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3 Editorial Peter Oberdorfer Neue Herausforderungen Die Auslastung in der Südtiroler Bauwirtschaft wird nach wie vor als zufriedenstellend beschrieben und ein hoher Prozentsatz der Unternehmen kann auch nach einigen nicht so fetten Jahren immer noch profitabel wirtschaften. Die Bautätigkeit ist allerdings von einem geringen Investitionsvolumen geprägt. In Bezug auf die Art der realisierten Vorhaben bedeutet dies, dass wir über viele unterschiedliche kleinere Projekte berichten dürfen, deren besondere Qualitäten vielleicht sonst im Schatten von Großprojekten stehen. Im gewerblich-industriellen Bereich etwa gibt es als ein Großprojekt die imposante Erweiterung des Firmensitzes von Rubner in Kiens (Griplan) zu vermelden, ansonsten aber auch Arbeiten im Bestand wie die facettenreiche Neugestaltung der Büros von Additive in Bozen (NOA). Als sehr spezielle Projektkategorie im gewerblichen Bereich entpuppt sich die Neugestaltung von Showrooms. Dabei geht es um eine szenografische Interpretation von Räumen und darum, dem Besucher ein sinnliches Gesamterlebnis zu bieten, das sich divers aus architektonischen Elementen, Lichtregie, Multimedia-Einsatz und sonstigen Spezialeffekten zusammensetzt. Bemerkenswerte Erlebnisräume im heurigen Programm wären die Showrooms von TechnoAlpin (Room2) bzw. Alpsfloor (MG Interior Design). Bauvorhaben mit geringem Kapitaleinsatz im Wohnbau-Segment sind typischerweise Umbauten und Sanierungen. Davon haben wir so viele im Angebot, dass sich eine unterscheidende Betrachtung anbietet. Zum einen gibt es die verdienstvollen Arbeiten im historischen Bestand, die zumeist streng reguliert im Denkmal- oder Ensembleschutz geleistet werden. Hier ist der gesetzliche Spielraum zwar gering, aber dennoch gelingen immer wieder spektakuläre Projekte (Forestis Villa in Brixen von Asaggio oder Oberbuchfelder in Lajen von raumdrei), die zeitlose Musealität und zeitgenössische Wohnnutzung ineinander übergehen lassen. Ganz andere Voraussetzungen gelten im nichthistorischen Bestand. Während man sich noch vor kurzem nicht lange mit dem Umbau von Bausubstanz aus den 60er, 70er oder 80er Jahren abgab, sondern lieber schnell abriss, hat sich dies heute – aus ökologischen und ökonomischen Gründen – grundlegend geändert. Für die Architektur ist dies in mehrerlei Hinsicht interessant: Zum einen, weil – fraglos – auch in der jüngeren Vergangenheit gelungene Bauten entstanden, deren Qualitäten neu gewürdigt werden. Zum Anderen erlaubt die Abwesenheit von Denkmalschutz ein anderes Gestalten: Es ist nicht mehr die strenge Abgrenzung von Alt und Neu gefordert und es entstehen hybride Verschmelzungen unterschiedlicher Formen. Beispiele dieser Kategorie wären: die Neuinterpretation der Villa L (50er Jahre) in Brixen durch Stefano Peluso, die einfühlsame Renovierung des Hauses T2 (60er Jahre) in Meran durch monovolume oder die spannende Überformung eines Wohngebäudes jüngeren Datums in St. Valentin durch Werner Pircher. Ein verwandter Bereich der Architektur ist die Ummodellierung und Neuerfindung bestehender Hotelbauten, entweder mit genial einfachen Mitteln (z.B. Summerhof von Stefan Gamper, Hotel Cosmea von upc architects) oder im Rahmen eines größeren Projektes, das dann die ästhetische Neugestaltung außen mit einer Neuorganisation innen verbindet (Hotel Fayn in Algund von JMC Architekt, Aparthotel Heidi und Eva in Rabland von planteam, Alpin Spa Hotel die Post in Sulden von Archifaktur). Schöne Grüße Peter Oberdorfer Foto: © Birgit Koell Fotografie
4 Neue Herausforderungen 3 Editorial Peter Oberdorfer Die Seilbahn als Nahverkehrsmittel 6 im urbanen Raum Ein Projekt von MARCO SETTE ARCHITECTURE Gestaltung, die atmen lässt 8 Ein Projekt von ROOM2 Prickelnde Schneekonzepte 9 ROOM2 gestaltete den neuen Showroom von TechnoAlpin in Bozen Sommerliches Barfußgefühl 10 Die Neugestaltung einer Ferienwohnung in Marciaga Belebung eines entlegenen Dorfes 11 G22 Projects plante „Cascata d’Otro” im Piemont Architektonischer Rahmen für das Bergerlebnis 12 Ein Projekt von Peter Pichler Architecture Vereinfachung als Strategie – 13 Dachaufstockung im alpinen Kontext Ein Projekt des Architekten Romed Mussner Sitzplatz in den Dolomiten 14 Plasma Studio plante neue Bushaltestellen in Sexten Bauprojekte scheitern selten am Material 15 Ein Gespräch über Herausforderungen im Baumanagement Ein liegender Kirchturm 16 Das neue Firmengebäude von BSV Innovation/Promotion 17 Essentielle Elemente 26 G22 Projects entwarf das Hotel La Tambra in Sankt Christina Beratung als Erlebnis 30 Ein Projekt von MG Interior Design Funktional und ausgelassen 33 Ein Projekt von Herzbluat Architecture Licht und Leichtigkeit 36 ROOM2 gestaltete ein Bozner Stadthaus um Hochalpines Spiel mit der Symmetrie 40 Ein Projekt von Florian Scartezzini Architecture Wiedergewinnung mit Feingefühl 42 In Kaltern erneuerte Florian Scartezzini ein altes Wohnhaus Durchdachte Modernisierung einer alten Adresse 44 Ein Projekt der Hotel & Spa Archifaktur Einchecken in die Langsamkeit 47 Die Gruppe Winklerhotels eröffnete das Hotel Solvie Funktionalität und Gemeinschaftssinn 52 Ein Projekt von Architekturkollektiv null17 und Arch. Michael Zielonka Kommunizierende Räume 55 Drei Projekte von monovolume architecture + design Klare Formen und verspielte Räume 60 Drei Projekte von NOA Umbau mit feiner Klinge 67 Zwei Projekte des Büros JMC Architekt Über den Dächern des Dorfes 74 Ein Projekt von arch. Stefan Nagler Neuorganisation einer gewachsenen Struktur 76 Ein Projekt von metis architecture – Arch. Florian Mitterrutzner Verschmelzung durch fließende Formen 78 Ein Projekt von PLANTEAM Modernisierung und Kontinuität 84 Erneuerung des Aparthotel Stricker durch plan team Qualitative Aufwertung bei 87 gleichbleibender Frequenz Im Schnalstal wurde die alte Gletscherbahn durch eine neue ersetzt Im Kontext eines alten Weilers 90 Ein Projekt des Architekten Alan Clara Intelligentes Wachstum 94 Drei Projekte vom Architekten Stefan Gamper Zwischen Wald und Weitblick 102 Ein Neubau- und ein Erweiterungsprojekt des Architekten Dr. Stefan Gamper Wohnerlebnis und Zeitreise 108 Zwei Projekte von ASAGGIO Neues Entrée für Barbian 114 Ein Projekt von Roland Baldi Architects Moderne Form mit alpinen Akzenten 118 Zwei Projekte von GS Projects Inhalt Foto: © Martin Stecher Foto: © Samuel Holzner Foto: © Alex Filz
5 Pädagogische Ensemble-Situation 125 Ein Projekt der Architekten Lukas Wielander und Martin Trebo Zeitgemäße Hoferneuerung 128 Ein Projekt von Klement Architects Landschaft formt Wohnraum 132 Das Team um Klement Architects plante den Neubau des Tauberhofes in Afers Damals und heute 134 Ein Projekt von Studio Insam Ardovini Neuinterpretation im Kontext 138 Zwei Projekte von COKO architekten.architetti Reflexion über die Eisskulpturen von Gröden 144 Ein Projekt von upc architects Strenge und Leichtigkeit 150 Ein Projekt von Stefano Peluso Raum für Geschichte 153 Zwei Projekte von Raumdrei Architekten Im Talschluss des Matschertals 158 Ein Projekt des Architekten Iwan Zanzotti Sanierung eines Hofes im Nationalpark 162 Stilfser Joch Ein Projekt des Architekten Martin Stecher Vielseitiges Firmengebäude 164 Ein Projekt des Architekten Alexander Kofler Neues Hotel in Schreckbichl 166 Hotel Cornelian, ein Projekt von Alexander Kofler Neue Hofstelle mit Pferdezucht 168 Ein Projekt von Studio Archea Wiederbelebung eines historischen Gasthauses 172 In Alt-Wengen eröffnete die „Ostaria Vedla” Geschosswohnbau im Dorfraum 174 Ein Projekt von 4 Wände Architektur Privatheit und modulare Struktur 177 Ein Projekt von Rauch Gapp Architekten Prägnante Strukturen 178 Zwei Projekte von Stauder & Partner Titelfotos von oben nach unten: Wintergarten Therme Meran, Meran Foto: © Giovanni De Sandre Erweiterung Hotel Camping Ansitz Gamp, Klausen Foto: © Oliver Jaist Umbau und Erweiterung des Hotels „Die Post am Ortler” Foto: © Helmuth Rier Neubau LaTambra Hotel Lodge + Residence, Sankt Christina Foto: © Alex Filz Neubau Walderhof, Natz-Schabs Foto: © Melanie Prader Zeitgemäßes Bauen im Ensembleschutz 181 Ein Projekt von Stadt:Labor – Architekten Sanierung und Umformung 182 Ein Projekt von Pföstl & Helfer Modernisierung im Ensembleschutz 186 Ein Projekt von Projectteam Großinvestitionen in Bildung und Sport 188 Zwei Projekte von 3M Engineering Neubau des Firmensitzes von Rubner Türen 193 Ein Projekt von Griplan Dynamische Gebäudeform 198 Ein Projekt von SO planen Ein Hauch von Gegenwart 201 Ein Projekt von Naemas Architekturkonzepte Sozialer Wohnbau im Martelltal 202 Ein Projekt von Formas Architecture Emphatische Eckbebauung 204 Ein Projekt von Plasma Studio Moderner Neubau und strenger Denkmalschutz 206 Zwei Projekte von LZP Architekten Erweiterungen und Transformationen 210 Drei Projekte von Werner Pircher Impressum 170 Branchenverzeichnis 216 Foto: © Alex Filz Foto: © Alexa Rainer Visualisierung: © 3D.Manufaktur
Die Seilbahn als Nahverkehrsmittel im urbanen Raum Ein Projekt von MARCO SETTE ARCHITECTURE Zahlen – Daten – Fakten Seilbahn Jenesien, Neubau Bergstation und Talstation Bauherr: sta – Südtiroler Transportstrukturen AG Architekt: Arch. Marco Sette/ MARCO SETTE ARCHITECTURE Baubeginn: 2026 Geplante Fertigstellung: Ende 2027 Projekte Die Seilbahn von Bozen nach Jenesien auf dem Tschögglberg gibt es schon seit dem Jahr 1937. Sie hat seit jeher große touristische Bedeutung, weil sie den Ausflügler vom städtischen Getriebe binnen weniger Minuten in ein beliebtes Erholungsgebiet bringt. Darüber hinaus stellt sie ein wichtiges öffentliches Nahverkehrsmittel dar, das die Zufahrtsstraßen nach Bozen entlastet. Rendering: © Davide Lorenzato Rendering: © Davide Lorenzato 6
Aufgrund des großen Zuspruchs der Fahrgäste wuchsen im Lauf der Jahre die Ansprüche an die Kapazität der Seilbahn, und auch die Einbindung der Talstation in das Bozner Verkehrsnetz erschien verbesserungsbedürftig. Deshalb entschieden sich die Provinz Bozen und die STA (Südtiroler Transportstrukturen AG), die Bahn grundlegend zu erneuern. Die Planung des Projekts erfolgte nach gewonnenem Architekturwettbewerb durch den Bozner Architekten Marco Sette. Die neue Anlage erhöht die Beförderungskapazität um 95% gegenüber der vorherigen Anlage. Sie wird den Transport von 270 Personen pro Stunde ermöglichen und eine um 25% verkürzte Fahrzeit auf etwas mehr als sechs Minuten. Talstations- und Bergstationsgebäude werden ebenfalls neu errichtet. Die Talstation fügt sich reflektiert in die hügelige Landschaft ein, die mit Weinreben bepflanzt und mit Trockenmauern aus lokalem Stein terrassiert ist. Die Architektur des neuen Talstationsgebäudes greift diese Eigenheiten auf originelle Weise auf. Es ruht auf einem Sockel aus gestocktem Beton, der mit Porphyrzuschlägen versehen wurde. Von diesem hebt sich der mit vertikalen Cortenstahllamellen verkleidete Gebäudeteil ab, in dem sich die Seilbahntechnik befindet. Die Innenräume sind auf mehrere Ebenen verteilt und beherbergen den Ticketschalter, den Warteraum, die Toiletten, geräumige Aufzüge und einen integrierten Technikbereich. Vor dem Talstationsgebäude entsteht ein mit Bäumen bepflanzter und mit Porphyr gepflasterter Platz. Die Anbindung an die Stadt wird durch einen neuen Radweg, der einen sicheren und funktionalen Zugang zum Bahnhof gewährleistet sowie durch umgestaltete Bushaltestellen verbessert. Die Bergstation, die teilweise unterirdisch angelegt und in die bewaldeten Hügel oberhalb von Jenesien integriert ist, bietet mit der großen Panoramafensterfront und der vorgelagerten Aussichtsterrasse einen beeindruckenden Blick auf das Etschtal. Die Entscheidung für eine begrünte Überdachung der Tal- und Bergstation fördert die Biodiversität. Photovoltaik-Dächer, hocheffiziente Anlagen, umweltfreundliche Materialien, Regenwassernutzung, energiesparende LED-Beleuchtung und die Energieeffizienz der Gebäude zeugen von einem bewussten Umgang mit den Ressourcen und gewährleisten außerdem eine ausgewogene Einbindung in die natürliche Umgebung. Projekte Rendering: © Davide Lorenzato Rendering: © Davide Lorenzato 7
Gestaltung, die atmen lässt Ein Projekt von ROOM2 Zahlen – Daten – Fakten Umbau Lingers Suites & Residence, Eppan/Girlan Bauherr: Peter Linger Architektur: ROOM2 Baubeginn: Oktober 2024 Fertigstellung: April 2025 Your place to linger in Girlan Das Lingers Suites & Residence in Girlan liegt idyllisch zwischen Weinreben und verbreitet authentisches Landhausflair. Mit dem Hotel ist auch ein landwirtschaftlicher Betrieb (Weinbau) verbunden. Im Zuge eines Generationswechsels bei der Eigentümerfamilie übernahm der Sohn, der viele Jahre im Ausland lebte und arbeitete, und zusammen mit ROOM2 ein wohl durchdachtes Makeover des Hotels realisierte, das sich wesentlich auf das Interior Design der Zimmer und der Allgemeinflächen im Erdgeschoss (Zimmer und Buffet) konzentrierte. Allerdings ging es dabei nicht nur um eine äußerliche Erneuerung der Einrichtung, sondern es wurde grundsätzlich die Atmosphäre und Identität des Hauses neu gedacht und den Ansprüchen eines zeitgenössischen Gastes angepasst. Die vorgefundene Bestandssituation wurde in den 80er Jahren im Stil der Zeit errichtet, mit Ziertürmchen, verspieltem Portal, bemalter Fassade und gefrästen Holzbalkonen. Das rustikale Flair vergangener Tage wurde dezent, aber konsequent durch einen modernen Landhausstil ersetzt, ohne dass dabei die Bausubstanz verändert worden wäre. Die 16 neuen Suiten sind in einer geerdeten Farbpalette (es dominieren warme Braun- und Grautöne) gestaltet, die einen starken Bezug zum Grundton der umgebenden Landschaft herstellt. Der Fischgrätparkett aus dunkel gebeizter Eiche etabliert eine die Räume durchziehende vornehme Note. Eine 3D-Tapete mit Hahnentrittmuster bringt stellenweise ein haptisches Element ein, die gerahmten Vertäfelungen nachempfundenen Zierleisten aus recycelten PET-Flaschen transponieren das klassische Ambiente in die Gegenwart, in der auch die eleganten Loungemöbel verortet sind. Die aus der Gebäudeform resultierenden Rundungen in den Grundrissen werden unterschiedlich weitergespielt: durch Rundspiegel oder die bei den Einbaumöbeln verwendeten dunkel gebeizte Rillenpaneele. Wie wichtig und effektvoll farbliche Reduktion sein kann, zeigt sich bei der ebenfalls vorgenommenen Neugestaltung der Fassade: diese wurde in ihrer Verspieltheit und Kleinteiligkeit weitgehend beibehalten, aber monochrom in einem sandfarbenen Ton eingefärbt, was die Form glättet und beruhigt. Projekte Das Interior-Design-Studio ROOM2 aus Lana besteht aus Stefan Pircher, Alexander Rieder und ihrem Team. Die innenarchitektonischen Lösungen, die gesucht und gefunden werden, bilden eine Sprache, die genau dem Bauherren und dem Kontext angepasst wird und das formuliert, was dem Bauherren wichtig ist. Foto: © Tiberio Sorvillo Foto: © Tiberio Sorvillo 8
Zahlen – Daten – Fakten Showroom TechnoAlpin, Bozen Bauherr: TechnoAlpin AG Architektur: ROOM2 Baubeginn: 2022 Fertigstellung: 2023 Nunmehr wurde zur themenspezifischen Berieselung der Kunden nach einem Konzept von TechnoAlpin und ROOM2 im Bozner Firmensitz von TechnoAlpin ein Ausstellungsraum errichtet, der über das Angebot mehr als nur informiert. Es wird vielmehr das Erlebnis von Schnee evoziert. Im Inneren ist es dunkel wie in einer Winternacht. Der Vorraum ist mit einer großen Mediawall ausgestattet, die den eintretenden Besucher durch eine raumfüllende Winterlandschaft auf das Thema „experience the snow” einstimmt. Im Auditorium dient eine lässig geschwungene Tribüne aus Kunststoff als Sitzgelegenheit, die ebenso dunkel ist wie der Boden (Kunstharz). Die schwarzen Wände sind mit einem Kettenvorhang verdeckt, in dem vereinzelt silberne Glieder aufschimmern – wie Schneekristalle in einer Winternacht. Gäste tauchen in die Welt von TechnoAlpin Indoor ein. Der dunkle Showroom geleitet sie durch sorgfältig kuratierte Highlights und interaktive Elemente. So entfaltet sich eine Reise der Sinne, die gleichermaßen informiert und inspiriert. Zwischen erzählerischen Momenten wie einem Imagevideo, das die Emotion und die Vielschichtigkeit des Schnees in unterschiedlichen Szenarien sichtbar macht, dem realen Schnee, der im SNOWROOM und unter dem SNOWSKY physisch erfahrbar wird sowie technisch geprägten Stationen zur Erkundung der verschiedenen Design- und Ausstattungsvarianten des SNOWROOMS, entsteht ein Raum von großer atmosphärischer Dichte. Er lässt eintreten, lässt verweilen, weckt Neugier und öffnet den Blick für neue architektonische und innenarchitektonische Konzepte. Am Ende des Rundgangs verlassen die Gäste den Showroom mit einem leisen Lächeln – gedankenverloren in Ideen, Visionen und der überraschend konkreten Vorstellung davon, wie sich echter Schnee als sinnliches Element in den Innenraum übersetzen lässt. Projekte Prickelnde Schneekonzepte ROOM2 gestaltete den neuen Showroom von TechnoAlpin in Bozen In den Alpen war Schnee noch vor kurzem ein Phänomen, das nur Touristen bestaunten und für Einheimische selbstverständlich war. Aber das hat sich geändert. Schnee wird heute vermehrt technisch hergestellt und TechnoAlpin, ein Produzent von Beschneiungsanlagen für Skipisten, beliefert mit seiner Indoor-Sparte auch Wellnessbereiche mit Produkten wie dem SNOWSKY, der es bei Raumtemperatur von der Decke schneien lässt, oder dem SNOWROOM, einem minus 10 Grad kalten Raum, gefüllt mit echtem Schnee. Foto: © Tiberio Sorvillo Foto: © Tiberio Sorvillo Foto: © Tiberio Sorvillo 9
Sommerliches Barfußgefühl Die Neugestaltung einer Ferienwohnung in Marciaga Zahlen – Daten – Fakten Ferienwohnung, Marciaga Bauherr: privat Architektur: MG Interior Design Michael Gallmetzter Baubeginn: Dezember 2023 Bauende: August 2024 Das neu gestaltete kleine Feriendomizil besticht durch seinen einfachen Grundriss und die fließenden Übergänge der Wohn- und Schlafbereiche mit den Außenbereichen. Wohnen, Kochen und Essen sind als offener Raum gestaltet, mit einer kleinen Küchenzeile im hinteren Bereich. Die Hochschränke in gewelltem Glas stellen Bezüge zum See her, das Nussbaumholz der Fronten erdet den Raum. Vom gemütlichen Sofa aus hat man einen entspannenden Blick auf die Landschaft von Marciaga. Durch das Glasschiebeelement verschmilzt der Wohnbereich mit der großzügigen Terrasse. Mediterranes Flair verbreitet die Tapete mit einem bewegten Seemotiv in erfrischendem Azurblau. Im vorderen Bereich steht noch ein dekoratives Bücherregal mit praktisch integrierter Fernsehnische und einer Garderobensitzbank. Im Masterschlafzimmer zieht sich das schlüssige Farbkonzept weiter. Großzügige Schrankeinbauten mit einer reliefartigen Paneelwand in Anlehnung an die Außenfassade des Gebäudes sorgen für den nötigen Stauraum. Den Gegenpol zum Nussholz des Badezimmers bildet das Bett mit elegantem Bettkopf. Das harmonische Zusammenspiel von Tapete und Beleuchtungselementen verbreitet eine durchgehende Grundstimmung von sommerlicher Leichtigkeit. Projekte Das erste Gardasee-Projekt des Innenarchitekten Michael Gallmetzer ist den Elementen Wind, Wasser und Fels gewidmet. Der am See allgegenwärtige Wind findet sich in Formen und Bewegungen sämtlicher Materialien, Wasser wird durch wellenförmige Oberflächen evoziert, der Fels ist als durchgängiger Bodenbelag aus Travertin präsent. Foto: © Vanessa Runggaldier Foto: © Vanessa Runggaldier 10
Die acht Gebäude des Mountain Village „Cascata d’Otro“ bilden ein sorgfältig komponiertes Ensemble, das sich wie eine zeitgenössische Dorfgemeinschaft rund um einen idyllischen Teich gruppiert. Inmitten der unberührten Landschaft von Alagna Valsesia – einem international anerkannten Hotspot für Freerider unterhalb des majestätischen Monte Rosa – entfaltet sich ein architektonisches Konzept, das alpine Identität neu interpretiert. Die einzelnen Baukörper sind so positioniert, dass sie miteinander in Beziehung treten und gleichzeitig stets den Bezug zur beeindruckenden Naturkulisse bewahren. Sie stehen in einem lebendigen Dialog mit der Topografie, den Texturen und Silhouetten der umgebenden Bergwelt – eine bewusste Gestaltung, die sowohl Rückzug als auch Gemeinschaft ermöglicht. Mit insgesamt 72 hochwertigen Wohneinheiten – aufgeteilt in komfortable Zwei- und großzügige Drei-Zimmer-Apartments – bietet das Projekt stilvolles, modernes Wohnen auf hohem Niveau. Die architektonische Vision vereint traditionelle alpine Elemente mit zeitgenössischem Design: Holz, Naturstein und abgestimmte Fassadenmaterialien greifen regionale Bauweisen auf, während klare Linien und durchdachte Grundrisse modernen Wohnbedürfnissen entsprechen. Zahlen – Daten – Fakten Cascata d’Otro, Alagna Valesia (Piemont) Bauherr: Pink Mountains Srl Architektur: G22 Projects Baubeginn: 2022 Fertigstellung: 2024 Inmitten der atemberaubenden Landschaft von Alagna Valsesia im Piemont entstand das Mountain Village „Cascata d‘Otro", ein Projekt, das durch den Abriss und Wiederaufbau bestehender Strukturen ein modernes und elegantes Wohnen schafft. Belebung eines entlegenen Dorfes G22 Projects plante „Cascata d’Otro” im Piemont Projekte Besonderes Augenmerk wurde auf die Integration in die Landschaft gelegt: Die Gebäudehüllen sind so gestaltet, dass sie sich harmonisch in das natürliche Umfeld einfügen – nicht als Kontrast, sondern als Erweiterung des Bestehenden. Gleichzeitig sorgt die durchdachte Anordnung der Baukörper rund um den zentralen Teich für eine intime, fast dörfliche Atmosphäre, die das Gefühl von Ankommen und Heimat vermittelt. Foto: © Alex Filz Foto: © Alex Filz 11
Architektonischer Rahmen für das Bergerlebnis Ein Projekt von Peter Pichler Architecture Zahlen – Daten – Fakten Stationsgebäude Ponte di Legno, Brescia Bauherr: S.I.T. – Società Impianti Turistici Architektur: Peter Pichler Architecture geplante Fertigstellung: 2027 Das Projekt ersetzt zwei bestehende Skilifte durch eine durchgehende Seilbahn und schafft so eine direkte vertikale Verbindung vom Talboden zum Berg. Während die Besucher aufsteigen, offenbart sich ihnen durch den Rahmen der Gondel eine Abfolge von Landschaftsbildern, wobei die Gondel technisch als Transportmittel und visuell als Rahmen für die Landschaft fungiert. Als Vermittlung zwischen Betrachter und Umgebung ist auch die Struktur des neuen Bergstationsgebäudes konzipiert. Unter sorgfältiger Berücksichtigung des Kontexts reagiert jede Station auf ihre spezifische Umgebung und passt sich den bestehenden Gebäuden und der Topografie an. Auf dem Gipfel wird die Almhütte zum zentralen architektonischen Element: ein Ort der Ankunft, der Zuflucht und der Zusammenkunft, der die Verbindung zwischen Höhe, Landschaft und menschlicher Präsenz verstärkt. Das Projekt versteht Infrastruktur nicht als isoliertes Objekt, sondern als Bestandteil der Landschaft. Dachgeometrie, Materialisierung und die strukturelle Klarheit der Architektur sind der regionalen alpinen Typologie entlehnt und werden neu interpretiert. Präzision, Leichtigkeit und Materialehrlichkeit bilden eine Konstante. Für die hochalpine Landschaft des Skigebiets Ponte di Legno im Nationalpark Stilfser Joch entwarf das Büro Peter Pichler Architecture ein neues Stationsgebäude und eine Almhütte entlang der Achse Valbione–Corno d'Aola–Angelo. Die Bergstation liegt auf rund 2.200 Metern. Visualisierung: © Peter Pichler Architecture Visualisierung: © Peter Pichler Architecture Visualisierung: © Peter Pichler Architecture Projekte
Das Bestandsgebäude in der Grödner Gemeinde Sankt Christina wies zwei oberirdische Vollgeschosse auf, in denen sich eine Tischlerwerkstätte (Untergeschoss) und eine Wohnung (Erdgeschoss ) befanden. Das Haus stand parallel zu den Höhenschichtlinien im ansteigenden Hang und orientierte sich mit dem Giebel zum Tal. Traufseitig (westlich und östlich) bildeten Quergiebel eine verspielte Dachlandschaft. Das Dachgeschoss allerdings war aufgrund der Schrägen nur eingeschränkt nutzbar. Durch den Umbau wurde das bestehende Dach entfernt und durch ein einfaches Satteldach ersetzt. Dieses ist um 1,6 Meter höher, der First wurde um 90 Grad gedreht und verläuft nun in Längsrichtung, auf Quergiebel wurde verzichtet. Aufgrund der flachen Neigung konnte im Dachgeschoss eine zusätzliche große Wohneinheit errichtet werden. Das neue Dachgeschoss ist in eine stehende Lärchenholzschalung (Natur) gehüllt und wird südlich und westlich von einem umlaufenden Balkon umgeben. Die Balkonkonstruktion und Holzverschalung erstrecken sich auch auf den nicht erdberührenden Teil des bestehenden Erdgeschosses und lassen dadurch Bestand und Erweiterung als natürliche Einheit erscheinen. Zahlen – Daten – Fakten Erweiterung Haus Runggaldier, Sankt Christina Bauherr: privat Architektur: rm Architektur Baubeginn: 2024 Fertigstellung: 2025 Projekte Vereinfachung als Strategie – Dachaufstockung im alpinen Kontext Ein Projekt des Architekten Romed Mussner Das Haus Runggaldier wurde durch eine Aufstockung erweitert, sodass sich eine neue Wohneinheit im Dachgeschoss ergab. Das Besondere des Bauvorhabens besteht darin, dass dem Gebäude durch die Erweiterung eine neue Optik verpasst wurde, die im landschaftlichen und baulichen Kontext so authentisch wirkt, als wäre das Haus ursprünglich so gebaut worden. Foto: © Alexander Demetz Foto: © Alexander Demetz Foto: © Alexander Demetz 13
Sitzplatz in den Dolomiten Plasma Studio plante neue Bushaltestellen in Sexten Zahlen – Daten – Fakten Modulare Bushaltestelle, Sexten Bauherr: Gemeinde Sexten Architektur: Plasma Studio Baujahr: 2024 Die modular zusammengesetzten Stationen bestehen aus einem Haltestellenschild, einem Schutzdach mit Vitrine und Sitzgelegenheit, einer Stehlehne und einer nicht überdachten Sitzbank. Je nach Nutzungsintensität und Platz können Haltestellen in unterschiedlicher Größe und variabler Kombination der Elemente errichtet werden. Damit ist eine Anpassung an die Besonderheit des jeweiligen Standorts und zugleich eine durchgehende Ästhetik gewährleistet. Die einzelnen Elemente sind von dauerhafter Materialität: verzinkte Stahlteile verbinden sich mit heimischem Holz (Lärche, Zirbe) und Betonelementen, die mit lokalen Gesteinszuschlägen versehen wurden. Die sparsam eingesetzte Farbigkeit ist dem Logo Sextens entliehen. Die Betonteile wurden als Fertigteile im Werk gegossen und können auf der Baustelle schnell montiert werden. Die Schalungsformen werden dann für künftige Haltestellen wieder verwendet. Das Lärchenholz stammt aus einem Windwurf vom örtlichen Wald und bildet die vertikalen Holzflächen. Prägendes Element der Haltestelle ist die sogenannte „Gipfelbank” , welche von Plasma Studio bereits 2019 für das Dorfmobiliar von Sexten entworfen wurde. Die Sitzflächen sind aus splitterfreiem Zirbenholz gefertigt. Das Schutzdach ist so konzipiert, dass die notwendigen Informationen in einer kleinen Vitrine kommuniziert werden können, genügend wettergeschützte Sitzfläche zur Verfügung steht und ein schöner Ausblick in die umgebende Landschaft gegeben ist. Projekte Die Dolomitengemeinde Sexten leidet als „Tourismushotspot” unter großem Verkehrsaufkommen. Initiativen auf unterschiedlichsten Ebenen sollen die Benutzung des öffentlichen Personennahverkehrs attraktiver machen. Dazu gehört wesentlich die Gestaltung von Bushaltestellen im Ort, die aufgrund einer Initiative des Sextener Tourismusverbandes durch das ortsansässige Planungsbüro Plasma Studio neu konzipiert wurden. Foto: © Michael Pezzei Foto: © Michael Pezzei 14
Interview Bauprojekte scheitern selten am Material Ein Gespräch über Herausforderungen im Baumanagement Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen in der frühen Projektphase – insbesondere in Bezug auf Kostenkontrolle, Finanzierungspartner und Abstimmungsprozesse? Die größte Herausforderung liegt heute eindeutig in der frühen Synchronisation aller Projektbeteiligten. Gerade weil Investitionsvolumen und Zeitdruck steigen, entscheidet die Qualität der Vorbereitung über den späteren Verlauf. Wir sehen häufig, dass finanzielle Rahmenbedingungen wie Kreditvolumen, Zahlungsmodalitäten oder Genehmigungsprozesse zu spät finalisiert werden. Das führt zu Unsicherheiten und Nachverhandlungen. Ein professionelles Baumanagement schafft hier Ordnung: Wir koordinieren Finanzierungspartner, Planer und Bauherren so früh wie möglich, damit Kostenrahmen, Zeitpunkte und Spielregeln eindeutig definiert sind. Das reduziert Risiken erheblich und spart in der Realität oft mehr, als in der Bauphase möglich ist. Die Branche erlebt hohe Auslastung, enge Zeitfenster und komplexe Gewerkeabhängigkeiten. Welche Rolle spielt eine strukturierte Projektsteuerung heute und welche Fehler erleben Sie in der Praxis, wenn Transparenz und klare Prozesse fehlen? Heute ist es wichtiger denn je, klare Strukturen und Transparenz im Projektablauf zu schaffen. Gerade in Zeiten hoher Auslastung der Gewerke ist ein verbindlicher Bauablaufplan unverzichtbar. Wenn Abstimmungen fehlen oder Entscheidungen nicht dokumentiert werden, entsteht ein Dominoeffekt: Lieferketten verzögern sich, Gewerke stehen still und Kosten steigen. Durch eine systematische Projektsteuerung halten wir alle Beteiligten auf Kurs – mit nachvollziehbaren Prozessen, regelmäßigen Abstimmungen und belastbaren Entscheidungswegen. Digitale Tools helfen, aber entscheidend bleibt die Erfahrung, Prioritäten richtig zu setzen und im Problemfall schnell zu reagieren. Der zunehmende Fachkräftemangel und eine geringere Bereitschaft zu Überstunden wirken sich spürbar auf Bauzeiten aus. Wie kann Baumanagement dazu beitragen, realistische Zeitpläne zu erstellen – und wo liegt aus Ihrer Sicht der größte Hebel, um Verzögerungen und Mehrkosten zu vermeiden? Der Fachkräftemangel und die geringere Bereitschaft zu Wochenend- oder Überstundenarbeit machen Zeitmanagement zu einem kritischen Erfolgsfaktor. Die größte Hebelwirkung liegt darin, von Anfang an realistisch zu planen und Kapazitäten der Firmen ehrlich abzubilden. Wir achten darauf, Pufferzeiten einzubauen, Abhängigkeiten zwischen Gewerken sichtbar zu machen und Engpässe frühzeitig zu identifizieren. So lassen sich Verzögerungen vermeiden, Nachträge reduzieren und Mehrkosten verhindern. Ein guter Zeitplan ist kein theoretisches Dokument, sondern ein täglich gelebtes Steuerungsinstrument. Sie sagen, Kommunikation entscheide am Bau über Erfolg oder Misserfolg. Welche Kommunikationsstrukturen sind heute unbedingt notwendig und wie sorgt professionelles Baumanagement dafür, dass Konflikte früh erkannt und gelöst werden? Bauprojekte scheitern selten am Material – aber sehr oft an Kommunikation. Deshalb legen wir großen Wert auf klare Informationsflüsse, regelmäßige Baubesprechungen und dokumentierte Entscheidungen. Wichtig ist die Offenheit, Probleme frühzeitig anzusprechen. Ein professionelles Baumanagement sorgt dafür, dass Konflikte sichtbar werden, bevor sie Kosten verursachen. So entsteht ein Klima der Transparenz und Verlässlichkeit, das für komplexe Bauprojekte unverzichtbar ist. Michael Pichler ist Leiter des Bereiches Baumanagement in der HGV-Unternehmensberatung in Bozen. HGV bietet ein umfassendes Leistungspaket von der Konzept- und Marketingberatung über die Finanzierung und Nachhaltigkeit bis hin zum Baumanagement. Foto: © HGV 15
Ein liegender Kirchturm Das neue Firmengebäude von BSV Zahlen – Daten – Fakten Firmengebäude BSV, Schlanders Bauherr: BSV Architektur: Marx Ladurner Architekten Baubeginn: 2023 Fertigstellung: 2025 Direkt am Ortseingang von Schlanders entstand ein Gebäude, das durch seine skulpturale Wirkung und klare Formensprache Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Headquarter der Firma BSV wurde vom Architekturbüro Marx/Ladurner als „liegender Kirchturm“ konzipiert, der auf einem spitz zulaufenden Grundstück maximale Wirkung entfaltet. Die Fassade lebt von einem Wechselspiel aus massiven Elementen und raumhohen Glasflächen. Sie folgt einem vertikalen Rhythmus und bringt damit Dynamik in die Horizontale des 120 Meter langen Baukörpers. BSV plant und realisiert innovative Fenster, Fassaden, Türen und Sonnenschutzsysteme – stets mit dem Anspruch, Projekte Architektur zu verschönern und gleichzeitig zur Energieeinsparung beizutragen. Neben Büro- und Ausstellungsflächen bietet das Gebäude auch Coworking-Spaces, eine interne Academy, einen Begegnungsbereich mit Marktplatzcharakter sowie eine Kapelle. Diese Mischung macht den Bau zu einem Ort der Interaktion – weit über das Tagesgeschäft hinaus. Besonders beeindruckend sind die bis zu zwölf Meter hohen Glasscheiben im Eingangsbereich und das weit auskragende Vordach aus Betonfertigteilen. Die Progress AG konnte bei diesem Projekt ihr Know-how im Betonfertigteilbau an mehreren Stellen einbringen. Verbaut wurde die Green Code Thermowand Plus® mit bereits eingebauter Dämmung, als geschliffenes Fassadenelement mit Laaser Marmor Zuschlägen. Im Gebäudeinneren wurde die Green Code Akustikklimadecke® verbaut. In den eingebauten Hohlräumen befinden sich die Leitungen zur Heizung und Kühlung. Die Öffnungen auf der Unterseite sind mit Schallabsorber versehen, welche für gute Raumakustik sorgen und visuell insbesondere offene, großflächige Räume strukturieren. Foto: © Samuel Holzner Foto: © Samuel Holzner 16
Architektur mit System: Das neue BSV-Headquarter Mit dem neuen BSV-Headquarter in Schlanders zeigt die PROGRESS AG eindrucksvoll, wie innovatives und nachhaltiges Bauen mit Betonfertigteilen möglich ist – effizient, multifunktional und gestalterisch herausragend. Betonfertigteile neu gedacht Direkt am Ortseingang von Schlanders ist ein unverwechselbares Gebäude entstanden, das durch seine skulpturale Wirkung und klare Formensprache Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Headquarter der Firma BSV wurde vom Architekturbüro Marx/Ladurner als „liegender Kirchturm“ konzipiert – ein Symbolbau, der auf einem spitz zulaufenden Grundstück maximale Wirkung entfaltet. Die Fassade lebt von einem Wechselspiel aus massiven Elementen und raumhohen Glasflächen. Sie folgt einem vertikalen Rhythmus und bringt damit Dynamik in die Horizontale des 120 Meter langen Baukörpers. Ein Gebäude – viele Möglichkeiten BSV plant und realisiert innovative Fenster, Fassaden, Türen und Sonnenschutzsysteme – stets mit dem Anspruch, Architektur zu verschönern und gleichzeitig zur Energieeinsparung beizutragen. Neben Büro- und Ausstellungsflächen bietet das Gebäude auch CoWorking-Spaces, eine interne Academy, einen Begegnungsbereich mit Marktplatzcharakter sowie eine Kapelle. Diese Mischung macht den Bau zu einem Ort der Interaktion – weit über das Tagesgeschäft hinaus. Besonders beeindruckend sind die bis zu zwölf Meter hohen Glasscheiben im Eingangsbereich und das weit auskragende Vordach aus Betonfertigteilen. Die PROGRESS AG konnte bei diesem Projekt ihr gesamtes Knowhow im Betonfertigteilbau einbringen. Verbaut wurde die Green Code Thermowand Plus® mit bereits eingebauter Dämmung als geschliffenes Fassadenelement mit Laaser Marmor Zuschlägen, die Green Code Akustikklimadecke® zur Optimierung der Raumakustik mit integrierten Rohrleitungen zum Heizen und Kühlen sowie die Green Code Eco Slab®, ein Deckenelement mit eingebauten Hohlkörpern, um den Einsatz von Beton und Stahl zu minimieren. Das gesamte Gebäude wurde im KlimahausA-Standard realisiert und zeigt eindrucksvoll, wie energieeffizientes Bauen mit Fertigteilen funktioniert. Nachhaltiges Bauen ist Bauen für die Zukunft Mit dem Green Code Bausystem setzt die PROGRESS AG Maßstäbe im modernen Betonbau. Die industriell vorgefertigten Betonfertigteile stehen für höchste Qualität, reduzierte Bauzeiten und ein durchdachtes Nachhaltigkeitskonzept. Dazu kommen integrierte Haustechnik und maximale Energieeffizienz in der Nutzung. Dank optimierter Betonrezepturen und ressourcenschonender Fertigung kann der CO₂-Ausstoß deutlich gesenkt und durch den Einbau von recycelbaren Hohlkörpern, den GC boxen, wird bis zu 25 % weniger Beton und 15 % weniger Stahl eingebaut. Die integrierte Planung reduziert Schnittstellen und ermöglicht das komplexe und geometrische konzipieren solcher Bauwerke. Als Marktführer unterstreicht die PROGRESS AG mit dem BSV-Headquarter, wie wirtschaftlich, ökologisch und ästhetisch verträglicher Betonbau in der Praxis aussieht. Innovation/Promotion www.progress.cc Foto: © Samuel Holzner Foto: © Samuel Holzner Foto: © Samuel Holzner 17
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Zahlen – Daten – Fakten Neubau La Tambra Hotel Lodge + Residence, Sankt Christina Bauherr: privat Architektur: G22 Projects Baubeginn: Mai 2024 Fertigstellung: Juni 2025 Das Gebäude wurde gegenüber vom Steakhouse La Tambra in einer sehr vorteilhaften Lage errichtet: Nördlich wird das Gebäude von der Dorfstraße erschlossen, südlich orientiert sich das Grundstück zum Talboden auf eine unverbaubare Grünfläche. Wenn man diese mit Schiern quert, gelangt man direkt zur Talstation der Seilbahn Monte Pana, auch die Saslong ist leicht zu erreichen. Aus der Ferne grüßt der Langkofel. G22 Projects GmbH Essentielle Elemente G22 Projects entwarf das Hotel La Tambra in Sankt Christina La Tambra heißt ein auf grüner Wiese in Sankt Christina errichtetes neues Hotel, das von Egon Comploj, einem Enkel des Grödener Tourismus-Pioniers Leo Demetz, betrieben wird. Die Geschichte des Tourismus im Tal wurde ein lebendiger Teil des Interior Design, während die Gebäudearchitektur auf essentielles Material zurückgreift: primär Holz und Stein. Das Gebäude wurde als kompakter Baukörper konzipiert, dessen unregelmäßiger Grundriss aus den Bebauungslinien des Grundstücks resultiert. Nach außen weist es zwei Gesichter auf: Foto: © Alex Filz Hangseitig zum Dorf präsentiert es sich flach mit Satteldach und einem eleganten Zuschnitt, der durch die vorgelagerte Parkfläche gut zur Geltung kommt. Die Fassade ist mit gedämpfter Lärche Foto: © Alex Filz 26
Projekt-Partner C. Brugger GmbH Bauunternehmen, Lajen Elektro Wepa des Werdaner Paul, St. Ulrich Goller Bögl GmbH, Brixen HEROKAL Ges.m.b.H., Bozen IGAN STYLE S.R.L. Sede Legale, Sacile (PN) Innerhofer AG, St. Lorenzen Lobis Böden GmbH, Bozen Mantinger Andreas, Villnöss (BZ) Marmsoler Lukas, Wolkenstein Mitlicht GmbH, Brixen Mortec Tooor GmbH, Kaltern Tischlerei Malfertheiner OHG des Malfertheiner Roland & Co., Völs am Schlern Tischlerei Ploner GmbH, Wolkenstein TopHaus AG, Bozen (BZ) Wolf Fenster AG/Spa, Natz-Schabs verschalt, die Eingangssituation wird durch ein Portal aus schwarz gefärbten Dreischichtplatten hervorgehoben. Durch eine Innentreppe gelangt man direkt ins Untergeschoss, wo der Frühstücksbereich mit Buffet seine Gäste erwartet. Der Frühstücksbereich ist durch unterschiedliche Bodenbeläge (Naturstein und geölte Eiche) in Sitzbereiche und einen offenen Teil mit Buffet und Kamin gegliedert. Dort wurde ein hoher skulpturaler Fels installiert, der in den zweigeschossigen offenen Luftraum ragt und damit auch vom Erdgeschoss aus, wo der Empfangsbereich mit Rezeption liegt, bewundert werden kann. Im Obergeschoss befindet sich an der Nordseite der Wellnessbereich, der sich mit einem Whirlpool auch auf die Terrasse erstreckt. Auf der südlichen Gebäudeseite gruppieren sich auf drei gut besonnten Geschossen (UG, EG und OG) die Zimmer, die sich in Bezug auf die Materialisierung und die offenen Grundrisse stark Foto: © Alex Filz G22 Projects GmbH Foto: © Alex Filz Foto: © Alex Filz 27
G22 Projects GmbH an den Allgemeinflächen orientieren. So sind die steinernen Waschtische in die Zimmer integriert, die separierten Duschen wurden teilweise mit spaltrauem Naturstein verkleidet. Böden (Eiche dunkel geölt und in Fischgrät verlegt) und Einbaumöbel (Fichte gehackt, gebürstet und hell lackiert) bestehen aus Holz. Der südliche Gebäudeteil gliedert sich vor allem aufgrund der Dachlandschaft optisch in drei Teile, wodurch die Größe des Volumens entschärft wird. Foto: © Alex Filz 28
29 Ausführung der gesamten Bauarbeiten Wir bedanken uns bei Familie Comploj für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und Freude! T 0471 655041 christian@cbrugger.it | jone@cbrugger.it Walther-von-der-Vogelweide-Str. 16/C 39040 Lajen | www.cbrugger.net Tel. +39 348 0266214 · Wolkenstein · lukas@marmsoler.biz Installation der gesamten Heizungs- und Sanitäranlagen. Wir bedanken uns für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Pizack 22 · I-39040 VILLNÖSS (BZ) · Mobil +39 333 4744055 info@spenglerei-mantinger.com · www.spenglerei-mantinger.com Ausführung der Metalldacheindeckung und Spenglerarbeiten
Zahlen – Daten – Fakten Showroom Alps Floor, Bozen Bauherr: Alps Floor GmbH Architektur: MG Interior Design Michael Gallmetzter Baubeginn: März 2025 Fertigstellung: August 2025 Alps Floor ist ein in Bozen angesiedeltes Unternehmen, das sich auf Bodenbeläge aller Art spezialisiert hat. Das Angebot reicht von Holzböden über Fliesen bis hin zu fugenlosen Beschichtungen. Teil der Dienstleistung ist ein Beratungsangebot für Kunden, für das ein eigener Showroom nach einem Konzept von Interior Designer Michael Gallmetzer geschaffen wurde. Der neue Showroom von Alps Floor wurde gestaltet, um ein edles und inspirierendes Umfeld zu schaffen, in dem die Auswahl von Produkten zum Erlebnis wird. Die klare Formsprache und die dunkle, elegante Raumgestaltung rücken die Materialien in den Mittelpunkt. Auch die räumMG Interior Design Beratung als Erlebnis Ein Projekt von MG Interior Design lichen Situationen, innerhalb derer die Wirkung der diversen Oberflächen demonstriert wird, sind so zurückhaltend konzipiert, dass die Oberflächen und ihre haptischen Qualitäten in den Vordergrund treten. Das Ambiente greift die Firmenfarbe von Alps Floor auf – ein charakteristisches Grün, atmosphärisch inszeniert durch ein großformatiges Waldmotiv, das Ruhe, Naturbezug und Markenidentität verbindet. Die diversen Grünelemente (sei es in Form von Trockenblumen, Pflanzen oder gedruckten Motiven) bilden in den Ausstellungsräumen einen wichtigen Kontrast zu den im Mittelpunkt stehenden flächigen Exponaten. Eine in Felsoptik gestaltete Theke verleiht den Räumlichkeiten einen markanten, kraftvollen Akzent und bildet einen visuellen Ankerpunkt. Der gemütliche Barbereich lädt zum entspannten, informellen Austausch zwischen Kunden und Mitarbeitern ein. Gezielte Lichtakzente setzen die Materialmuster raffiniert in Szene und unterstreichen die moderne, innovative Gestaltung des gesamten Showrooms. Foto: © Hannes Niederkofler Foto: © Hannes Niederkofler 30
Projekt-Partner ALMA d. N. Tschigg, Bozen Elektro Furggler des Furggler Daniel, Bozen Keimfarben Colori minerali s.r.l, Naz Sciaves PROLINE architecture, Bozen SOS ALARM KG, Bozen Tischlerei Malfertheiner OHG des Malfertheiner Roland & Co., Völs am Schlern MG Interior Design Bemerkenswert gelungen erscheint auch der Wartebereich mit dem geschwungenen karamellbraunen Sofa, der durch grüne Fadenvorhänge als Raumtrenner vom übrigen Ausstellungsbereich getrennt wird. Ergänzend bietet ein Lichthof mit Außenterrasse, einem Whirlpool und einem Olivenbaum eine besondere Umgebung für die Beratung zu Outdoor Fliesen und Whirlpool Lösungen. So wird das Beratungserlebnis auf Innen und Außenbereiche gleichermaßen erweitert und entsprechend abgerundet. Foto: © Hannes Niederkofler Foto: © Hannes Niederkofler 31
32 KOMPETENZ FÜR DEIN BAUPROJEKT VON DER IDEE BIS ZUR UMSETZUNG +39 349 783 8277 info@proline.bz A.-Nicolodi-Straße 39 - 39100 Bozen Arch. Dieter Obexer +39 349 2395779 info@elektrofurggler.com Dein professioneller Lichtplaner LICHT.RAUM.CHARAKTER Individuelle Lichtkonzepte für Architektur, die wirkt. Wir gestalten Lichtlösungen, die Funktion und Atmosphäre vereinen: Technisch fundiert, gestalterisch präzise. Visualisierung, Planung, Ausschreibung – unabhängige Planung für maßgeschneiderte Beleuchtung. Giotto Str. 19 | 39100 Bozen Tel. 348 852852-0 info@alma-light.com | www.alma-light.com
Herzbluat architecture Funktional und ausgelassen Ein Projekt von Herzbluat Architecture Die direkt neben der Talstation des AbsamMeierl-Sessellifts gelegene Absamstube wurde nördlich und westlich um einen winkelförmigen Zubau erweitert. Dieser schafft auf der zur Piste orientierten Nordseite neben einem kleinen Buffet auch eine neue und überdachte Eingangssituation. Im Inneren wurde durch die Erweiterung der große Gastraum mit Bar und angrenzender Küche vergrößert. Nördlich vor dem neuen Entree erstreckt sich eine vergrößerte Gästeterrasse. Der gesamte Außenbereich ist aufgrund der knallroten Farbe des Zubaus, die mit dem weißen Schnee kräftig kontrastiert, schwer zu übersehen. Auch im Inneren bestimmen kräftige, knallige Farben das Bild, die durch optische und verbale Pointen unterhaltsam ergänzt werden. Im Skigebiet Latemar wurde die auf 1.732 Metern gelegene Hütte „Absamstube” vergrößert und einer grundlegenden Neugestaltung unterzogen, die den einfachen und robusten Charakter der typischen Skihütte mit dem in den Bergen immer willkommenen Humor verbindet. Foto: © Gabriel Eisath Foto: © Gabriel Eisath 33
Herzbluat architecture So wurden diverse Designobjekte dem Fundus eines Ski-Verleihs entnommen und damit zeitgemäß upgecycelt: an den Wänden und Decken etwa wurden als Dekogegenstände monochrom rot gefärbte Skier montiert. An Seilen abgehängte Snowboards fungieren im Gastraum als schaukelnde Sitzbänke. Alte Liftsessel bilden eine von Cartoon-Tapeten eingerahmte bunte Sitzecke in Eingangsnähe. Die bei den jüngeren Skigästen besonders beliebte Stickerwand der alten Absam-Stube wurde Foto: © Gabriel Eisath per Fotodruck auf eine Tapete übertragen und damit für die Stammgäste in die neue Absamstube hinüber gerettet. Sie ziert eine Chill-Ecke im Untergeschoss, wo man auf dem Weg zum Klo eine Pause einlegen kann, um etwa den beeindruckenden Nassbereich zu bewundern: Der Gang zum Klo wurde durch Farben (pink bzw. gelb) und eine Lichtschranke dazwischen geschlechterspezifisch getrennt. Bei der Materialisierung ging man pragmatisch zu Werke und entschied sich für dauerhafte und Foto: © Gabriel Eisath Foto: © Gabriel Eisath Zahlen – Daten – Fakten Umbau Skihütte Absamstube, Deutschnofen Bauherr: Latemar AG Architektur: Herzbluat Architecture Baubeginn: April 2025 Fertigstellung: November 2025 34
Herzbluat architecture Projekt-Partner Andreas Pichler Bauspengler, Deutschnofen GIBITZ GmbH, Deutschnofen TopHaus AG, Bozen (BZ) Ungerer GmbH, Partschins/Töll Foto: © Gabriel Eisath robuste Elemente: als Boden dient ein skischuhfreundlicher Gummibelag, die Möbel sind aus Holz. Für die Decke verwendete man aus akustischen Gründen schwarz gefärbte Ethernitplatten, die nicht nur den Lärm der Skifahrer dämpfen, sondern auch eine Bespielung des Lokals durch DJs entsprechend gut klingen lassen. Foto: © Gabriel Eisath 35 www.gibitz.it
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