architektur berlin 2026

Projekt-Partner  Schneider Engineering GmbH, Fulda  sustainable partners PartG mbB, Sanitz Forschungsneubau Optobiologie auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Im August 2025 fand der Spatenstich für den Forschungsneubau Optobiologie statt. Der Neubau wird durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen realisiert und schafft Raum für interdisziplinäre Spitzenforschung im Bereich der Lebenswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin – sowie für den gesamten Forschungsstandort Berlin. Der Neubau entsteht auf dem denkmalgeschützten Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin. In enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt und der Unteren Denkmalbehörde orientiert sich das Gebäude an der kleinteiligen Umgebung, übernimmt Traufhöhe und Schrägdachform und integriert die Gebäudetechnik unsichtbar in die Hülle. Die städtebauliche Grundidee basiert auf drei gegeneinander verschobene Riegel, die trotz großer zusammenhängender Flächen im Innenraum die kleinteilige Struktur des Campus der HU aufgreifen. Auf Grundlage des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen des Bundes (BNB) wird für das Zahlen – Daten – Fakten Bauherr: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Abteilung V Hochbau,Berlin Architektur: agn Niederberghaus & Partner GmbH, Berlin Fertigstellung: 2029 Laborgebäude eine Zertifizierung in der Qualitätsstufe „Silber“ angestrebt. Die Wärmeversorgung erfolgt über Fernwärme, die Kälteversorgung über Kaltwassersätze mit umweltfreundlichen Kältemitteln. Eine Photovoltaikanlage auf dem extensiv begrünten Retentionsdach ergänzt das System zur Senkung von Emissionen und Betriebskosten. Der Baukörper besteht aus einem Untergeschoss, drei Obergeschossen und einem Dachgeschoss. Im Untergeschoss liegen Labore mit hohen Anforderungen an Schwingungsfreiheit. Das Erdgeschoss umfasst Foyer, Konferenzräume, Büros, Werkstätten und Pflanzenanzucht-Räume. In den Obergeschossen befinden sich Labore der Schutzstufe 1 mit Auswertungs- und Bürobereichen. Das Dachgeschoss nimmt die Lüftungs- und Kältetechnik auf. Insgesamt entstehen rund 2.100 m² Laborfläche. Die Gesamtkosten betragen gemäß den Erweiterten Vorplanungsunterlagen (EVU) 81,2 Mio. Euro. Aufgrund der exzellenten Forschungsausrichtung wird das Vorhaben mit 33,8 Mio. Euro durch den Bund gemäß Artikel 91b Grundgesetz (Forschungsbauten) mitfinanziert. Visualisierung: © agn Niederberghaus & Partner GmbH Das kompakte Laborgebäude nimmt Rücksicht auf den Baumbestand und greift bestehende Wegebeziehungen auf. Der Baukörper ist optimal an die Grundstücksgeometrie angepasst, so dass großzügige Freiflächen mit guter Aufenthaltsqualität entstehen. Die Wedding Advanced Laboratories (WAL) gehen auf ein Raum- und Funktionsprogramm zurück, das die BHT bereits 2013 (basierend auf dem Masterplan 2012) bei der Senatsverwaltung für Wissenschaft eingereicht hatte. 133

RkJQdWJsaXNoZXIy MjUzMzQ=