architektur tirol 2025/26

Projekt-Partner  Blitzschutz Technik GR GmbH, Kolsass  Fankhauser Estriche GmbH, Kramsach  Fliesen Bock Bock Marcel e.U., Landeck  IFS Ziviltechniker GmbH, Innsbruck  Schindler Aufzüge & Fahrtreppen GmbH Zentrale Österreich, Wien  TEK-Hauser GmbH, Kappl  Tollinger GmbH, Landeck Bergbahnen Kappl AG Die alte Talstation befand sich im engen Talboden unterhalb des Ortszentrums orographisch links der Trisanna. Die Besucher stellten ihre Autos auf dem anderen Flussufer ab, überquerten auf einer Brücke die Trisanna und mussten dann fußläufig die Einstiegsebene erreichen. Das Stationsgebäude und der Parkplatz blieben an Ort und Stelle, allerdings wurde die gesamte Erschließung wesentlich verbessert. Durch die neue Fußgängerbrücke, die in Hybridbauweise (Holz, Stahl, Beton) gebaut wurde, gelangt der Gast ab sofort witterungsgeschützt vom Parkplatz direkt auf die Einstiegsebene der neuen Diasbahn. Das neue Talstationsgebäude besteht aus zwei Teilen: einem dreigeschossigen geschlossenen Trakt, der an den nördlichen Hang gebaut wurde und zwei südlich daran angrenzenden offenen Ebenen, auf denen sich die Besucher frei bewegen können. Die untere Terminalebene liegt auf Straßenniveau und nimmt die Gäste auf, die mit Ski- oder Linienbussen anreisen. Die Gäste erreichen von dort mit Rolltreppe oder Aufzug die obere Einstiegsebene, von wo die Gondeln abfahren. Im geschlossenen Teil des Gebäudes befinden sich auf der Terminalebene die Skischule und die Anlieferung, auf dem Zwischengeschoss die Büros der Bergbahnen und oben auf der Einstiegsebene die Kassa und das Skidepot. Die Allgemeinflächen für die Besucher wurden großzügig konzipiert. Die Erschließungselemente und die einzelnen Funktionsbereiche inklusive Einstiegsbereich wurden so platziert, dass die Besucherströme auf durchwegs kurzen und kreuzungsfreien Wegen geführt werden. Durch die Neuorganisation der Talstation konnte die Erhöhung der Förderleistung von 1600 auf 2400 Personen pro Stunde auch logistisch bewältigt werden. Bei der Bahn handelt es sich um eine Einseilumlaufbahn mit großen 10er Gondeln, die bereits vorher bei der Bundesgartenschau in Mannheim eingesetzt worden war und von den Bergbahnen Kappl gebraucht erworben wurde. Die gesamte Bahn konnte mit geringem Anpassungsaufwand am neuen Standort im Gebirge wieder aufgebaut werden. Die hochmodernen Omega-5-Gondeln sind durch komfortable Platzverhältnisse gekennzeichnet und können im Sommer auch Räder transportieren. Ebenso wie die Bahntrasse blieb auch die Position des neuen Bergstationsgebäudes unverändert. Allerdings wurde die Ausstiegsebene um fünf Meter angehoben, um die Anbindung an die bestehende Infrastruktur (Tunnel zum SunnyMountain-Restaurant) für die Gäste zu verbessern. Vereinfacht wurde auch die Belieferung der Restaurants, die oben im Umkreis der Bergstation angesiedelt sind. In beiden Stationsgebäuden stehen nunmehr spezielle Lastenlifte zur Verfügung. Während sich die aus drei Teilen im Lauf einer Nacht montierte Fußgängerbrücke in Holzoptik über Trisanna und Bundesstraße spannt, wurden die Stationsgebäude in Massivbauweise errichtet. Über die geschlossenen und offenen Elemente des Talstationsgebäudes legt sich straßenseitig ein Schirm aus braun lasierten Holzlamellen, die das Gebäude einheitlich und kompakt erscheinen lassen. Foto: © Doppelmayr Seilbahnen GmbH/Stefan Kürzi Foto: © Doppelmayr Seilbahnen GmbH/Stefan Kürzi 93

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