XPaXnXkXraXtz + Partner Architekten mbB Die Stadt Wächtersbach liebt ihre historischen Gebäude Bobbycar trifft im Alten Amtsgericht auf Rollator und Schloss Wächtersbach wird neues Rathaus Zahlen – Daten – Fakten Bauherr: Magistrat der Stadt Wächtersbach Bürgermeister Andreas Weiher, Wächtersbach Architektur: Pankratz + Partner I Architekten mbB, Petersberg Fertigstellung: 2024 2016 wurde die historische Altstadt von Wächtersbach in das Städtebauförderprogramm Stadtumbau aufgenommen, um sie zu revitalisieren. Seit 2020 entwickelte sich daraus das 3-Punkte-Programm „Sozialer Zusammenhalt“, „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ und „Lebendige Zentren“. Zudem liegt in der Kommune der Anteil der älteren Bevölkerung im Stadtumbaugebiet deutlicher höher, als in den umliegenden Ortsteilen, ebenso der Anteil der BewohnerInnnen mit Migrationshintergrund. Was lag da näher als ein „Haus für Jung und Alt“ einzurichten? Mit der Sanierung historischer Gebäude hatte die Stadt bereits Erfahrung, wurde doch einige Jahre zuvor aus dem unter Denkmalschutz stehenden Schloss das neue Rathaus. Beide Projekte stellt der nachfolgende „Ausflug“ nach Wächtersbach vor. Soziale Integration im Alten Amtsgericht in Wächtersbach Die Liegenschaft des Alten Amtsgerichts befindet sich in der Altstadt von Wächtersbach und wurde 2016 von der Stadt mit dem Ziel der Etablierung einer langfristigen sozialen Nutzung erworben. Die Immobilie besteht aus einem als Gericht genutzten Hauptgebäude aus dem Jahr 1855 mit einem zweigeschossigen Anbau um etwa 1900, in dem Gefängniszellen untergebracht waren, sowie Frei- und Grünflächen. Da die Gebäude unter Denkmalschutz stehen und für die neue Nutzung barrierefrei und energetisch saniert werden mussten, war eine intensive Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen erforderlich. Auf Grund des demografischen Wandels besteht in der Kernstadt eine hohe Nachfrage nach Senioren- und Pflegeeinrichtungen, sowie auch nach Angeboten zur Kinderbetreuung. Somit entwickelte sich die Idee des „Hauses für Jung und Alt“. Mit der Umnutzung des Alten Amtsgerichts werden damit unterschiedliche Bedürfnisse aus der direkten Nachbarschaft bedient. Vor Nutzung der Räumlichkeiten wurde das Alte Amtsgericht kernsaniert und energetisch ertüchtigt, die Räume an die neuen Nutzungen angepasst, die Gebäudetechnik modernisiert und Barrierefreiheit im ganzen Gebäude, unter anderem durch einen Aufzug, hergestellt. Jedes Geschoss hat nun eine nutzbare Fläche von rund 450 m². Foto © Pankratz + Partner I Architekten mbB Foto © Pankratz + Partner I Architekten mbB Foto © Pankratz + Partner I Architekten mbB 24
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