architektur südtirol 2025/26

Foto: © René Riller Foto: © René Riller Neugestaltet wurde die Eingangssituation: Eingang und Garderobe sind im Stadel angelegt, von dort gelangt man einerseits zum Spielbereich und Richtung Wohnhaus in den zentralen Bewegungsraum, der in moderner Stubenoptik teilweise zwei Geschosshöhen und einen Großteil der Fläche des ehemaligen Wohnhauses ausfüllt. Als Galeriegeschoss entstand unter einem Dachflügel der Ruhebereich für die 15 Kinder, die betreut werden können. Sämtliche Räume der Kita wurden als Holzkonstruktion in das alte Gemäuer eingestellt. Rückseitig wurde der Bestand im Bereich des Treppenhauses stilecht (mit „gehackter” Betonfassade) erneuert. Entsprechend dem rohen Charakter der alten Substanz wurden die Materialien Holz (Böden, Stiege) Holzfaserplatten (Wände, Decken), Ziegel (neues Mauerwerk) innen weitgehend auf Sicht verbaut, was sowohl dem historischen Kontext als auch der Nutzung entspricht, zumal kleine Kinder ihre Umgebung gerne haptisch erkunden. Zugleich wird die Präsenz des Materials durch ein angenehmes Farbkonzept gemildert: die Ziegelwand wurde weiß gekalkt, die Holzvertäfelungen und Holzfaserpaneele sind in Cremeweiß eingefärbt. Besonders kindgerecht wurde die Garderobe ausgeführt: mit Aufhängern in Schnullerform. Architekt Lukas Wielander | Architekt MartinTrebo 126

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