Zahlen – Daten – Fakten Bildungszentrum Terfens Förderstelle: Land Tirol Generalplanung und Architektur: ARGE Michael Heinlein und Alois Zierl Signaletik: Proxi Design Baubeginn: Mitte 2023 Fertigstellung: Mitte 2025 Projekt wird von Süden, Westen und Osten natürlich belichtet. Die Funktionen des Schulzentrums teilen sich auf diese drei Gebäudeteile auf. Im Untergeschoss befinden sich die Tiefgarage und die zweigeschossige Turnhalle, die dann auch den Westen des Gartengeschosses beansprucht und durch dieses natürlich belichtet wird. Im Osten des Gartengeschosses wurde die dreigruppige Kinderkrippe angeordnet, die ihren eigenen Eingang und Gartenzugang mit Spielplatz besitzt. Auch der Turnsaal kann durch externe Nutzer über das Gartengeschoss oder die Tiefgarage erreicht werden. Die beiden straßenseitigen Baukörper fügen sich von der Größenordnung her in die umliegende Bebauung ein. Im dreigeschossigen Gebäude sind im Erdgeschoss die Bibliothek und der Hort angesiedelt. Weiters befindet sich dort straßenseitig der überdachte Haupteingang für die Schule mit Garderobe und dem zentralen Stiegenhaus. In den beiden Obergeschossen entstand jeweils ein Cluster mit drei Schulklassen und offener Lernlandschaft. Letzere wird auf beiden Ebenen nach Süden in Form einer Loggia ins Freie verlängert. Das niedrigere zweigeschossige Volumen enthält auf beiden Ebenen die Räumlichkeiten des Kindergartens. Dieses ist wie das Schulgebäude vom straßenseitigen gepflasterten Vorplatz aus begehbar. Im Kindergarten ist ebenfalls auf jeder Ebene ein Cluster mit jeweils zwei Gruppen angesiedelt. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem noch der Eingangsbereich mit Garderobe und ein Eltern-Kind-Zentrum. Die beiden kubischen Gebäudeteile sind durch eine Brücke miteinander verbunden, die vom OG2 der Schule auf das Dach des Kindergartens führt, wo für die Schüler eine Dachterrasse angelegt wurde. Im Innenausbau dominieren Holz- und Sichtbetonoberflächen. Weiß gefärbte Akustikpaneele sorgen für eine gute Akustik auch bei erhöhtem Geräuschpegel, in den stark frequentierten Allgemeinflächen wurde statt der Eschenböden Industrieestrich verwendet. Eine besondere Bedeutung kommt den signaletischen Farbakzenten zu, welche die unterschiedlichen Einrichtungen auf eingängige Weise voneinander trennen: rot steht für die Schule, gelb den Kindergarten und blau die Kinderkrippe. Markiert wurden unauffällige Gegenstände, die man dennoch nicht übersieht: Stiegengeländer, Lampen, Kochecken etc. So funktioniert das von der Firma Proxi Design entwickelte Leitsystem subtil im Kontext der Architektur. Ein wichtiges Entwurfsthema des Projekts stellt auch der vielfältige Außenraumbezug dar. Das Gartengeschoss öffnet sich mehrfach zum Grünraum und ist durch Vollverglasung transparent ausgeführt. Die beiden kubischen Baukörper sind mit einer hinterlüfteten vertikal aufgebrachten Holzfassade versehen und weisen ebenfalls vor allem im Erdgeschoss großflächige Verglasungen auf. Offene Grundrisse und lange Fensterbänder, die Loggien aber auch der Baukörperversatz und die Höhenstaffelung begünstigen die gute Belichtung und schaffen Ausblicke in die Umgebung. Foto: © Christian Flatscher Foto: © Christian Flatscher Foto: © Christian Flatscher 7
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