Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser, „wir brauchen schnelle Lösungen“, so lauten derzeit in vielen Bereichen die Forderungen und auch die aktuelle Bundesregierung wird nach schnell spürbaren Entscheidungen bewertet. Die Probleme sind groß; die Krisen geben sich die Klinke jeweils in die Hände des Weltfriedens, der globalen Wirtschaft oder auch des persönlichen Mikrokosmos der einzelnen Bürger. Da ist es natürlich, dass man sich nach pragmatischen Lösungen sehnt, die alles wieder ins rechte Lot rücken und ein „Zurück“ zur gewohnten Stabilität und persönlichem Komfort sichern. Doch leider funktionieren nach einer veränderten Weltordnung, langen Zeiten des Zögerns und Versäumens sowie endlosen politischen Debatten, die alten Spielregeln nicht mehr. Die Deutsche Bahn wird nicht sofort pünktlicher, nur weil man, Dank Sondervermögen, längst fällige Streckensanierungen endlich durchführt. Die überhitzten Wohnungsmärkte in den Ballungszentren werden sich nicht spürbar durch den vereinzelten Abbau von Bürokratiehürden entspannen. Alleine diese beiden Beispiele zeigen, dass Lösungen immer ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren sind, die von einzelnen Akteuren nicht bestimmt werden können, auch wenn man sie herbeisehnt. Zuwanderung und demografischer Wandel im Bereich des Wohnungsmarktes lassen sich noch prognostizieren, das Zinsniveau hängt dagegen von internationalen Finanzmärkten ab. Städte und Gemeinden stehen mit dem Rücken zur Wand und haben, sehr zum Ärger der BürgerInnen, keine Spielräume mehr für dringend notwendige Investitionen und Erhaltungsmaßnahmen. Vielleicht beruhigt da der alte Kalenderspruch: „auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“ und den haben wir für Sie Anfang 2025 getan. Ab diesem Zeitpunkt liefen die Vorbereitungen für die fünfte Berliner Ausgabe. Heute blättern oder scrollen Sie darin und wir hoffen, der Ausflug in die Berliner Architektur- und Bauszene wird zu einem kurzweiligen Erlebnis für Sie. Die Fragen, von denen man schnelle Lösungen erhofft, bleiben umfangreich und können selbstverständlich auch von uns nicht beantwortet werden. Doch wir haben gute Ansätze für Sie gefunden, vielleicht nicht auf die großen gesellschaftlichen und weltpolitischen Umbrüche, aber es gibt spannende Erkenntnisse, wie beispielsweise darauf: · Wie hoch ist der erste Wolkenkratzer Berlins? · Wo leistet die Polizei ihren Dienst, wenn ihre Diensträume modernisiert werden müssen? · Wie saniert man ein Strandbad inmitten eines Gartendenkmals? · Hat ein ehemaliges Plattenbau-Kinderheim Potenzial für das größte Wohnungslosenwohnhaus im Bezirk Lichtenberg? · Wo trainieren Zollbeamtinnen und -beamte in realitätsnahen Szenarien für ihre Einsätze? · Wo trifft man den Bundespräsidenten während der Sanierung seines Berliner Amtssitzes? · Warum können wir seit zehn Jahren eine erfolgreiche Publikation über die Berliner Bauszene auflegen? Auf die letzte Fragen möchten wir gerne direkt eingehen, die restlichen Antworten finden Sie in der vorliegenden Publikation. Auch diese Ausgabe war keine schnelle Lösung, sondern ein Projekt, bei dem uns redaktionelle Partner und Bauspezialisten engagiert begleitet haben. Sie haben uns von ihren neuen Projekten erzählt, die trotz mancher baulicher und bürokratischer Hürden, doch zu einem guten Ende kamen. Wir haben Bauvorhaben abschließend besucht, die wir über verschiedene Ausgaben redaktionell begleitet haben und die uns nun beeindrucken. Wir bedanken uns deshalb bei allen redaktionellen Mitgestaltern, unseren langjährigen Kunden und unseren neu dazugewonnenen Partnern für ihre Unterstützung und dafür, dass wir mit ihrer Hilfe wieder eine tolle Ausgabe zusammenstellen konnten. Die nächste Frage, wie es weitergeht, beantworten wir ebenfalls gerne an dieser Stelle: Derzeit sind wir in Hamburg und SchleswigHolstein unterwegs, um die Ausgabe für das kommende Jahr vorzubereiten. Hier haben wir das zehnjährige Jubiläum der Hamburger Publikation schon im vergangenen Jahr gefeiert. Nähere Auskünfte zu unseren Ausgaben in Norddeutschland gibt es bei: Steffen Meininger Agenturleitung Telefon: 040 18016821 Mobil: 0173 3441588 E-Mail: s.meininger@v-p-c.de Viel Spaß beim Lesen wünscht Editorial 3
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