Jeder Steher wirkt wie ein eingefrorener Augenblick, eingefasst in ein übergeordnetes, rhythmisches Muster. Neben ihrer ästhetischen Wirkung erfüllt die Struktur auch eine funktionale Aufgabe: Sie dient als Sichtschutz und Raumtrenner zwischen den einzelnen Zimmern. Auf diese Weise entsteht Intimität, ohne dass der Bezug zur Umgebung verloren geht, wodurch die Fassade gleichermaßen gestalterisch wie praktisch überzeugt. Darüber hinaus reflektiert die Fassade das Zusammenspiel von Natur und Architektur. Inspiriert von der fließenden Dynamik des Wassers, übersetzt sie dessen momenthaften Charakter in eine feste, greifbare Form. Die Installation eröffnet auch neue Perspektiven auf das Gebäude: Aus der Ferupc Architects Foto: © Alex Moling ne wirkt sie wie ein kontinuierliches Ornament, aus der Nähe offenbaren sich die Details der vertikalen Module, die sowohl eine narrative als auch haptische Dimension besitzen. So entsteht eine Verbindung von Raum, Material und Wahrnehmung, die den Besucher in eine dialogische Beziehung mit dem Bauwerk eintreten lässt. Die „Eiszapfenfassade“ wird damit zu einem Symbol für die Transformation von Vergänglichkeit in Beständigkeit, für die Verschmelzung von Natur, Kunst und Architektur. Sie interpretiert das Thema Wasser auf poetische Weise und verwandelt es in ein funktionales, sinnliches Erlebnis, das das Gebäude in seiner Umgebung verankert und gleichzeitig zeitlose Eleganz ausstrahlt. Foto: © Alex Moling Projekt-Partner Andreas Brunner, Brixen C. Brugger GmbH Bauunternehmen, Lajen Dejori Peppi & Co. OHG des Dejori Ewald & Co., St.Ulrich ERLACHER GmbH, Barbian Finstral AG, Unterinn/Ritten (BZ) Innerhofer AG, St. Lorenzen Lichtstudio Eisenkeil, Marling Ligno System KG des Mario Sacco & Co, St. Ulrich radioTVivan, Wolkenstein Schlosserei Ploner G.m.b.H., Laion-Lajen (BZ) TopHaus AG, Bozen (BZ) Waldboth GmbH, Klausen 146
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