architektur südtirol 2025/26

Erweiterungen und Transformationen Drei Projekte von Werner Pircher Zahlen – Daten – Fakten Wohnhaus Laas Bauherr: privat Architektur: Werner Pircher Baubeginn: 2024 Fertigstellung: 2025 Projekt-Partner  Fuchs AG/SPA, Schlanders  Innerhofer AG, St. Lorenzen  Renner Bau vGmbH, Laas  RÖFIX AG, Partschins Ein Turm wird saniert Ein altes Wohnhaus in Laas, das lange leer gestanden hatte, wurde grundlegend saniert. Das Volumen weist einen turmähnlichen Charakter auf und gliedert sich in vier Geschosse: ein ins Gelände integriertes, südlich zum Garten hin sich öffnendes Kellergeschoss, ein Erdgeschoss, wo nördlich der straßenseitige Eingang liegt sowie ein Ober- und ein Dachgeschoss. Die Bauherrin ist Floristin und dementsprechend wurde das Gebäude einer gemischten Nutzung zugeführt. Keller und Erdgeschoss werden gewerblich als Lager bzw. als Arbeitsraum genutzt, während im Ober- und Dachgeschoss die Wohnräume entstanden. Im Zuge der Sanierung wurde das Gebäude entkernt. Die alten Holzdecken konnten als Verbunddecken weiterverwendet werden und das Dach wurde um 60 Zentimeter angehoben, um das Dachgeschoss als offene Wohnküche bewohnbar zu machen. Die stärkste Veränderung erfuhr die Fassade des Hauses an der zum Garten orientierten Südseite. Dort wurde ein vorgehängter Balkon aus Schwarzstahl angebracht, der auf allen Ebenen des Gebäudes wertvolle Austrittsmöglichkeiten ins Freie schuf. Zu diesem Zweck wurden die südlichen Fenster zu Balkontüren vergrößert, im ausgebauten Dachgeschoss wurde ein großflächiges Glasschiebeelement eingesetzt. Um die bestehende Putzfassade zu erhalten, dämmte man innen mit biologischen Hanfziegeln, auf denen ein Lehmputz aufgebracht wurde. Architekt Dr. Werner Pircher Der in Latsch tätige Architekt Werner Pircher ist seit 1989 selbständig, von 1992 bis 2007 arbeitete er in Bürogemeinschaft. Besonders aktiv ist er auf dem Gebiet des Wohnbaus, aber auch in den Bereichen Gewerbe und Tourismus sowie im Öffentlichen Sektor wurden zahlreiche Projekte realisiert. Foto: © René Riller Foto: © René Riller 210

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