Neuinterpretation im Kontext Zwei Projekte von COKO architekten.architetti Projekt-Partner A. Rottensteiner & Sohn KG SaS, Bozen Haidacher GmbH, Percha Heiss Fensterbau GmbH, Sarntal (BZ) Hofer Fliesen & Böden GmbH, Barbian (BZ) Keimfarben - Colori minerali s.r.l, Naz-Sciaves RÖFIX AG, Partschins Waldner Bau Team GmbH, Meran/Sinich (BZ) Zwei Chalets in Schreckbichl In der Fraktion Girlan der Gemeinde Eppan wurde ein Grundstück mit mehreren Ferienchalets geteilt. Die Bestandsgebäude waren parallel angeordnet mit Firsten, die von West nach Ost zeigten. Die langen Traufseiten öffneten sich nach Süden zur Sonne. Im Zuge der Grundstücksteilung wurden die beiden südlichen Häuser abgebrochen und auf einer eigens gebildeten Parzelle neu errichtet. Das Projekt der Architekten COKO konnte sich in einem geladenen Architektenwettbewerb durchsetzen und interpretiert die Lage und Situation der Baukörper im Kontext der Landschaft in neuer und zweckmäßiger Weise. Eine wichtige Änderung zur Bestandssituation besteht darin, dass die parallele Anordnung der Häuser nicht beibehalten wurde. Weil im Zuge der Neuordnung der Gesamtsituation das erste Chalet weiter an die südliche Grundgrenze gerückt wurde, erschien eine primäre Ausrichtung nach Süden nicht mehr so attraktiv, zumal die Nähe zum Nachbarn und zur Hecke als Grundstücksgrenze die Ausblicke einschränkte. Dieses Haus wurde folglich um 90 Grad gedreht, sodass die geöffnete Fassadenseite sich nunmehr nach Westen orientiert, wo ein imposanter Ausblick auf den Mendelkamm gegeben ist. Für das zweite Chalet wurde der First in WestOst-Richtung zwar beibehalten, aber dieses Haus wurde insbesondere im L-förmigen-Erdgeschoss so konzipiert, dass sich seine Terrassen nach Süden und Westen orientieren und sich damit dem Bewohner gleich mehrere Blickachsen anbieten. Während die beiden Häuser nach Süden und Westen mit großen Terrassen und zurückgesetzten Verglasungen Transparenz an den Tag legen, präsentieren sie sich nach Norden und Osten monolithisch und verschlossen. Beides wird dadurch zum Einklang gebracht, dass die Terrassenflächen durch vorgezogene Steinmauern und Vordächer kompakt in die Volumina integriert sind, sodass die Verglasungen dezent hinter den massiven Strukturen verborgen bleiben. Im Inneren sind die Chalets ähnlich organisiert. Im Erdgeschoss wurde jeweils ein offener Wohnraum geschaffen, der sich mit beweglichen Glaselementen zu den überdachten und damit gut beschatteten Terrassen öffnet. In den Obergeschossen sind die Schlafzimmer mit den Bädern angeordnet. Beide Gebäude verfügen außerdem über ein großflächiges Kellergeschoss. Im Untergeschoss des südlichen Hauses befindet sich eine Tiefgarage, während das Kellergeschoss COKO architekten.architetti COKO ist eine Bürogemeinschaft der Architekten Federico Compagnino und Harald Kofler, die in der Industriezone Bozen Süd beheimatet ist. Foto: © Manuel Mosquera 138
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