architektur tirol 2025/26

Projekt Zahlen – Daten – Fakten Ausstellungsgebäude‚ „der letzte Wilde“, Elmen Bauherr: Gemeinde Elmen (für den Verein Naturpark Tiroler Lech) Architektur: Architekturstube Baubeginn: 2022 Fertigstellung: 2023 Der Ausstellungsbetrieb übersiedelte von Ehrenberg nach Elmen, weil es in der Lechtaler Gemeinde bereits das Naturparkhaus Klimmbrücke gab und die Nähe des Flusses einen unmittelbaren Bezug zum Thema herstellt. Man wählte ein an der südlichen Ortseinfahrt gelegenes Grundstück mit einer alten Tankstelle, in der zuletzt ein Gastronomiebetrieb untergebracht war. Entsprechend der ökologischen Ausrichtung eines Naturparks plante und realisierte man das Bauvorhaben auf ressourcenschonende Weise. Der Bestand, in dem sich nun – in Anknüpfung an die Vornutzung – das Café Rastzeit und die Rangerstation befinden, blieb bestehen. Es wurde durch einen Holzkubus überbaut und in diesen integriert. Das Dach wird von einer Rippenstruktur aus Holzleimbindern getragen, die zusammen mit dem Stützenraster der großen Ausstellungshalle ihren eigenen Rhythmus gibt. Neben dem Fichtenholz, das innen und außen die Erscheinung des Gebäudes prägt, wurde Beton für die monolithische Bodenplatte und den mit Vordach ausgestatteten Eingangsbereich mit Foyer und Toiletten verwendet. Dieser enthält Zuschläge von lokalem Gestein, sodass Farbe und Textur der auf Sicht belassenen Flächen natürlich zur Landschaft und damit zum Entwurfsthema passen. Nach außen tritt „der letzte Wilde“ zurückhaltend und mit sparsam gesetzten Akzenten in Erscheinung. Die offene, vorvergraute Holzfassade mit der dahinter sichtbaren Traglattung stellt einen Bezug zur ländlichen Stadel-Typologie her. Markantes Gestaltungsmerkmal der Fassade sind die unregelmäßig gesetzten Fenster, die mit ihren unterschiedlich ausgeformten Trichterlaibungen den Blick der Museumsbesucher gezielt auf einzelne markante Punkte in der Landschaft richten. Die Betonpflastersteine, die ums Haus verlegt sind, gehen auf die alte Tankstelle zurück. Um die Fläche zumindest teilweise zu entsiegeln, wurden die Dorfbewohner eingeladen, nach dem Recycling eine bestimmte Menge für den Eigengebrauch zu entnehmen. Ein Teil wurde wiederverwendet, etwa für die Stellplätze und ein Teil der Fläche verwandelte sich in Wiese. Foto: © Sergio Salvemini Foto: © Sergio Salvemini Foto: © Sergio Salvemini 13

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