architektur südtirol 2025/26

Planungsbüro griplan gmbh Der erhöhte Platzbedarf ergab sich aus der spezifischen Situation der Firma Rubner, die sich an der Schnittstelle zwischen industrieller Fertigung und handwerklicher Produktion etabliert hat. Es werden vermehrt komplexe Kundenwünsche in Form individueller Bearbeitung berücksichtigt, was etwa die flächenmäßige Aufwertung der internen Spezialtischlerei zur Folge hatte. Weiters wurden Produktionsschritte logistisch vereinfacht und der Transportaufwand verringert. Entsprechend der – zumal im Gebirge begrenzten – Grundstücksfläche, die zur Verfügung stand, entschied man sich, in die Höhe zu bauen. Der gesamte Bestand wurde bis auf eine Halle abgebrochen und westlich von der Halle entstand ein viergeschossiger Erweiterungsbau. Bestand und Erweiterung bilden eine im EG und UG verbundene Einheit. Im Untergeschoss befinden sich eine Tiefgarage und diverse Nebenräume. Im Erdgeschoss, das von Westen her angefahren werden kann, ist die Produktion angesiedelt. Dort ist die Türblatt-Bearbeitung und die Stockfertigung angesiedelt. Die Veredelung der Türen, das heißt, die Behandlung der Oberflächen erfolgt im Obergeschoss, wo sich die neue Lackierstraße befindet, die für die Firma Rubner von besonderer Bedeutung ist. Man legt Wert darauf, die Türen mit Lacken auf Wasserbasis zu beschichten. Weiters findet in diesem Stockwerk die Endmontage der Türen und Türstöcke statt. Das oberste Geschoss des kompakten, kubischen Neubaus gliedert sich in einen außenliegenden und einen innenliegenden Teil. Außen entlang der Fassade sind Büros, Sitzungs- und Schulungsräume untergebracht. Entlang der südlichen Längsseite des Gebäudes springt das in Holzbauweise errichtete Obergeschoss leicht zurück und dort wurde eine langgestreckte, mehrteilige Terrassenfläche angelegt: Ein Teil davon ist dem großen Aufenthaltsbereich der Mitarbeiter zugeordnet, daran schließt sich die zweigruppige Kita mit ihrer separaten Terrasse an und weiters das „RESTÜRANT“. Die hochwertige und großzügige Ausgestaltung der Arbeitsplätze war im Sinne der Mitarbeiterbindung ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt des Foto: © Egon Daporta Foto: © Egon Daporta 194

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