architektur südtirol 2025/26

Projekt-Partner  Baustudio Wipptal, Sterzing  HELLA Italia srl., Bruneck  Karl Pichler AG, Algund  Kreateam KG des Sommacal Roberto & Co., Ratschings  Oilift Service Srl, Bozen (BZ)  Salcher Bau GmbH, Freienfeld  Stampfl GmbH, Schabs LZP Architekten Summit Mountain Club in Ratschings Der Summit Mountain Club entstand im Skigebiet Ratschings-Jaufen direkt unterhalb der Bergstation der Kabinenbahn. An Ort und Stelle befand sich zuvor die alte Rinneralm, die man bis auf einen Bereich des Untergeschosses und die alte Stube abbrach. Der Bauplatz ist sommers wie winters für Skifahrer bzw. Wanderer gut erreichbar und so wurde der Neubau zum Anlass genommen, eine moderne Berghütte zu errichten, die nicht nur architektonisch überzeugt, sondern auch ein umfangreiches Serviceangebot bietet – von einer hochwertigen Kulinarik bis zur Vermietung von Tagungsräumen. Die Rinneralm, ein Ensemble von Einzelgebäuden, wurde durch einen kompakten Baukörper mit Walmdach ersetzt, welcher sich mit seiner dynamischen Hauptfassade und den Terrassenflächen klar nach Süden orientiert. Westlich und etwas niedriger schließt sich unauffällig jener Teil der Bestandsstruktur an, der im Erdgeschoss die Zirbenstube und im Untergeschoss die Skischule enthält. Der Neubau entwickelt sich dreigeschossig: im Untergeschoss befinden sich Funktionsräume, im Erdgeschoss das Restaurant mit Bar und Küche und im rückspringenden Obergeschoss der Tagungs- bzw. Schulungsbereich, der mit flexiblen Trennwänden je nach Bedarf eingeteilt und vermietet werden kann. Eine weithin sichtbare Besonderheit des „Summit Mountain Club” stellt die Fassadengestaltung dar. Vom hellgrau verputzten Erdgeschoss hebt sich das mit Alu-Schindeln verkleidete Obergeschoss samt Blechdach in einem einheitlichen und speziellen Oxidrot ab. Mit der Farbwahl hat es eine doppelte Bewandtnis: sie kontrastiert im Winter deutlich mit der weißen Skipiste und bildet einen weithin sichtbaren Anlaufpunkt für Skifahrer, im Sommer hingegen ist die natürliche Farbe gut in den landschaftlichen Kontext aus Grün und Brauntönen eingebunden. Die Gebäudeform ist von Schrägen geprägt, die eine in den sportlichen Kontext passende, dynamische Erscheinung verleihen. Großflächige Verglasungen, die sich südlich über beide Ebenen erstrecken, verbinden Putz- und Alu-Fassade wirkungsvoll miteinander. Fotocredit: PREFA | Alessandra Dosselli Fotocredit: PREFA | Alessandra Dosselli Fotocredit: PREFA | Alessandra Dosselli 207

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