzende Terrasse (mit Außenküche) genutzt wird. Im Wohnbereich öffnet eine raumhohe Fixverglasung das Gebäude zum See, der Ausblick wird durch eine Auskragung effektvoll eingerahmt. Der funktionellen Trennung der beiden Gebäude entspricht eine unterschiedliche Fassadengestaltung. Während das Mehrparteienhaus eine Putzfassade aufweist, besteht die äußere Hülle des Haupthauses im Erdgeschoss aus schwarzen, vertikal angebrachten Alucobond-Platten, das Obergeschoss ist in Sichtbeton gehalten. Was beide Häuser verbindet sind die großzügig gesetzten Verglasungen, die im Haupthaus noch opulenter angebracht wurden. Es verfügt im Bereich des Erdgeschosses über Schiebeelemente, imWohnbereich wurden raumgreifend Fixverglasungen eingesetzt. Ausführungsplanung Plan360° Visualisierung: © Plan360º Visualisierung: © Plan360º 19

20 Anzeigen zu Plan360° Plan360° & Wohnatelier im ArcheNeo Pass-Thurn-Straße 24 · A-6372 Oberndorf Tel. +43 5356 659 46 · Fax +43 5356 658 72 www.plan360.at · office@plan360.at Plan360° & Wohnatelier in der Kaiser Nordwand Fürhölzl 2 · A-6341 Ebbs Tel. +43 5372 203 60 · Fax +43 5372 665 99-12 www.wohnatelier.at · office@wohnatelier.at Swiss made Fas Kom 211029_ALX_Inserat_186x126mm_v02-05.indd 1 29.10.21 15:53

Fenster Schiebetüren Eingangstüren Pfosten-Riegel-Fassade Ganzglassysteme Sonnen- und Insektenschutz Holzhäuser Dach und Fassade Wintergärten Gewerbebauten Aufstockungen Landwirtschaftliche Gebäude Altholz Freisinger Holzbau GmbH Wildbichler Straße 1A A-6341 Ebbs Tel. +43 (0) 5373 / 4 22 09 -0 Fax +43 (0) 5373 / 4 22 09 - 23 info@freisinger-holzbau.at www.freisinger-holzbau.at Foto: © Grassl Moser Foto: © BORA Vertriebs GmbH & Co KG Freisinger Fensterbau GmbH Wildbichler Straße 1 A-6341 Ebbs Tel. +43 (0) 5373 / 4 60 46 office@freisinger.at www.freisinger.at 21 Anzeigen zu Plan360° Wir bedanken uns bei allen Inserenten die uns bei der Veröffentlichung dieser Publikation unterstützt haben. Foto: © Max Krasnov – Fotolia.com

Unterhaltsames Rendezvous mit der Vergangenheit Ein Projekt von noa* network of architecture Zahlen – Daten – Fakten Hotel Weisses Kreuz, Renovierung und Erweiterung, Innsbruck Bauherr: Altstadthotel Weisses Kreuz Architektur, Interior Design: noa* network of architecture Baubeginn: Januar 2020 Fertigstellung: April 2021 Architektur, Interior Design noa* network of architecture Das Innsbrucker Altstadt Hotel Weisses Kreuz aus den 1460er Jahren ist von Bauelementen verschiedenster Epochen geprägt und war Teil einer ständigen Transformation. Bei dem Haus, in dem schon Mozart übernachtet hat, handelt sich um ein schmales, nach hinten lang gestrecktes Gebäude, das sich mit seinem vorgelagerten Arkadengang in das urbane historische Gefüge einreiht. Den ursprünglich sechs Geschossen wurde nun im Zuge der Neukonzeption durch noa* ein Dachgeschoss hinzugefügt. Die Zeitreise, zu der das Hotel künftig einlädt, beginnt schon im Erdgeschoss, wo man auf dem Weg zum Fahrstuhl einen Korridor entlang geht, der von zwei „Spiegelschleusen“ durchbrochen wird. Mit dem Fahrstuhl geht es direkt in das neue sechste Obergeschoss, wo der Gast empfangen wird. Der erste Blick des Ankommenden fällt auf das dominierende Einrichtungsstück des lang gezogenen Raumes, eine 13 Meter lange, maßgefertigte Tafel aus Messing mit barocken Verzierungen. Hier kommen alle Funktionen zusammen: Empfang, Frühstücksbuffet, Bar und attraktiver Treffpunkt für den Abend. Das neu erbaute blaue Dachgeschoss mit seinen Erkern und Nischen aus Glas sowie den atemberaubenden Aussichten ist das Gegenteil von „kühl“. Verschiedene Sitzbereiche mit außergewöhnlichen Sesseln und Leuchten im Gatsby-Stil Foto: © Alex Filz Foto: © Alex Filz 22

Architektur, Interior Design noa* network of architecture Projekt-Partner Duschek Haustechnik GmbH, Thaur Fliesenpark Mils GmbH, Mils IBOD Wand & Boden – Industrieboden GmbH, Kramsach SCHAFFERER Holzbau GmbH, Navis Tischlerei Steixner, Schönberg bieten einen variantenreichen Mix, bei dem charmante Akzente in Hellrosa und Ockergelb an das opulente Messing-Thema anknüpfen. Elemente aus den unterschiedlichsten Stilepochen lassen den Gast jegliches Zeitgefühl vergessen. Die Lebendigkeit spiegelt sich in allen Elementen wider und erinnert an die dynamische Baugeschichte, der hier ein neues Kapitel hinzugefügt wurde. Die neu gestalteten Zimmer folgen in sich geschlossenen Farbcodes. Jeweils in eine Farbe getaucht, wird der Raum zum Rahmen, in dem die barocken Elemente inszeniert werden. So wird auch die Farbe zum Teil der Zeitreise, auf die sich der Gast hier begibt. Der Farbton gibt immer auch einen Hinweis auf die Konfiguration des jeweiligen Zimmers. So sind die roten im Vergleich zu den hellblauen Zimmern etwas großzügiger, die dunkelblauen haben einen Balkon, während die grünen eine Terrasse im – neu errichteten – Lichthof anbieten und die grauen als Twin-Zimmer eingerichtet sind. Außergewöhnlich wirkt das erste Obergeschoss, das in den Hof hinein um sechs Zimmer erweitert wurde. Das besondere daran ist, dass alle Zimmer über eine verglaste Terrasse und damit über einen großzügigen Außenbereich verfügen. Das Highlight dieser Etage ist das Zimmer „Superpatio“ im grünen Dschungelstil, eine kleine, grüne Oase begleitet von antiken Möbeln und einem besonderen Bett. Eine Etage höher, im zweiten Obergeschoss, befindet sich die „Mozart-Suite“, jenes großzügige Refugium, wo Mozart sich zur Ruhe gebettet hat. Auch im dritten Obergeschoss wartet das Hotel mit einer Kuriosität auf: die so genannte „Besenkammer“, das kleinste Zimmer des Hotels, das komplett im Rohbau-Status verharrt. Mit seinen unverputzten Wänden ist es das „ungestylte“ Zentrum im sonst minutiös durchgestalteten Hotel. Das vierte Obergeschoss dehnt sich mit zusätzlichen zehn Zimmern ins Nachbargebäude aus. Auf dieser Etage befindet sich das Zimmer „Golden Roof“ mit seiner opulenten, in Gold getauchten Ausstattung. Benannt wurde es nach dem Goldenen Dachl, das man dort vom Erker aus sehen kann. Foto: © Alex Filz Foto: © Alex Filz Foto: © Alex Filz 23

Anzeigen Foto: © Alex Filz Architektur, Interior Design noa* network of architecture 24 Wir formen Holz. Dorfstraße 37 | 6141 Schönberg | T 5225-62573 | www.tischlerei-steixner.at www.duschek-haustechnik.at

Pushing the envelope Drei Projekte von mahore architekten Mahore ist ein Team aus Architekten, das durch interdisziplinäres Arbeiten innovative Lösungen in den Bereichen Architektur, Materialforschung und Kunst entwickelt. Das Generieren von Mehrwert ist das Ziel, speziell und gerade bei limitierenden Parametern – egal ob diese sich aus geschichtlichem oder topographischen Kontext ergeben. Projekt-Partner SCHAFFERER Holzbau GmbH, Navis SIBLIK Elektrik GmbH & Co. KG, Wien SONNTECK OG, Strass im Zillertal Vermessung Dipl.-Ing. Heinz Ebenbichler, Brandberg/Mayrhofen Loft S-13 Der dynamische Baukörper kam durch Aufstockung auf ein bestehendes Wohnhaus zustande und fügt sich insgesamt harmonisch in die Landschaft des Mieminger Plateaus ein. Differenzierte Ausblicke in die umliegende Bergwelt bestimmen die Raumfolge im Innenraum des Lofts und sorgen für eine helle, freundliche Atmosphäre. An der Südostfassade gewährleisten integrierte Photovoltaikelemente die energieeffiziente Versorgung des Gebäudes vor allem in den Wintermonaten und spiegeln zugleich die einzigartige Naturlandschaft als poetische Komposition. Das Erdgeschoss des bestehenden Wohnhauses aus dem Jahr 1996 wurde in Holzblockbauweise erstellt. Wand und Deckenelemente im Loft wurden aus Brettsperrholzelementen konzipiert und in kurzer Montagezeit versetzt. Die Geometrie der Dachkonstruktion wird durch unbehandelte Weißtannenplatten im Innen- und Außenraum spürbar. Die Bestandgeschosse wurden mittels Fenstertausch sowie Anbringung einer hinterlüfteten Holzfassade thermisch saniert. Bei dieser Gelegenheit ersetzte man auch die bestehende Ölheizung durch eine Erdwärmepumpe. Zahlen – Daten – Fakten Neubau Loft S-13, Mieming Bauherr: privat Architektur: mahore architekten Baubeginn: Sommer 2019 Fertigstellung: Sommer 2020 Foto: © Michael Marthe Foto: © Isabelle Bacher Architektur mahore architekten 25

Projekt-Partner HOFAR Wohn(t)räume Ing. Armin Hofer e.U., Mieders Schlosserei Lechner GmbH, Uderns SONNTECK OG, Strass im Zillertal Foto: © Charly Schwarz Zahlen – Daten – Fakten Einfamilienhaus Koyo, Tulfes Bauherr: privat Architektur: mahore architekten Baubeginn: 2017 Fertigstellung: 2018 Sich verfärbende Blätter über dem Inntal In schwieriger Hanglage wurde in Tulfes über dem Inntal ein Einfamilienhaus errichtet, das als schwarzer dynamischer Baukörper regelrecht über einer markanten Geländekante zu schweben scheint. Angesichts der kleinen und schwer zu bebauenden Parzelle wurden Wohnraum und Garten auf die oberste Ebene gehoben. Nur so war es möglich, den einzigartigen Ausblick in die nahen Baumkronen und die Bergwelt auf der anderen Seite des Inntals gebührend freizuspielen. Die innere Erschließung wurde als offene Raumskulptur konzipiert und verbindet spielerisch die einzelnen Wohnebenen. Die im Innenraum verwendeten Oberflächen sind naturbelassen und wurden auf drei wesentliche Materialien reduziert – Sichtbeton, Holz und Schwarzstahl. Die angrenzenden imposanten Eschen waren von Beginn an entwurfsbegleitend und spiegeln sich sowohl im verwendeten Holz als auch im Projekttitel wieder. „Koyo” bedeutet auf Japanisch „sich verfärbende Blätter“. Foto: © Charly Schwarz Architektur mahore architekten 26

Zahlen – Daten – Fakten Museum Weiherburg, Innsbruck /Hötting Bauherr: Alpenzoo Innsbruck, Tiroler Landesmuseen Architektur: mahore architekten Baubeginn: 2020 Fertigstellung: 2021 Neues Museum in der Weiherburg Die Geschichte der Weiherburg im Innsbrucker Stadtteil Hötting reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, ihre Gründung ist mit dem Namen der Familie Tanzl verbunden. Die Weiherburg wurde als spätgotischer Ansitz in der Nähe jenes Fischweihers konzipiert, der für die Namensgebung ausschlaggebend war. Ausgangspunkt des Projektes war die Idee, die Weiherburg aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. Ein diesbezügliches Konzept des unmittelbar benachbarten Innsbrucker Alpenzoos beinhaltet unter anderem, Ausstellungen in der Burg zu präsentieren und sie dadurch wieder öffentlich zugänglich zu machen. Die erste naturwissenschaftliche Wechselausstellung wurde nunmehr vom Alpenzoo in Kooperation mit den Tiroler Landesmuseen und mahore architekten entwickelt. Die Architektur des Museums wurde in sehr zurückhaltender Weise entwickelt. Neue zeitgemäße Elemente werden als „Raumschale“ zusammen mit flexiblen Möbeln in die denkmalgeschützte Substanz integriert. Verbindungen mit der Substanz konnten in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt hergestellt werden, um den Bestand zu stärken und „alt“ gemeinsam mit „neu“ in Szene zu setzen. Die Reduktion auf ein sichtbares Material für die gesamte Museums-Architektur ist Basis für Haptik und Raumerlebnis. Sämtliche neue Elemente – Boden, Wände, Möbel – im Museum sind mit einer Microbeton-Beschichtung überzogen. Niveauunterschiede im Bestand werden mit leichten Rampen ausgeglichen und führen die Besucher subtil durch das Museum. Komplettiert wird die Architektur durch ein innovatives Lichtkonzept. Das Naturkundemuseum in der Weiherburg wurde für den renommierten Europäischen Museumspreis 2022 nominiert. Foto: © Isabelle Bacher Foto: © Isabelle Bacher Architektur mahore architekten 27

Architektur mahore architekten Anzeige Projekt-Partner STARMALEREI – Armagan KG, Innsbruck tangl.kurt Elektrotechnik, Götzens Foto: © Isabelle Bacher Foto: © Isabelle Bacher 28 Siblik SmartHome Jedes Zuhause ist anders. Jedes Büro und jeder Zweckbau auch. Denn Architektur, Ausstattung und Funktion folgen bestimmten Vorlieben und Maßgaben. Verwirklichen Sie Ihre eigene Idee von Komfort, Effizienz und Nachhaltigkeit. smarthome.siblik.com

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Die österreichische VAYA-Group hat in Tirol in den letzten Jahren zahlreiche Hotelprojekte realisiert. Flexibel wird dabei das Nutzungskonzept der jeweils vor Ort angepeilten Zielgruppe angepasst; einheitlich zusammengehalten werden die einzelnen Häuser durch das Erscheinungsbild: moderne Gestaltung, die sich an den architektonischen Parametern des alpinen Stils orientiert. Nunmehr wurde an der Ortseinfahrt von Galtür das Apartmenthaus „VAYA Residence Galtür“ nach den Plänen des Büros Jäger Architektur errichtet. Wo Galtür beginnt Ein Projekt von Jäger Architektur Architektur Jäger Architektur GmbH Foto: © VAYA Group 30

Architektur Jäger Architektur GmbH Zahlen – Daten – Fakten Neubau VAYA Residence Galtür Bauherr: VAYA Group Architektur: Jäger Architektur GmbH Baubeginn: Mai 2021 Fertigstellung: Dezember 2021 Projekt-Partner Clean Work, Innsbruck devine wellness & spa international, Radfeld FENSTERVISIONEN HandelsGmbH, Stams FHE Vertrieb von Gastronomieeinrichtungen GmbH, Dornbirn Glas Siller GmbH, Fügen Hafro Holzagentur GmbH, Eben im Pongau heitzinger Installation Schwimmbadtechnik, Söll Leuchtwurm GmbH, Wiesing/Austria Rubner Türen GmbH, ITA-Kiens (BZ) Schindler Aufzüge & Fahrtreppen GmbH Zentrale Österreich, Wien Das neue Bauwerk, befindet sich so genau an der Ortseinfahrt und ist das zweite Haus, das die VAYA Group in Galtür betreibt. Während das „VAYA Galtür“ als klassisches Hotel in der VierSterne-Kategorie im Ortszentrum postiert ist, richtet sich das neue Apartmenthaus mit seinen flexiblen Einheiten an ein jüngeres Publikum, dem ebenfalls Vier-Sterne-Standard geboten wird. Das Haus verfügt über insgesamt 26 geschmackvoll konzipierte Apartments – in den größten können auf 90 Quadratmetern bis zu zehn Personen untergebracht werden. Der längliche Baukörper mit Satteldach orientiert sich mit der Giebelseite zur Straße. Dort liegt auch der Haupteingang, von dem man direkt in den Empfangsbereich kommt. Das gesamte Erdgeschoss bildet einen mit Stein verkleideten Sockel, in dessen hinterem Bereich bereits die ersten Zimmereinheiten untergebracht sind. Auf diesen Sockel, der nach hinten etwas weiter aus dem leicht abfallenden Terrain ragt, sind dann leicht rückspringend die beiden Obergeschosse gesetzt, die sich mit ihrer Altholzschalung (Fichte) optisch vom Sockel absetzen. Der Dachraum wurde durch insgesamt sechs Gauben – drei auf jeder Seite – sinnvoll vergrößert, sodass auch dort noch mehrere Apartments Platz fanden. Optisch dem Gebäudesockel angepasst wurde die zur Straße orientierte Einfahrt in die Tiefgarage, die sich zusammen mit diversen Nebenräumen im Untergeschoss befindet. Ebenfalls im Untergeschoss wurde die ansprechende Wellnesszone untergebracht, die über einen ins Erdreich gegrabenen Lichthof verfügt. Dieser vollständig blickgeschützte Hof ist als Außenbereich der Sauna zugeordnet. Visualisierung: © VAYA Group Foto: © VAYA Group Foto: © VAYA Group 31

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Architektur Broetz Architektur & Design Zahlen – Daten – Fakten Wiederaufbau und Erweiterung des Motorradmuseums Timmelsjoch Bauherr: Mountain Motorcycle GmbH & CoKG Architektur: Michael Brötz Bauzeit: 2021 – 2022 Eleganz, Dynamik, Zurückhaltung Ein Projekt von Michael Brötz Alban und Attila Scheiber, Söhne des Rennfahrers und Tourismuspioniers Alban Scheiber, ließen am Ortsende von Hochgurgl ein 2017 fertiggestelltes Gebäude mit 6.060 Quadratmeter Nutzfläche errichten, das vier Funktionen gleichzeitig erfüllt: Es stellt die Mautstation der Timmelsjoch-Hochalpenstraße dar, dient als Talstation der Kirchenkar-Seilbahn, weist ein Restaurant mit 280 Innen- und 380 Außensitzplätzen auf und beherbergt – als Hauptattraktion – ein Motorradmuseum. Es gibt mittlerweile unzählige Versuche, traditionelle alpine Bauformen modern zu interpretieren und damit über die Zeit zu retten. Einer der interessantesten Versuche auf diesem Gebiet stellt zweifellos das vom Haller Michael Brötz entworfene Multifunktionsgebäude auf dem Timmelsjoch dar. Das S-förmig geschwungene Satteldach überzeugt nicht nur ästhetisch und in Bezug auf die umgebende Landschaft, es stellt auch einen unmittelbar bildhaften Zusammenhang zum Thema des Museums her: es geht darin um Kurven, Schwung, Geschwindigkeit… Aufgrund eines defekten Präsentationsbildschirms allerdings brannte der Museumstrakt im Jänner 2021 ab. Vom Brand verschont blieben lediglich die Mautstation, das Restaurant und die Talstation der Kirchenkarbahn. Genauso groß wie der Schock angesichts der Katastrophe war allerdings die Entschlossenheit, das Gebäude –mit verbessertem Brandschutz – und in erweiterter Form wieder aufzubauen. Es wurde im Zuge dieses Wiederaufbaus, der abermals nach den Foto: © Alexander Maria Lohmann Foto: © Alexander Maria Lohmann 34

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