XXXXX Projekt-Partner K. Dörflinger Gesellschaft f. Elektroplanung mbH & Co. KG, Allendorf Stoffel Ingenieurbüro für Haustechnik, Heidesheim Neue Grundschule in Breckenheim Der Schulneubau der Grundschule Breckenheim entstand auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes neben der Sport- und Kulturhalle des Ortes und nutzt das erhöht liegende Grundstück, das an Wohngebiete, Sportanlagen und die Karl-AlbertStraße grenzt. Seit ihrer Einweihung im vergangenen Jahr besuchen rund 200 SchülerInnen die Einrichtung, die neben dem Neubau auch einen Spiel- und Pausenhof sowie die Infrastruktur für Betreuungsangebote am Nachmittag und eine Schulmensa umfasst. Architekt Torsten Schön plante mit seinem Team einen winkelförmigen Baukörper, der den Schulhof wie einen schützenden Arm einrahmt und so den Schalleintrag in das angrenzende Wohngebiet reduziert. Als dritte Raumkante dient die Sport- und Kulturhalle, die den Lärm der nahegelegenen Autobahn A3 abschirmt. Das Schulgebäude ist teilunterkellert und in einem Teilbereich zweigeschossig errichtet; ein Aufzug gewährleistet die Barrierefreiheit. Während das Keller- und Erdgeschoss in konventioneller Massivbauweise entstanden, kam im Obergeschoss der nachhaltige Rohstoff Holz zum Einsatz. Die auskragende Decke auf dem Erdgeschoss des Schulneubaus erinnert an das „Fliegende Klassenzimmer“, dem Jugendbuchklassiker von Erich Kästner. Der Entwurf sieht im Erdgeschoss die Unterbringung der kompletten schulischen Verwaltung vor. Im Süden schließen sich die Mensa, sowie ein Musik- und Multifunktionsraum an, die durch bewegliche Trennwände zu einer Art Aula für schulische Veranstaltungen umgenutzt werden können. Im Querbau befindet sich mit direktem Außenzugang die Nachmittagsbetreuung. Dieser parallel zum Wohngebiet verlaufende, kürzere Gebäudewinkel wird eingeschossig ausgeführt, um eine adäquate Maßstäblichkeit zur Nachbarbebauung zu erreichen. Alle acht Klassenräume sind mit dazugehörigen Differenzierungsräumen in Ost-Westausrichtung im ersten Obergeschoss untergebracht. Erschlossen wird das Obergeschoss über ein helles, zentrales Treppenhaus mit barrierefreiem Aufzug. So wie beim Neubau größtenteils nachhaltige Baustoffe zum Tragen kamen, wird auch bei der Beheizung auf eine energiesparende Variante geachtet. Die Beheizung erfolgt durch eine Holzpellets-Anlage, die auch die angrenzende Sporthalle mitversorgt. Insgesamt entstand eine Nutzfläche von rund 2.600 m². Entgegen der üblichen Vorgehen, wurde bei dieser Baumaßnahme ein Generalunternehmer eingesetzt. Bauherr war die WiBau GmbH, ein kommunales Unternehmen im Bau- und FacilityManagement der Stadt Wiesbaden. Zahlen – Daten – Fakten Bauherr: Schulamt Wiesbaden / Wibau GmbH Architektur Leistungsphasen 1–7 und 8 anteilig: Architektur.SCHÖN, Wiesbaden Fertigstellung: 2024 Foto © Architektur.SCHÖN, Wiesbaden 19
RkJQdWJsaXNoZXIy MjUzMzQ=