Projekt-Partner Sedis GmbH, Vahrn Ein Hauch von Gegenwart Ein Projekt von Naemas Architekturkonzepte Die beiden Wohnungen im vierten Obergeschoss, erreichbar über ein geschwungenes Treppenhaus mit originalen Betonstufen, wurden behutsam renoviert und neu gestaltet. Das Dach erhielt eine neue Schieferdeckung, die Erkergauben wurden instand gesetzt, die Fassade im ursprünglichen Farbton neu gestrichen und die alten zweiflügeligen Holzfenster durch neue ersetzt, während die historischen Fenstergriffe mit ihren verspielten Verzierungen wiederverwendet wurden. Der Dachgrundriss blieb weitgehend erhalten. Neue Fensterelemente und teilweise abgetrennte Loggien nach Süden sorgen nun für helle, luftige Räume und halboffene Außenbereiche in beiden Wohnungen. Gestalterisch orientiert sich die Sanierung an der Belle Époque, in der ein ausgeprägter Eklektizismus herrschte. Der Jugendstil mit seinen floralen Mustern und geschwungenen Linien verschmilzt mit neoklassischen Elementen sowie italienischen und mittelalterlichen Einflüssen. Die reich mit Blüten- und Blätterformen verzierte Fassade diente als Inspiration für die Innenräume. Zwei speziell angefertigte Malerschablonen bringen die Ornamentik auf die Wände und unterstützen ein Farbkonzept, das sich zwischen kräftigen, Art-nouveau-inspirierten Tönen und einer ruhigeren Palette bewegt. Die historischen Kachelöfen in braun-rotem Ton wurden restauriert, dazu passend erhielten die Zierleisten ein Bordeauxrot, während Möbel in einem hellen Blaugrau einen frischen Gegenakzent setzen. Der lebendige Fischgrätparkett unterstreicht den historischen Charakter eines Ambientes, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart begegnen. Zahlen – Daten – Fakten Sanierung eines historischen Stadthauses, Meran Bauherr: privat Architektur: naemas architekturkonzepte Baubeginn: 2024 Fertigstellung: 2025 NAEMAS Architekturkonzepte Das Bestandsgebäude im historischen Stadtviertel Steinach in Meran ist dank seiner Fassade im Belle-Époque-Stil eine Besonderheit. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde 1897 um ein Stockwerk, das vierte Obergeschoss, ergänzt, welches nun erneuert wurde. Foto: © : Tobias Kaser Foto: © : Tobias Kaser Foto: © : Tobias Kaser 201
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