Oben Schifffahrt, unten Neubau des Waisentunnel Ein starkes Fundament für einen stabilen U-Bahnbetrieb Der seit einigen Jahren auf Grund seines baulich desolaten Zustandes geschlossene Waisentunnel verhindert eine betrieblich effiziente Nutzung. Das Projekt teilt sich in die Abschnitte „Waisentunnel Spreeunterquerung“ und in den Abschnitt „Waisentunnel 2.0“ unter der Littenstraße bis zum UBahnhof Alexanderplatz. Dieser Bereich wird durch vollumfassende Sanierungsarbeiten und den teilweisen Ersatzneubau wiederinstandgesetzt. Auf Höhe der Stralauer Straße schließt der „Waisentunnel 2.0“ an den unter der Spree befindlichen Tunnelteil an. Es besteht eine besondere Herausforderung darin, den Ersatzneubau in der Spree bei laufendem Schiffsverkehr zu realisieren. Dieser Abschnitt wird mithilfe von Stahlbetonschotten gesichert, um das Eindringen von Wasser in das U Bahnnetz zu verhindern. Danach wird das bestehende Bauwerk rückgebaut. Der anschließende Ersatzneubau erfolgt in zwei Phasen: Zuerst werden auf der südlichen Spreeseite Spundwände und eine Sohle eingebracht und die Baugrube ausgepumpt. So können die Bautrupps in einer trockenen Baugrube die erste Hälfte des Ersatzneubaus errichten. Im Anschluss wiederholen sich die Arbeitsschritte auf der nördlichen Seite. Die erste UBahn soll voraussichtlich im Jahr 2030 wieder die Strecke komplett befahren. Seit dem 19.01.2026 liegt der Planfeststellungsbeschluss vor. Er ermöglicht zunächst die Ausführung notwendiger vorbereitender Maßnahmen, wie etwa die Leitungsumverlegung im Bereich Rolandufer. Zahlen – Daten – Fakten Bauherr: Berliner Verkehrsbetriebe BVG vertreten durch die BVG Projekt GmbH, Berlin Generalplaner: Ingenieurgemeinschaft ZPP/ Amberg Waisentunnel GbR c/o SOCOTEC Ingenieure AG, Berlin Bauoberleitung und Bauüberwachung: Schüßler Plan Ingenieur gesellschaft mbH, Berlin Fertigstellung: Geplant 2030 BVG PROJEKT GmbH Der Waisentunnel wurde 1918 eröffnet und verläuft als Betriebstunnel vom U-Bahnhof Alexanderplatz, unter der Littenstraße und Spree entlang, zum U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße. Er war ursprünglich Teil einer nie vollendeten U-Bahn-Planung der AEG und seit Baubeginn von vielen Havarien betroffen. Hauptgrund für die zahlreichen Wassereinbrüche war die für damalige Zeiten sehr ambitionierte Bauweise. Für den Betrieb des ÖPNV hat dieser Tunnel weiterhin eine herausragende Bedeutung für Bedeutung für Zugwartung und Netzstabilität. Foto: © BVG Projekt GmbH Foto: © BVG Projekt GmbH 51
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