Ankerpunkte Zwei Projekte von Scharmer Wurnig Architekten Zahlen – Daten – Fakten Erneuerung und Sanierung des Stützpunktes der Asfinag in Zirl Bauherr: Asfinag Architektur: Scharmer Wurnig Architekten Baubeginn: 2024 Fertigstellung: 2025 Projekt-Partner Blitzschutz Technik GR GmbH, Kolsass Freund GmbH, Thaur HB Fliesen GmbH, Mauthausen HIG-Huber Ingenieur Beteiligungs GmbH, Weiler Ing. Hans Bodner Baugesellschaft m.b.H. & Co. KG., Kufstein Rudolf JAKUBITZKA Ges.m.b.H. Spenglerei – Dachisolierung, Innsbruck Schindler Aufzüge & Fahrtreppen GmbH Zentrale Österreich, Wien Tischlerei Georg Grübler GmbH, Kalsdorf Neuorganisation des Asfinag-Stützpunktes in Zirl Die Straßenmeisterei Zirl wird vom Land Tirol und der ASFINAG gemeinsam genutzt. Sie wurde nun einer Neugestaltung unterzogen, in deren Verlauf man die Nutzungsbereiche trennte. Die beiden Verwaltungsgebäude waren bisher aneinandergebaut. Das bereits einmal sanierte Gebäude des Landes blieb bestehen, das Bürogebäude der Asfinag hingegen wurde abgebrochen und nördlich der ursprünglichen Position freistehend neu errichtet. Ziel war die Schaffung eines markanten Ankerpunkts am Areal der Straßenmeisterei. Der kompakte Neubau integriert sich in die orthogonale Struktur der Bestandsgebäude und definiert drei klar gegliederte Zonen: Besucher werden zentral empfangen, das westlich angrenzende Betriebsareal hingegen bleibt den Mitarbeitern vorbehalten. Die neu gewonnene Grünfläche dient als halböffentlich zugänglicher Freiraum mit hohem sozialen, ökologischen und klimatischen Mehrwert. Die Architektur ist reduziert, funktional und langlebig. Großformatige, feuerverzinkte Stahlbleche prägen das äußere Erscheinungsbild und stehen für Robustheit und Beständigkeit. Die vorgehängte, hinterlüftete Metallfassade ermöglicht einfache Sanierung und Erweiterung. Ein durchgängiges statisches System mit tragenden Elementen über alle Geschosse hinweg reduziert Baukosten und vereinfacht die Ausführung. Die kompakte Anordnung der Sanitärkerne sowie der Verzicht auf unterirdische Geschosse führen zu einer hohen Effizienz in Bau und Betrieb. Die Besucher gelangen über den markierten Haupteingang in den Empfangsbereich. Die Mitarbeiter haben einen separaten Zugang. Im Inneren stehen Transparenz und Aufenthaltsqualität im Fokus. Helle Bürogeschosse, ein zentraler Innenhof und Rücksprünge in der Fassade sorgen für eine natürliche Belichtung und klare Raumgliederung. Die begrünten Höfe bringen die Natur in das Gebäudeinnere. Glastrennwände und hölzerne Raumteiler schaffen eine angenehme Arbeitsumgebung und ermöglichen flexible Nutzungen. scharmer-wurnig-architekten ZT gmbh Das in der Innsbrucker Altstadt angesiedelte Architekturbüro Scharmer Wurnig wird von den Architekten Andreas Scharmer, Florian Schedle und Gabriel Stotter geführt. Man betätigt sich seit vielen Jahren mit Erfolg in unterschiedlichen Bereichen der Architektur. Der Fokus liegt dabei vor allem auf einer individuellen Formensprache und der intensiven Auseinandersetzung mit den örtlichen Gegebenheiten. Foto: © Martin Vandory 64
RkJQdWJsaXNoZXIy MjUzMzQ=