architektur rhein-main 2025

Projekt-Partner  Hodes-Bau GmbH & Co. KG, Fulda  Lang Bedachungen GmbH & Co. KG, Großenlüder  Ost Holzfenster GmbH, Gründau  rauschenberg ingenieure gmbh, Burghaun  Tischlerei Thomas Maul GmbH & Co. KG, Freiensteinau Pankratz + Partner Architekten mbB Die Architekten konnten mit ihrem Konzept, im Schloss das Rathaus der Stadt unterzubringen und dabei zugleich das Gebäude denkmalgerecht instandzusetzen, die politisch Verantwortlichen überzeugen. Die Übernahme durch die Familie Bruch (Firma Globus) markierte 2013 einen Meilenstein. Der Investor legte von Beginn an Wert auf zusätzliche gastronomische und kulturelle Nutzungsmöglichkeiten für die Wächtersbacher Bürgerschaft. Ab 2014 starteten die Sicherungsmaßnahmen, Entrümpelungen und Teilentkernungsarbeiten unter Federführung der Architekten-Arbeitsgemeinschaft von Soden und Pankratz + Partner Architekten. 2015 übernahm die Stadt als zukünftige Nutzerin das Projekt und erwarb das Schloss mit Schlosspark, während sie im Gegenzug das bisherige sanierungsbedürftige Rathaus in der Main-Kinzig-Straße (Gewerbegebiet) an die Firma Globus veräußerte. Ein Jahr später gelingt es der Stadt auch das Areal der vormaligen Schlossbrauerei der Fürsten von Ysenburg mitsamt dem Schlossvorplatz zu erwerben. Die Entwurfsplanungen sahen auch die Erweiterung um einen Stadtsaal im zweiten Obergeschoss, sowie die Einbeziehung von Dach- und Kellergeschoss in die zukünftige Nutzung mit vor. Die Baumaßnahme mit vielfältigen Abbruch- und Freilegungsarbeiten wurde begleitet von umfangreichen archäologischen und bauhistorischen Untersuchungen. Zum Bauumfang gehörten unter anderem folgende Einzelmaßnahmen: Sanierung und Restaurierung der Fassaden, Deckenerneuerungen, statische Sicherung der großen freitragenden Holztreppe, Dacherneuerung, Dämm- und Putzarbeiten, Herstellung der Raumaufteilung zur neuen Nutzung, Bühnentechnik im neuen Stadtsaal, Medientechnik im gesamten Gebäude, Einbau von Lüftungsanlagen, Entwicklung eines Gastronomiebereiches, Aufzugseinbau für barrierefreien Zugang, Umsetzung moderner Brandschutzkonzepte mit neuen Rettungswegen unter Erhalt und Inwertsetzung der historischen Bausubstanz. Mit der Schlosssanierung verbunden war auch der Abriss des großen Sudhauses und der Gärkelleranlage im ehemaligen Marstall zur Rückgewinnung der ursprünglichen Größe des Schlosshofes. Die Maßnahme wurde als Leuchtturmprojekt durch Land und Bund aus verschiedenen Förderprogrammen großzügig unterstützt und im Jahr 2023 mit dem Hessischen Denkmalpreis ausgezeichnet. Foto: © Pankratz + Partner I Architekten mbB Foto: © SCHOEBO AIR, Horst Schönebeck 27

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